HOME

Umgehung des Rauchverbots in NRW: Die Glimmstängel-Guerilla aus der Eck-Kneipe

Mit Helmut-Schmidt-Mottopartys versuchen Gaststätten in NRW das rigide Rauchverbot zu umgehen. Zum Helden der Raucherfront ist neben dem Ex-Bundeskanzler auch ein Rentner aus Düsseldorf geworden.

Von Daniel Bakir

Für manche Menschen kommt der Ruhm erst spät im Leben. Zum Beispiel für Friedhelm Adolfs, 75-jähriger Rentner aus Düsseldorf. Seitdem seine Vermieterin ihn wegen massiver Rauchbelästigung aus der Wohnung schmeißen will, ist Adolfs zu einer Heldenfigur aller streithaften Raucher geworden. Seit fast einem Jahr kämpft der renitente Kettenraucher vor Gericht gegen die Kündigung. Wie das Verfahren ausgeht, ist offener denn je: Der ursprünglich angesetzte Urteiltermin wurde verschoben, am Donnerstag will das Landgericht erstmal einen weiteren Zeugen hören.

Das Verfahren könnte sich also noch eine Weile hinziehen, doch das dürfte Friedhelm Adolfs wenig stören. Er zelebriert seine Auftritte im Gerichtssaal als Feldzug gegen die ungerechte Behandlung von Rauchern insgesamt. Und er hat viele Fans gewonnen. Denn in NRW gilt seit rund einem Jahr ein striktes Nichtraucherschutzgesetz. Dieses untersagt unter anderem in Kneipen das Rauchen ohne Ausnahme. Doch damit können sich einige Gewohnheitsraucher partout nicht anfreunden.

Um das Rauchverbot zu umgehen, veranstalten viele Kneipen nun sogenannte Helmut-Partys. Die Raucher treffen sich in der Stammkneipe, hängen ein Bild von Helmut Schmidt ins Fenster, nennen das Ganze "Versammlung" und qualmen munter drauf los. 1500 bis 1600 Gaststätten in NRW sollen laut einem Bericht von derwesten.de hin und wieder Helmut-Partys schmeißen. Das behaupten zumindest die Aktivisten, die sogar eine Homepage mit einem Leitfaden und Helmut-Party-Plakate zum Ausdrucken bereitstellen. Sie berufen sich dabei auf das Demonstrations- und Versammlungsrecht.

Ehrengast auf der Helmut-Party

Mit dabei ist zum Beispiel der Essener Gastwirt Achim Kobsch. Einige seiner Gäste verabredeten sich ab und zu spontan zu Helmut-Partys, erzählte der Kneipier derwesten.de. Helmut Schmidt hat noch nicht vorbeigeschaut in der "Kronenstube". Aber immerhin tauchte als Ehrengast in dieser Woche Rentner Friedhelm Adolfs auf. Kobsch posierte mit Adolfs für den Fotografen, die Raucherpartys hält er für legal. Das Ordnungsamt Essen sieht das anders: Die Partys seien ein klarer Verstoß gegen das Nichtraucherschutzgesetz. An diesem Mittwoch muss sich Kobsch vor dem Amtsgericht verantworten, weil drei Gäste beim Rauchen erwischt wurden und der Wirt die fällige Strafe nicht zahlte.

Hier können Sie dem Verfasser auch auf Twitter folgen.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.