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News des Tages : Zwei Tote in Brandenburg: Standen die Opfer auf einer Todesliste?

US-Außenminister Pompeo: "Wir sehen grundsätzlich keinen Krieg mit dem Iran" +++ Beben der Stärke 7,7 vor Papua-Neuguinea - Tsunamiwarnung +++ Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten systematisch erfassen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Tatort in Brandenburg

Die Ermittler gehen einem Zeitungsbericht zufolge davon aus, dass die Männer auf einer "Todesliste" standen. 

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Pompeo: USA wollen keinen Krieg mit dem Iran (18.17 Uhr)
  • Ermittler vermuten nach Leichenfund in Brandenburg offenbar Auftragstat (16.14 Uhr)
  • Zahl fremdenfeindlicher Straftaten stark gestiegen (11.48 Uhr)
  • EuGH: Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten erfassen (9.48 Uhr)
  • Glyphosat-Prozess: Milliardenstrafe für Bayer (0.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:    

+++ 23.42 Uhr: Koalition einigt sich auf Gesetze zu Paketbranche und Bürokratieabbau +++

Die Koalitionsspitzen haben ihren Streit um das Gesetz für bessere Arbeitsbedingungen in der Paketbranche beigelegt. Der Koalitionsausschuss einigte sich nach Teilnehmerangaben darauf, ein Gesetz für die Nachunternehmerhaftung auf den Weg zu bringen, wie es vor allem die SPD gefordert hatte. Parallel dazu soll ein Bürokratie-Entlastungsgesetz beschlossen werden - dies hatte vor allem die Union gefordert.

+++ 21.25 Uhr: Putin: Annäherung zwischen Russland und USA ist glaubwürdig +++

Kremlchef Wladimir Putin hat die Absicht des Dialogs zwischen Russland und den USA als glaubwürdig bezeichnet. "Erst unlängst hatte ich das Vergnügen mit dem US-Präsidenten zu telefonieren", sagte Putin bei einem Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo in Sotschi. "Ich hatte dabei den Eindruck, dass es im gegenseitigen Interesse ist, die russisch-amerikanischen Beziehungen wieder vollständig herzustellen." Putin habe mit Donald Trump bei dem Telefonat Anfang Mai intensiv darüber gesprochen. "Ich hoffe, die es jetzt die notwendigen Bedingungen dafür gibt."

+++ 21.02 Uhr: Arbeiter stirbt bei Montagearbeiten auf dem Brocken +++

Auf dem Gipfel des Brockens ist bei Arbeiten an einer Antenne ein Mann ums Leben gekommen. Der 53 Jahre alte Montagearbeiter sei während der Arbeit im Harz in 123 Metern Höhe bewusstlos geworden und von einem Mitarbeiter leblos aufgefunden worden, teilte die Polizei mit. Es sei zwar gelungen, den Mann zu bergen und auf eine Plattform zu bringen. Dort sei er aber trotz Reanimationsmaßnahmen eine Stunde später gestorben. Warum der aus dem niedersächsischen Ort Weener stammende 53-Jährige bewusstlos wurde und starb, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ 20.30 Uhr: Britischer General sieht keine erhöhte iranische Gefahr für die USA +++

Für die US-Truppen im Nahen Osten besteht nach Darstellung eines britischen Generals keine erhöhte Bedrohung durch pro-iranische Milizen. Es gebe keine Zunahme der Gefährdung für die Soldaten der US-geführten Militärkoalition im Irak und in Syrien durch mit dem Iran verbündete Milizen, sagte General Chris Ghika, Sprecher der Allianz, am Dienstag in einer ins Pentagon übertragenen Telefonkonferenz.

+++ 20.05 Uhr: Irans geistliches Oberhaupt: "Es wird keinen Krieg geben" +++

Trotz der gegenwärtigen starken Spannungen rechnet Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei nach eigenen Angaben nicht mit einem bewaffneten Konflikt mit den USA. Bei der Konfrontation zwischen Teheran und Washington handele es sich mehr um einen Test ihrer Entschlossenheit als um ein militärisches Kräftemessen, sagte Chamenei laut seiner offiziellen Website in einer Rede vor Staatsbediensteten. "Diese Auseinandersetzung ist nicht militärisch, weil es keinen Krieg geben wird."

+++ 19.00 Uhr: Haftbefehl auf Facebook geteilt - Polizist muss 1200 Euro zahlen +++

Ein Polizist aus Baden-Württemberg, der nach dem Tod eines Deutschen in Chemnitz einen Haftbefehl gegen einen tatverdächtigen Iraker auf Facebook geteilt hatte, muss 1200 Euro zahlen. Das Geld sei bereits eingegangen, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft. Damit sei die Angelegenheit erledigt. Der Mann habe seinen Fehler eingesehen und sei auch nicht derjenige gewesen, der den Haftbefehl zuerst veröffentlichte.

+++ 18.59 Uhr: Weiterer demokratischer Präsidentschaftsbewerber in den USA ++

Das bereits dicht gedrängte Feld der Präsidentschaftsbewerber bei den US-Demokraten wird noch voller. Auch der Gouverneur des Bundesstaats Montana, Steven Bullock verkündete, sich um die Kandidatur zu bewerben. Damit wollen nun bereits 22 Vertreter der Oppositionspartei im kommenden Jahr gegen Präsident Donald Trump antreten.

+++ 18.17 Uhr: Pompeo: USA wollen keinen Krieg mit dem Iran +++

Washington strebt nach den Worten von US-Außenminister Mike Pompeo keinen militärischen Konflikt mit dem Iran an. "Wir sehen grundsätzlich keinen Krieg mit dem Iran", sagte Pompeo nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Sotschi. Lawrow sagte, er habe mit Pompeo "offene und nützliche" Gespräche über die Konflikte in Venezuela und Syrien und mit dem Iran geführt.

