Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Konjunkturerwartungen im Februar weiter gefallen


Marode Staatsfinanzen, die Sorge um den Euro und die Arbeitslosigkeit sind nach Einschätzung von Finanzmarktexperten die größten Hindernisse für einen schnellen Aufschwung in Deutschland.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen fielen im Februar im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Punkte auf 45,1 Punkte, wie das Zentrum für Europäische für Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim berichtete. Es war der fünfte Rückgang in Folge.

Der Index liege aber weiterhin über seinem historischen Mittelwert von 27,1 Punkten. Zudem fiel der Rückgang weniger stark aus als von Beobachtern befürchtet. "Die Erwartungen dümpeln vor sich hin, allerdings auf ansehnlichem Niveau", erklärte ZEW-Chef Wolfgang Franz.

Zwar habe man bei der Wirtschaftskrise das Schlimmste hinter sich, aber die Sorgen über die Arbeitsmarktentwicklung, Staatsverschuldung und den Euro seien nicht geringer geworden. "Möglicherweise steht uns eine Wellblechkonjunktur bevor", meinte der Wirtschaftswissenschaftler.

Die befragten Finanzmarktexperten erwarten, dass sich auch in den kommenden sechs Monaten die deutsche Konjunktur langsam von der Wirtschaftskrise erholen wird. Die Geschäftsaussichten für Konsum und Handel sowie die Automobilindustrie blieben allerdings weiterhin schwach.

APN APN

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