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Unternehmen optimistisch: Industrie verspricht neue Jobs

Wenn die Bundesagentur für Arbeit heute die Arbeitslosenzahlen für den Dezember vorlegt, wird sie voraussichtlich einen leichten Anstieg verkünden. In den kommenden Monaten sollen aber viele neue Stellen entstehen. Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie versprechen jedenfalls bereits neue Jobs.

Der Konjunkturaufschwung in Deutschland macht die Unternehmen zunehmend optimistisch, wieder mehr Beschäftigung aufzubauen. Nach Angaben des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall hat sich die Beschäftigung in der Metall- und Elektro-Industrie bereits besser entwickelt als erwartet. Der Verband rechnet daher damit, dass die Unternehmen in diesem Jahr wieder mehr Stellen schaffen.

"Die positiven Beschäftigungspläne der Unternehmen stimmen uns zuversichtlich, dass sich der Stellenaufbau auch 2011 fortsetzen wird", sagte der Chefökonom des Verbandes, Michael Stahl, der "Berliner Zeitung". Die Kurzarbeit sei bis zum Jahresende 2010 auf ein Normalmaß geschrumpft, sagte Stahl. "Damit könnte das Tempo des Arbeitsplatz-Aufbaus 2011 sogar noch zulegen." Voraussetzung sei, dass der Arbeitsmarkt so flexibel bleibe wie bisher.

Schon 25.000 neue Stellen geschaffen

In der Metall- und Elektroindustrie hat sich nach Angaben des Arbeitgeberverbandes die Beschäftigung besser entwickelt als erwartet. "Von April bis Oktober 2010 haben die Unternehmen im Saldo schon wieder mehr als 25.000 Stammkräfte eingestellt", sagte Stahl. Das reiche aber nicht aus, um den Einbruch während der Krise aufzufangen. Von Oktober 2008 bis März 2010 seien in der Branche etwa 215.000 Stellen verloren gegangen.

Für die Branche rechnet Stahl 2011 mit einem Produktionsplus von mindestens fünf Prozent nach einem Wachstum von 15 Prozent im vergangenen Jahr. Im Jahr 2009 war die Produktion wegen der Krise um 23 Prozent eingebrochen.

Bundesagentur legt Arbeitslosenzahlen vor

Die Bundesagentur für Arbeit gibt heute die Arbeitslosenzahlen für Dezember bekannt. Der frühe Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands hat die Arbeitslosigkeit womöglich wieder über die Drei-Millionen-Marke getrieben. Für das neue Jahr rechnen Experten insgesamt mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.

dho/AFP / AFP