+++ 17.55 Uhr: Linke fordern Ausrufung von Klimanotstand durch den Bundestag +++

Die Linksfraktion fordert die Ausrufung des Klimanotstands durch den Bundestag. Den entsprechenden Antrag beschlossen die Abgeordneten heute ohne Gegenstimmung auf der Fraktionssitzung in Berlin. Verbunden ist dies mit der Forderung nach der umgehenden Verabschiedung eines nationalen Klimaschutzgesetzes.

Mit der Ausrufung des Klimanotstands, wie sie die internationale Schüler-Bewegung Fridays for Future fordert, würde Deutschland dem Beispiel Großbritanniens und Irlands sowie zahlreicher Städte folgen. International sind dies unter anderem Basel, Oakland und Vancouver. In Deutschland wurde bisher in Konstanz der Klimanotstand ausgerufen, in Heidelberg muss eine Erklärung des Oberbürgermeisters noch vom Stadtparlament bestätigt werden. In zahlreichen weiteren Kommunen gibt es entsprechende Initiativen.

+++ 17.39 Uhr: Justizbeamtin verdünnt eigene Blutprobe nach Alkoholfahrt mit Wasser +++

Nach zwei Alkoholfahrten hat eine ertappte Beamtin des zentralen Justizlabors der Niederlande die eigenen Blutproben heimlich mit Wasser verdünnt. "Ich wollte nicht, das jemand von meinen Alkoholproblemen erfährt", sagte die 39-Jährige vor Gericht in Den Haag. Die von der Polizei gestoppte Frau, bei der ein Atemalkoholtest jeweils sehr hohe Werte ergab, war später am Wochenende in das Labor gegangen, hatte die eigene Blutprobe herausgesucht und diese mit Wasser verdünnt. Sie flog trotzdem auf, weil in dem Strafverfahren wegen Alkohols am Steuer die hohen Werte vom Pusten für Nachfragen sorgten, die Blutprobe wegen des zugefügten Wassers zu schwer war und außerdem eine zusätzliche Probe existierte, die die Frau nicht gefunden und verdünnt hatte.

Die Staatsanwaltschaft forderte zwölf Monate Haft, vier davon auf Bewährung, wegen der Manipulationen, die auch der Reputation des Niederländischen Forensischen Instituts geschadet hätten. Ihren Job bei dem Institut, wo sie elf Jahre gearbeitet hatte, ist die Frau auch los.

+++ 17.20 Uhr: Nach Schüssen in Rüsselsheim zwei Verdächtige festgenommen +++

Gut zwei Wochen nach Schüssen in der Innenstadt von Rüsselsheim bei einem Konflikt zweier Familienclans haben die Ermittler zwei Verdächtige festgenommen. Die Festnahmen seien in einer Wohnung in Bischofsheim erfolgt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Darmstadt mit. Demnach waren Spezialkräfte im Einsatz. Weitere Details wurden nicht genannt. Den bisherigen Ermittlungen zufolge kennen sich die beiden Familien, zwischen denen es Ende April zu der Auseinandersetzung in der hessischen Stadt kam. Die Tat ging offenbar auf eine Fehde der beiden Familien zurück, eine Gefahr für Unbeteiligte sahen die Ermittler nicht. Durch die Schüsse war ein Mensch leicht verletzt worden. Ein 28-jähriger Verdächtiger kam bereits kurz nach der Tat wegen eines versuchten Tötungsdelikts in Untersuchungshaft.

+++ 16.50 Uhr: Berliner Polizei darf Bewerber wegen Tattoos ablehnen +++

Das Land Berlin darf Bewerber auf eine Stelle als Objektschützer bei der Polizei ablehnen, wenn sichtbare Tattoos Zweifel an der Verfassungstreue wecken. Das entschied das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg laut einem heute veröffentlichten Beschluss. Ein Mann mit Tätowierungen von Revolverpatronen, Totenköpfen und dem Wort "omerta" auf dem Arm hatte sich erfolglos auf eine Stelle beim Objektschutz beworben und war gerichtlich gegen die Absage vorgegangen. Der Begriff "omerta" bezeichnet die Schweigepflicht bei der Mafia und anderen kriminellen Organisationen.

Das Gericht führte aus, das Land Berlin habe wegen der Tattoos Zweifel daran haben dürfen, "dass der Antragsteller jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintreten" werde. Dabei sei ohne Belang, ob der Bewerber tatsächlich verfassungstreu sei. Es komme auf die Sicht eines Betrachters an. Die Entscheidung kann nicht angefochten werden.

+++ 16.14 Uhr: Ermittler vermuten nach Leichenfund in Brandenburg offenbar Auftragstat +++

Zwei im brandenburgischen Forst tot aufgefundene Männer sind einem Bericht zufolge womöglich Opfer eines Auftragsmordes. Bei den beiden habe es sich um serbische Staatsbürger gehandelt, von denen einer Informant des Bundeskriminalamts gewesen sei, berichtete die "Märkische Allgemeine Zeitung". Demnach gehen die Ermittler davon aus, dass die Männer auf einer "Todesliste" standen. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Cottbus war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Am Ort eines Waldbrands nahe Forst hätten Ermittler mehrere Schusswaffen mit Schalldämpfern gefunden, berichtete die Zeitung weiter. Unter Berufung auf "mehrere Quellen aus dem Sicherheitsbereich" hieß es zudem, ein dritter Serbe sei schwer verletzt entkommen und habe sich bei den Behörden gemeldet.

