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Schweizer Kräuter: Kräuterbonbons zum Trinken: Ricola verkauft jetzt Teekapseln für Nespresso-Maschinen

Ricola, Hersteller der bekannten Kräuterbonbons, wird experimentierfreudig und wagt sich an Teekapseln. Die passen in Nespresso-Maschinen. Es ist nicht der erste Vorstoß in diesem Bereich.

Ricola Schweizer Kräuter kommen als Teekapseln

Ricola Schweizer Kräuter: Aus Bonbons wird Tee

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Und, wer hat's erfunden? Dass Ricolas Kräuterbonbons eine Schweizer Erfindung sind, hat das Unternehmen schon mit einer Werbekampagne vor vielen Jahren klar gemacht. Doch das traditionelle Image allein scheint dem Unternehmen nicht mehr genug. Und so wagt sich Ricola auf neues Terrain: Den bekannten Geschmack der Kräuterbonbons presst Ricola nun in Teekapseln, die in Nespresso-Maschinen passen, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Bislang gibt es diesen Tee allerdings nur auf dem Heimatmarkt in der Schweiz. 

Der Vorstoß ist kein Selbstläufer. Nespresso als Kapselsystem hat sich zwar bei Kaffee etablieren können. Bei Tee hingegen sieht das anders aus. Laut der "Lebensmittelzeitung" entfällt derzeit nur ein Prozent des Teeumsatzes im Handel von 700 Millionen Euro auf Kapseltee. "Für Ricola ist ein Start im Nespresso-System durchaus herausfordernd", sagt Christian Wiesner, IRI-Marktforscher, zur "Lebensmittelzeitung". "Anders als bei Kaffee haben es Teekapseln nach wie vor sehr schwer im Markt."

Und: Für Ricola ist dieser Schritt nicht der erste auf den Teemarkt. Schon seit einigen Jahren verkauft Ricola Instanttee-Pulver mit dem typischen Kräuterbonbons-Geschmack auch in Deutschland. In der Schweiz gibt es zudem auch Beuteltee aus dem Hause Ricola.

Ricola - 13 Kräuter seit 1940

Die Geschäfte von Ricola laufen gut. Seit gut zwei Jahren steigen die Umsätze, zuletzt verdienten die Schweizer rund 316 Millionen Franken im Jahr. 90 Prozent ihres Jahresumsatzes exportieren die Schweizer. Neben Deutschland zählen Frankreich, Italien und die USA zu den wichtigsten Auslandsmärkten. Das Rezept für die Kräuterbonbons ist natürlich Geheimsache, an der Rezeptur wird sich in den vergangenen knapp 80 Jahren nur sehr wenig geändert haben. Immerhin weiß man, dass es 13 Kräuter sind, die in den Bonbons landen - nämlich Spitzwegerich, Eibisch, Pfefferminze, Thymian, Salbei, Frauenmantel, Holunder, Schlüsselblume, Schafgarbe, Bibernelle, Ehrenpreis, Malve und Andorn. Die Kräuter selbst bezieht die Firma von 200 Bergbauern aus den Schweizer Alpen. 

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kg
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