Zeitarbeit Woran erkennen Sie eine gute Zeitarbeitsfirma?

Wenig Chancen: In den meisten Fällen werden Kurzarbeiter nicht übernommen
Wenig Chancen: In den meisten Fällen werden Kurzarbeiter nicht übernommen
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Wenn die Konjunktur anzieht, stellen Konzerne auch vermehrt Leiharbeiter ein. Woran erkennen Sie eine gute Zeitarbeitsfirma? Wir haben die zehn wichtigsten Punkte für Sie zusammengefast.

Als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit ist Zeitarbeit eine gute Alternative. Sie verdienen wieder Geld und haben eine Chance auf eine Anstellung. Doch lassen Sie sich nicht unnötig ausbeuten. Wir haben zehn Punkte für Sie zusammengefasst, auf die Sie bei der Jobsuche achten sollten:

1. Erhalte ich zügig eine Reaktion auf meine Bewerbung?

2. Werde ich zum Vorstellungsgespräch freundlich empfangen? Hält sich der Personal-Disponent an den Gesprächstermin?

3. Erklärt er mir die Vor- und Nachteile der Zeitarbeit?

4. Steht im Arbeitsvertrag, in welchem Beruf ich eingesetzt werde? Manchmal wird ein Job als Facharbeiter in Aussicht gestellt, doch im Arbeitsvertrag ist es nur eine Helfertätigkeit.

5. Steht im Vertrag, wo ich überall eingesetzt werden kann und welche Anfahrtswege ich akzeptieren muss? Bei Randstad gilt z.B. die Regel: Eine Stunde Anfahrt pro Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind bei einem Vollzeitjob zumutbar.

6. Wie steht es mit der Bezahlung? In der Branche gelten drei verschiedene Tarifverträge, dazu zahlreiche Haustarifverträge. Die Christliche Gewerkschaft hat sehr schlechte Stundenlöhne ausgehandelt: Im Westen beginnt die niedrigste Entgeltgruppe bei 6, 34 Euro, im Osten bei 5,70 Euro. Der DGB setzte beim Bundesverband Zeitarbeit (BZA) etwas höher Löhne von 7,38 Euro (West) und 6,22 Euro (Ost) durch. Weniger sollte man nicht akzeptieren.

7. Gibt es einen Betriebsrat?

8. Dem Arbeitsvertrag muss das Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit für Leiharbeitnehmer beiliegen. Es klärt über Rechte und Pflichten der Mitarbeiter auf.

9. Die Arbeitskleidung muss gestellt werden.

10. Eine gute Zeitarbeitsfirma bietet seinen Mitarbeiter keine unbezahlte Probearbeit an.

Doris Schneyink

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