Die Leichen der Männer waren gestern in einer Wohnung in Forst in Südbrandenburg gefunden worden. Die Behörden machten keine Angaben zur Identität der Opfer oder zur Todesursachen. Klar ist aber, dass die Ermittler aufgrund der Spurenlage von einem Tötungsdelikt ausgehen.

+++ 15.42 Uhr: Französische Firma will elektrisch betriebenes Paddelbrett in den Handel bringen +++

Die Elektrifizierung der Verkehrsmittel erreicht auch den Wassersport. Das französische Unternehmen Redwoodpaddle, Hersteller von Brettern für das sogenannte Stand-up-Paddling, will ab Anfang Juni zum Preis von rund 5000 Euro ein sogenanntes "Power Foil" anbieten, wie Firmenchef Chris Defrance ankündigte. Der Akku des elektronischen Bretts reicht demnach für anderthalb Stunden. Das Gefährt soll dank eines unter Wasser liegenden Tragflügels - genannt Foil - mit bis zu 40 Kilometern pro Stunden scheinbar über das Wasser schweben. Diese Foils werden derzeit bei Wassersportarten vom Kite- bis zum Windsurfen immer beliebter, da sie je nach den Bedingungen ein besseres Gleiten über das Wasser ermöglichen als normale Bretter. 

+++ 15.36 Uhr: Dreijähriges Kind überlebt Sturz aus fünftem Stock +++

Im baden-württembergischen Pforzheim ist ein dreijähriges Kind bei einem Sturz aus dem fünften Stock eines Hauses schwer verletzt worden. Es sei 15 Meter tief von einem Balkon auf den Gehweg gefallen, teilte die Polizei mit. Ein Verwandter befand sich demnach ebenfalls auf dem Balkon. Das Kind erlitt schwere, aber nach ersten Erkenntnissen keine lebensgefährlichen Verletzungen. Passanten hatten das Geschehen beobachtet und sofort den Rettungsdienst verständigt. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der Grund für den Sturz vom gestern Nachmittag ist unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Ursache auf und bat Augenzeugen, sich zu melden.

+++ 15.31 Uhr: Erdbeben der Stärke 7,7 vor Papua-Neuguinea - Tsunamiwarnung +++

Im Südpazifik zwischen Papua-Neuguinea und der Inselgruppe der Salomonen hat es am späten Abend (Ortszeit) ein starkes Erdbeben gegeben. Die US-Erdbebenwarte registrierte Erschütterungen der Stärke 7,7 knapp 30 Kilometer nordöstlich des Ortes Kokopo auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Neubritannien. Das Zentrum befand sich demnach in rund zehn Kilometern Tiefe. Die Wetterbehörde NOAA warnte vor einem Tsunami in der Region.  Demnach seien in Folge des Bebens gefährliche Tsunami-Wellen im Umkreis von 1000 Kilometern vor allem entlang der Küsten der Inseln möglich.

+++ 15.05 Uhr: Zwei Männer in Brandenburg getötet - Hintergründe unklar +++

Nach dem Fund von zwei toten Männern suchen Ermittler in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst weiter nach Spuren. Kriminaltechniker sind vor Ort, Polizisten suchtn das Gelände rund um das Gebäude ab, in dem gesern die Leichen gefunden wurden. Die Männer wurden nach Angaben der Polizei Opfer eines Gewaltverbrechens. Ein dritter Mann soll nach Informationen der "Lausitzer Rundschau" gestern mit einem Hubschrauber schwerverletzt in ein Krankenhaus geflogen worden sein. Die Staatsanwaltschaft wollte das nicht kommentieren.

Die "Märkische Allgemeine Zeitung" berichtet von möglichen Verbindungen zur Organisierten Kriminalität. In einem Waldstück bei Forst seien auch Schusswaffen gefunden worden. Dazu und zur Identität der beiden Toten und ob es sich möglicherweise um Bandenkriminalität handelte, wollte sich ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus auf Nachfrage nicht äußern.

+++ 15.03 Uhr: In Großbritannien arbeiten mehr EU-Bürger als vor einem Jahr +++

In Großbritannien haben kurz vor dem ursprünglich geplanten Ausstieg des Landes aus der Europäischen Union mehr EU-Bürger gearbeitet als ein Jahr zuvor. Knapp 2,4 Millionen Ausländer mit EU-Pass waren in den ersten drei Monaten dieses Jahres in Großbritannien beschäftigt, knapp 100.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die britische Statistikbehörde meldete. Die Briten hatten im Juni 2016 für den Ausstieg aus der EU gestimmt. Verglichen mit den ersten drei Monaten 2016 waren Anfang dieses Jahres fast 240.000 EU-Bürger mehr in Großbritannien tätig. Der Brexit zum geplanten Datum 29. März scheiterte, weil Abgeordnete das die Austrittsvereinbarung mit Brüssel ablehnten. Die neue Frist gilt bis Ende Oktober.

+++ 14.49 Uhr: Man City weist Bericht zu möglicher Champions-League-Sperre zurück +++

Der englische Fußballmeister Manchester City hat Medienberichte über einen drohenden Ausschluss aus der Champions League in der nächsten Saison dementiert. Man kooperiere voll und ganz mit der Uefa-Finanzkontrollbehörde (CFCB IC) und verlasse sich auf "die Unabhängigkeit der CFCB IC und deren Verpflichtung zu einem ordnungsgemäßen Verfahren", erklärte der Verein.

Die "New York Times" hatte gestern berichtet, Man City drohe wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play der Europäischen Fußball-Union eine mindestens einjährige Sperre in der Königsklasse. Die Uefa-Finanzkontrollbehörde soll vor zwei Wochen ihre Untersuchungen wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten beim Club abgeschlossen haben. Manchester City bezeichnete den Bericht, der sich auf "Personen, die mit dem Fall vertraut sind", berufe, als "extrem beunruhigend". Man werde die laufenden Ermittlungen nicht weiter kommentieren.

+++ 14.37 Uhr: Razzia gegen Pflegedienste - Abrechnungsbetrug bei Intensivbetreuung +++

Die Polizei hat einen großangelegten Abrechnungsbetrug von Pflegediensten bei der Intensivbetreuung von Beatmungspatienten aufgedeckt. 130 Polizisten sowie Staatsanwälte durchsuchten Wohnungen und Büros an 19 Orten in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Drei Menschen wurden nach Polizeiangaben vom Dienstag verhaftet. Darunter war auch eine 63-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Spanien, die das Betrugssystem organisiert haben soll.

Die Polizei geht davon aus, dass spätestens seit 2013 Menschen vor allem aus Osteuropa als Intensivpfleger und -pflegerinnen eingesetzt wurden, obwohl sie nicht qualifiziert waren. Zeugnisse sollen gefälscht worden sein. Die sehr anspruchsvolle Intensivpflege von Beatmungspatienten ist meist eine 24-Stunden-Betreuung. Monatlich kostet das die Krankenkassen 20.000 Euro pro Patient. Nach dem jetzigen Stand soll ein Schaden von 1,5 Millionen Euro entstanden sein. Diese Summe könnte sich aber noch deutlich erhöhen.

+++ 14.28 EU-weit deutlich mehr männliche als weibliche Nesthocker +++

In der EU lebt jeder dritte Mann zwischen 25 und 34 Jahren noch bei den Eltern, bei Frauen derselben Altersgruppe ist es nur jede fünfte. Das geht aus aktuellen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor. Beim Vergleich der 28 Mitgliedstaaten zeigen sich erhebliche Unterschiede.

Eurostat zufolge wohnen im Norden die wenigsten jungen Menschen noch bei ihren Eltern. In Dänemark sind es nur 3,2 Prozent der 25- bis 34-Jährigen, in Finnland 4,7 Prozent, in Schweden 6,0 Prozent.

Die meisten Nesthocker gibt es in südlichen und östlichen EU-Ländern. Spitzenreiter sind Kroatien, die Slowakei und Griechenland, wo jeweils fast 60 Prozent der 25- bis 34-Jährigen bei ihren Eltern wohnen.

+++ 13.41 Uhr: Mann stirbt bei Angriffen auf Muslime nach Anschlägen in Sri Lanka +++

Trotz einer Ausgangssperre ist bei Gewalt gegen Muslime in Sri Lanka ein Mann getötet worden. Eine aufgebrachte Menge stach den 45-Jährigen im Ort Nattandiya nieder, wie die Polizei mitteilte. Angehörige der ethnischen Gruppe der Singhalesen hatten demnach zuvor verlangt, dass eine Moschee in der Gegend - rund 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo - geschlossen wird. Die überwiegend buddhistischen Singhalesen stellen die Mehrheit der Bevölkerung in dem Inselstaat. Nach den verheerenden Anschlägen durch Islamisten am Ostersonntag hatten einige Muslime Sorge über mögliche Vergeltungstaten geäußert.

+++ 13.31 Uhr: Flixbus freut sich über Geburt von erstem Baby an Bord +++

Das Unternehmen Flixbus freut sich über die erste Geburt eines Babys an Bord eines seiner Busse. Das "glückliche Ereignis" habe sich vor etwa einer Woche in Frankreich bei einer Fernfahrt von Barcelona nach Brüssel ereignet, teilte Flixbus in München mit. Das kleine Mädchen namens Zenep sei auf einer Autobahnraststätte mit Hilfe von Sanitätern des Rettungsdiensts zur Welt gekommen. Es gehe allen gut.

+++ 13.29 Uhr: Fünf Festnahmen nach Anschlag auf Straßburger Weihnachtsmarkt +++

Fünf Monate nach dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt hat es weitere Festnahmen gegeben. Die Polizei nahm fünf Verdächtige in Gewahrsam, wie ein Ermittler erklärte. Nach Angaben der Zeitung "Le Parisien" sollen die möglichen Komplizen im Alter von 23 bis 46 Jahren dem Attentäter Chérif Chekatt Waffen geliefert haben.

+++ 13.05 Uhr: Deutsche geben mehr für fair gehandelte Produkte aus +++

Jeder Deutsche hat im vergangenen Jahr durchschnittlich 19 Euro für Produkte mit "Fairtrade"-Siegel ausgegeben. Die stark gestiegene Nachfrage nach fair gehandelten Waren - vor allem Bananen, Kaffee und Kakao - ließ den "Fairtrade"-Umsatz 2018 um 22 Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden Euro steigen, wie Transfair in Berlin mitteilte. Der Verein vergibt das Recht, das "Fairtrade"-Logo zu nutzen, gegen Lizenzgebühr etwa an Händler und Produzenten.

Besonders groß war der Anstieg bei Kakao, der nach fairen Standards gehandelt wurde: Sein Absatz stieg nach Angaben des Siegel-Anbieters im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent auf 55 000 Tonnen. Der Kaffee-Absatz stieg um 11 Prozent auf 20 000 Tonnen. Und 92 000 fair gehandelte Bananen gingen 2018 über die Ladentheken, 6 Prozent mehr als 2017.

+++ 12.58 Uhr: Energieminister: Drohnenangriff auf Ölpipeline in Saudi-Arabien +++

In Saudi-Arabien sind nach offiziellen Angaben zwei Ölpumpstationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Ost-West-Pipeline eingestellt, über die Öl aus der Ostprovinz in den Hafen Janbu transportiert wird, teilte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al Falih mit

+++ 12.00 Uhr: Frauke Petry bringt sechstes Kind zur Welt +++

Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry ist nach Angaben ihres Ehemanns Marcus Pretzell zum sechsten mal Mutter geworden. Die Familie habe Tochter Pauline "gesund und quietschfidel im Leben" begrüßt, schrieb Pretzell im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es ist Petrys zweites Kind mit dem Europaabgeordneten. Insgesamt haben beide nun zehn Kinder.

Petry war nach dem Einzug der AfD in den Bundestag 2017 aus der Partei ausgetreten. Dem Austritt waren interne Machtkämpfe vorangegangen. Zusammen mit Pretzell, ebenfalls ein ehemaliger AfD-Politiker, gründete sie kurz darauf die sogenannte Blaue Partei.

+++ 11.48 Uhr: Zahl fremdenfeindlicher Straftaten 2018 deutlich gestiegen +++

Die Zahl der fremdenfeindlichen Straftaten ist im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent auf rund 7700 gestiegen. Einen ähnlich hohen Anstieg verzeichneten die Sicherheitsbehörden bei den antisemitisch motivierten Straftaten. Das teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Vorstellung der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität im Jahr 2018 mit. Seehofer betonte, knapp 90 Prozent der 1799 antisemitischen Straftaten aus 2018 seien dem "Phänomenbereich rechts" zuzuordnen. 

Einen noch größeren Anstieg registrierte die Polizei bei Straftaten, die mit politischen Konflikten im Ausland zusammenhängen. So kam es beispielsweise nach Beginn der türkischen Militäroffensive im syrischen Afrin zu Angriffen auf mehrere Einrichtungen, die von Türkeistämmigen besucht werden. Die Zahl der Delikte radikaler Islamisten ging dagegen zurück. Das könnte laut den Sicherheitsbehörden damit zusammenhängen, dass die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak zurückgedrängt wurde. Laut Bundeskriminalamt wurden 2018 bundesweit 910 Straftaten mit islamfeindlichem Hintergrund (Vorjahr: 1075) erfasst sowie 121 christenfeindliche Delikte (Vorjahr: 129).

+++ 11.45 Uhr: Vor Pompeo-Besuch: Zeichen zwischen USA und Russland deuten auf Entspannung +++

Vor dem Treffen von US-Außenminister Mike Pompeo mit Russlands Staatschef Wladimir Putin haben beide Länder ihre Hoffnung auf eine Entspannung ihrer konfliktreichen Beziehung geäußert. "Wir mögen bei einigen Themen anderer Meinung sein, aber wenn es im Interesse unserer Nationen ist, ist es unsere Verantwortung, einen Weg voran zu finden", schrieb Pompeo am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Russlands Vize-Außenminister Sergej Riabkow sagte der Nachrichtenagentur Interfax, Pompeos Besuch könne womöglich dazu beitragen, das bilaterale Verhältnis "etwas zu stabilisieren". Der US-Außenminister will am Dienstagnachmittag in der Schwarzmeerstadt Sotschi zunächst seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow treffen. Im Anschluss ist ein gemeinsames Gespräch mit Kreml-Chef Putin geplant. 

+++ 11.13 Uhr: Lügde: Staatsanwalt legt erste Anklagen wegen Kindesmissbrauchs vor +++

Nach monatelangen Ermittlungen kommt die Aufarbeitung des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde in Nordrhein-Westfalen voran. Gegen zwei der drei Beschuldigten, einen 56 Jahre alten Dauercamper und einen 49-Jährigen Mann, hat die Staatsanwaltschaft Detmold die Anklageschriften vorgelegt. Das bestätigte das Landgericht Detmold. Die Anklage gegen den dritten Beschuldigten, einen 34 Jahre alten Mann, werde "in Kürze" folgen, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde. 

Dem beschuldigten 56-jährigen Dauercamper wird schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen. Das Strafmaß liegt bei zwei bis maximal 15 Jahren. Eine Strafe oberhalb von zehn Jahren Haft sei denkbar, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Über die Anklageerhebung hatten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" zuerst berichtet.

+++ 10.55 Uhr: CO2-Konzentration erreicht historischen Höchststand +++

US-Wissenschaftler haben die höchste CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre seit Beginn ihrer Aufzeichnungen registriert. Das Mauna Loa Observatorium in Hawaii, das seit den 1950er Jahren Messungen vornimmt, verzeichnete am Samstag 415,26 Teile pro Million (ppm), wie die Forscher nun bekanntgaben. Zuletzt waren die CO2-Werte vor drei Millionen Jahren so hoch.

"Das zeigt, dass wir überhaupt nicht auf dem richtigen Weg sind, um das Klima zu schützen. Der Wert steigt jedes Jahr weiter an", sagte Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung der Nachrichtenagentur AFP.

Die vergangenen vier Jahre waren die bislang wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn. Trotz des Pariser Klimaabkommens und eines wachsenden Problembewusstseins der Öffentlichkeit wird Jahr für Jahr mehr CO2 freigesetzt. Die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche ist seit der vorindustriellen Zeit um ein Grad gestiegen.

+++ 10.49 Uhr: Merkel bekennt sich zu Klimaneutralität bis 2050 +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will im Klimakabinett einen Weg finden, um Deutschland bis 2050 klimaneutral zu machen. "Die Diskussion soll nicht heißen, ob wir es erreichen können. Sondern: Wie können wir es erreichen", sagte die Kanzlerin am Dienstag beim internationalen Petersberger Klimadialog in Berlin. Das bedeute nicht, dass gar keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden dürften, sondern dass man den Ausstoß ausgleichen müsse, durch Aufforstung oder Speicherung. Wenn das Klimakabinett eine "vernünftige Antwort" dafür finde, könne das Land sich der Initiative anschließen, die zum Ziel hat, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen.

+++ 10.41 Uhr: "Lifeline"-Kapitän auf Malta zu Geldstrafe verurteilt +++

Der Kapitän eines Migranten-Rettungsschiffes der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline ist auf Malta zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Claus-Peter Reisch müsse 10.000 Euro an lokale Hilfsorganisationen bezahlen, teilte Mission Lifeline nach dem Urteil mit. Zu einer Gefängnisstrafe wurde Reisch nicht verurteilt.  

Der Kapitän aus dem bayerischen Landsberg am Lech hatte vergangenen Juni mit dem Schiff "Lifeline" mehr als 230 Migranten vor der libyschen Küste aus dem Mittelmeer gerettet. Ihm wurde vorgeworfen, ein nicht ordnungsgemäß registriertes Boot gesteuert zu haben.

Tagelang wurde das Schiff blockiert, das unter niederländischer Flagge fuhr. Es durfte erst in Malta anlegen, nachdem mehrere EU-Staaten zugesagt hatten, die Flüchtlinge aufzunehmen.

+++ 10.33 Uhr: Flugzeugkollision vor Alaska - Nach Behördenangaben bislang vier Tote +++

Beim Zusammenstoß zweier Wasserflugzeuge in der Luft vor der Südküste Alaskas sind nach jüngsten Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen werden weiter vermisst, zehn Passagiere wurden gerettet und medizinisch versorgt, wie Alaskas Küstenwache mitteilte. Das Ausmaß ihrer Verletzungen sei unbekannt.

US-Medien berichteten von fünf Toten unter Berufung auf die Reederei "Princess Cruises" - neben den Piloten befanden sich Passagiere von deren Kreuzfahrtschiff "Royal Princess" in den einmotorigen Flugzeugen. Sie hatten den Ausflug über Alaskas Südspitze am Montag während ihrer Schiffsreise gebucht.

+++ 10.24 Uhr: Fußballstar Neymar gewinnt Markenstreit am EU-Gericht +++

Der brasilianische Fußballstar Neymar hat einen Rechtsstreit um die Markenrechte an seinem Namen vor dem EU-Gericht gewonnen. Die von einem Dritten angemeldete Marke "NEYMAR" sei nichtig, urteilten die Luxemburger Richter (Rechtssache T-795/17). Gegen das Urteil kann innerhalb von gut zwei Monaten noch beim höherrangigen Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgegangen werden.

Hintergrund des Falls war eine längere Auseinandersetzung zwischen dem brasilianischen Nationalspieler und Profi des französischen Erstligisten Paris Saint-Germain sowie einem Portugiesen. Dieser hatte sich 2013 die Markenrechte für "NEYMAR" in der EU für Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckungen gesichert. Das EU-Gericht kam nun zu dem Schluss, dass der Portugiese die Bekanntheit des Fußballers ausnutzen wollte.

+++ 10.22 Uhr: Bayer-Aktie verliert nach neuer Jury-Entscheidung zu Glyphosat +++

Die Aktie des Chemieriesen Bayer hat nach einer erneuten juristischen Niederlage in den USA für die US-Tochter Monsanto weiter an Wert verloren. Die Papiere des Konzerns sackten in Frankfurt am Main um 2,55 Prozent auf 55 Euro ab. Am Montag hatte eine Jury im kalifornischen Oakland entschieden, dass Monsanto einem Paar mehr als zwei Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen muss.

Seit der Übernahme Monsantos hat der Leverkusener Konzern bereits 45 Prozent an Börsenwert eingebüßt. Bayer hatte den Kauf des US-Agrar-und Saatgutkonzern für 63 Milliarden Dollar (aktuell rund 56 Milliarden Euro) im vergangenen Juni abgeschlossen.

+++ 09.59 Uhr: Bremer CDU-Chef Kastendiek tot +++

Der Bremer CDU-Landesvorsitzende und Ex-Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek ist nach einer schweren Krankheit im Alter von 54 Jahren gestorben. Das teilte der CDU-Landesverband am Dienstag mit. Der Diplom-Ingenieur führte die CDU des kleinsten deutschen Bundeslandes seit Ende 2012 und war von 2005 bis 2007 Senator für Wirtschaft, Häfen und Kultur. Kastendiek gehörte über 25 Jahre dem Landtag - der Bremischen Bürgerschaft - an, die am 26. Mai neu gewählt wird. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende, Jens Eckhoff, zeigte sich tief betroffen und erklärte: "Sein viel zu früher Tod hinterlässt uns alle fassungslos."

+++ 09.48 Uhr: EuGH: Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten systematisch erfassen +++

Arbeitgeber sollen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet werden, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. Alle EU-Staaten müssten dies durchsetzen, entschieden die obersten EU-Richter in Luxemburg. Nur so lasse sich überprüfen, ob zulässige Arbeitszeiten überschritten würden. Und nur das garantiere die in EU-Richtlinien und in der EU-Grundrechtecharta zugesicherten Arbeitnehmerrechte.

Das Urteil könnte große Auswirkungen auf den Arbeitsalltag auch in Deutschland haben. Denn längst nicht in allen Branchen werden Arbeitszeiten systematisch erfasst. Geklagt hatte eine spanische Gewerkschaft, die den dortigen Ableger der Deutschen Bank verpflichten wollte, die täglich geleisteten Stunden ihrer Mitarbeiter aufzuzeichnen und so die Einhaltung der vorgesehenen Arbeitszeiten sicherzustellen. (Rechtssache C-55/18)

+++ 09.29 Uhr: Thais bekommen durch neue Königin Extra-Feiertag +++

Thailands König Maha Vajiralongkorn (66) hat seinen Landsleuten mit der vierten Hochzeit einen zusätzlichen freien Tag beschert. Der Geburtstag seiner neuen Ehefrau Königin Suthida (40), der 3. Juni, wurde offiziell zum nationalen Feiertag erhoben. Der König und die ehemalige Stewardess, eine seiner früheren Leibwächterinnen, hatten erst Anfang des Monats geheiratet, wenige Tage vor der offiziellen Krönung des Monarchen. Die beiden halten sich oft in Bayern auf. Dort besitzt Maha Vajiralongkorn - Beiname Rama X. - am Starnberger See eine Villa.

+++ 09.03 Uhr: Blinder Passagier kurz vor Abflug in Malaysia entdeckt +++

Auf einem Flughafen in Malaysia ist im Fahrwerk einer Frachtmaschine ein blinder Passagier entdeckt worden. Der 39 Jahre alte Mann aus Indonesien hatte sich dort versteckt, um gratis nach Hause zu kommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Bernama berichtete. Bei einer letzten Kontrolle vor dem Abheben auf dem Flughafen der Insel Penang wurde er jedoch von einem Techniker gefunden - wohl auch zu seinem eigenen Glück. Das Vorhaben hätte mit einiger Wahrscheinlichkeit mit dem Tod geendet.

Der Indonesier ist in Malaysia in einer Geflügelfabrik beschäftigt. Er gab an, nicht ausreichend Geld zu haben, um sich ein Ticket zu leisten. Der Flug von Penang in seine Heimatstadt Medan auf der indonesischen Insel Sumatra dauert nur etwa 50 Minuten. Das Flugzeug ist dabei jedoch in großer Höhe unterwegs, wo eisige Temperaturen herrschen. Zudem kam es in der Vergangenheit mehrfach vor, dass blinde Passagiere im Fahrwerk beim Start oder bei der Landung zerdrückt wurden.

+++ 08.42 Uhr: Zahl der Angriffe auf Homosexuelle in Frankreich auf Rekordhoch +++

In Frankreich ist die Zahl tätlicher Angriffe auf Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender im Jahr 2018 auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Organisation "SOS Homophobie" wurden 231 Fälle - 66 Prozent mehr als im Vorjahr - gemeldet, wie aus deren Jahresbericht hervorgeht. 2018 sei "ein schwarzes Jahr" für LGBT-Menschen (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) gewesen, teilte die Organisation

+++ 08.39 Uhr: Schüsse in Wohnhaus - Drei Tote und zwei Verletzte in St. Louis +++

In einem Haus in der US-Großstadt St. Louis sind drei Männer unter bisher ungeklärten Umständen durch Schüsse getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei dem Vorfall im Norden der Metropole im Bundesstaat Missouri verletzt worden, einer von ihnen lebensgefährlich, teilte Polizeichef John Hayden mit. Unklar sei unter anderem, ob sich die Menschen gekannt hätten. Bei den drei Toten handele es sich um schwarze Männer um die 20 oder 30 Jahre, sagte Hayden weiter.

+++ 07.31 Uhr: Leiche aus abgebranntem Haus im saarländischen Neunkirchen geborgen +++

Zwei Tage nach einem Feuer in einem Wohnhaus im saarländischen Neunkirchen haben Einsatzkräfte die Leiche einer Frau aus dem zerstörten Gebäude geborgen. Um wen es sich handelt, war noch unklar, wie eine Polizeisprecherin in Saarbrücken sagte. Am Vorabend waren erste Versuche zur Bergung der Leiche, die Einsatzkräfte beim Löschen gesichtet hatten, zunächst abgebrochen worden.

Eine dreiköpfige Familie wurde noch vermisst. Ob es sich bei der geborgenen Leiche um ein Mitglied dieser Familie handele, müsse noch geklärt werden, berichtete die Sprecherin.

+++ 07.02 Uhr: Nasa-Bilder zeigen schrumpfenden Mond +++

Eine veröffentlichte Analyse von Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa belegt, dass der Mond langsam kleiner wird. Grund dafür ist die Tatsache, dass der einst deutlich heißere Mond nach und nach auskühlt. Rund 50 Meter hat er dadurch bereits an Durchmesser verloren - allerdings innerhalb mehrerer hundert Millionen Jahre.

+++ 05.35 Uhr: Erfolg für Duterte bei Halbzeit-Wahlen auf Philippinen +++

Bei der Parlamentswahl auf den Philippinen hat das Lager von Präsident Rodrigo Duterte offenbar zulegen können. Im Oberhaus, dem Senat, gewannen Anhänger des internationalen umstrittenen Präsidenten nach inoffiziellen Ergebnissen wahrscheinlich alle zwölf neu zu vergebenden Sitze. Nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen lagen die Duterte-Kandidaten überall vorn. Insgesamt sitzen im philippinischen Oberhaus 24 Senatoren.

+++ 05.09 Uhr: Stasi-Überprüfung im öffentlichen Dienst soll verlängert werden +++

Leitende Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sollen auch künftig auf eine frühere Tätigkeit für die DDR-Staatssicherheit hin überprüft werden können. Die geltende Regelung, die Ende 2019 ausläuft, solle bis 2030 verlängert werden, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies sehe ein Entwurf des neuen Stasi-Unterlagengesetzes vor, der dem RND vorliege. Heute solle im Kabinett darüber beraten werden.

+++ 04.10 Uhr: Mann taucht elf Kilometer in Pazifik und findet Müll +++

Ein amerikanischer Abenteurer ist eigenen Angaben zufolge zu einem der tiefsten Punkte der Erde getaucht und hat dort Müll gefunden. Victor Vescovo berichtete in New York davon, dass er mehrmals in den Marianengraben im Pazifik getaucht sei, unter anderem 10.928 und 10.927 Meter tief. Damit würde es sich nach Angaben der Expedition um die tiefsten Tauchgänge eines Menschen in der Geschichte handeln.

Während einer dieser Touren habe er "zwei Stücke menschlichen Mülls gefunden. Es ist nicht ganz klar, was es war, aber es war sicher von Menschenhand gemacht", sagte der 53-Jährige im Explorers Club in New York.

+++04.05 Uhr: Huffman bekennt sich im Uni-Skandal der Bestechung für schuldig +++

Im Bestechungsskandal um Zulassungen an Eliteuniversitäten hat sich die US-Schauspielerin Huffman schuldig bekannt. Unter Tränen räumte sie bei einer Anhörung den Versuch ein, die Chancen ihrer Tochter auf einen guten Studienplatz durch eine Zahlung zu steigern. Mit dem Eingeständnis vermeidet Huffman voraussichtlich einen Aufsehen erregenden Prozess und eine lange Haftstrafe. Huffman gestand bei ihrem Gerichtstermin in Boston ein, 15.000 Dollar (rund 13.000 Euro) gezahlt zu haben, damit ihre Tochter beim Uni-Eintrittstest SAT besser abschneidet.

+++ 03.59 Uhr: Vier Tote bei Flugzeugkollision bei Alaska +++

Beim Zusammenstoß zweier Wasserflugzeuge in der Luft vor der Südküste Alaskas sind nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen werden weiter vermisst, zehn Passagiere wurden gerettet und medizinisch versorgt, wie die US-Küstenwache am Morgen (Ortszeit) mitteilte. Das Ausmaß der Verletzungen sei unbekannt. US-Medien berichteten von drei Schwerverletzten, deren Zustand ernst sei. Mehrere Medien hatten zunächst unter Berufung auf die Reederei "Princess Cruises" von fünf Toten berichtet - in den einmotorigen Flugzeugen befanden sich Passagiere von deren Kreuzfahrtschiff "Royal Princess". Vier Touristen und ein Pilot hätten in einer Maschine vom Typ de Havilland Beaver gesessen, zehn Passagiere mit einem Pilot in einer de Havilland Otter. Sie hatten den Ausflug über die pittoreske Seen- und Flusslandschaft an Alaskas Südspitze am Montag als Teil ihrer Schiffsreise gebucht.

Die beiden Maschinen waren bei dem Rundflug über dem George Inlet, einer Bucht nahe dem Ort Ketchikan, kollidiert. In der abgelegenen Gegend, die auf dem Landweg schwer zu erreichen ist, waren mehrere kleine Boote und auch Hubschrauber im Einsatz, um Verletzte aus dem Wasser zu bergen und nach Vermissten zu suchen.

+++ 03.48 Uhr: Früherer US-Präsident Jimmy Carter nach Sturz operiert +++

Der frühere US-Präsident Jimmy Carter hat sich bei einem Sturz die Hüfte gebrochen. Das gab das von ihm gegründete gemeinnützige Carter-Zentrum bekannt. Der 94-jährige sei bereits erfolgreich operiert worden, hieß es weiter.

Carter war den Angaben zufolge auf dem Weg zur Truthahnjagd, als er sich den Bruch zuzog. Er sei beim Verlassen des Hauses gestürzt, teilte das Zentrum weiter mit. Nach Angaben der behandelnden Ärzte sei die anschließende Operation erfolgreich verlaufen.

+++ 03.30 Uhr: Sicherheitslücke bei WhatsApp ließ Überwachungssoftware installieren +++

Der Chatdienst WhatsApp hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die Überwachungs-Software auf Smartphones installiert werden konnte. Die Geräte konnten mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infiziert werden, da die Schwachstelle in der Umsetzung der Internet-Telefonie lag. Hinter der Angriffs-Technologie werde die israelische Firma NSO vermutet, die Spionage-Werkzeuge an Regierungen verkauft, berichteten unter anderem die "Financial Times" und das Blog "TechCrunch". WhatsApp geht davon aus, dass Ziel der Angriffe lediglich einige ausgewählte Nutzer geworden sein dürften.

+++ 01.21 Uhr: Tote bei Schüssen vor Armee-Hauptquartier in Khartum +++

Bei den Protesten vor dem Hauptquartier der sudanesischen Armee in Khartum sind zwei Menschen getötet worden. Nach Angaben von Medizinern und Mitgliedern des Militärrats starben ein Demonstrant und ein Offizier durch Schüsse. Vor der Armeezentrale protestieren seit Wochen Tausende Menschen für eine zivile Regierung, wenige Stunden zuvor hatten sich beide Seiten auf einen Kompromiss geeinigt.

+++ 00.30 Uhr: Bayer verliert neuen US-Glyphosat-Prozess - Jury fordert Milliarden +++

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA auch den dritten wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto verloren. Die Geschworenen-Jury des zuständigen Gerichts im kalifornischen Oakland verurteilte das Unternehmen am Montag zu Schadenersatz in Höhe von insgesamt über zwei Milliarden Dollar (1,78 Milliarden Euro) an die beiden Kläger.

Der größte Teil davon entfällt auf sogenannten Straf-Schadenersatz, wofür es im deutschen Recht keine Entsprechung gibt. Geklagt hatte ein Rentnerehepaar, dass Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat für seine Krebserkrankungen verantwortlich macht.

Bayer macht für die Krebserkrankungen der beiden Kläger umfangreiche Vorerkrankungen verantwortlich und kündigte umgehend an, Rechtsmittel einzulegen.

kng / DPA / AFP