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ARD-Bericht: Überhöhte CO2-Werte auch bei Opel

Seit Wochen steht Volkswagen wegen falscher Angaben bei Emissionen im Visier der Justiz. Nun droht auch Opel Ärger: Dem ARD-Magazin "Monitor" zufolge soll der Konzern beim Opel Zafira deutlich überhöhte CO2-Werte festgestellt haben. Der Autobauer bestreitet das.

Opel stellte bei einer Prüfung deutlich erhöhte CO2-Werte fest

Opel stellte bei einer Prüfung deutlich erhöhte CO2-Werte fest

Der Autobauer Opel muss mit unangenehmen Konsequenzen rechnen: Der Konzern soll in einer eigenen Prüfung deutlich überhöhte CO2-Werte gemessen haben, wie das ARD-Magazin "Monitor" berichtet. Demnach führte Opel Ende Oktober in seinem Prüflabor in Rüsselsheim drei Messungen durch. Verbrauch und CO2-Emissionen bei einem Opel Zafira Diesel hätten im Durchschnitt 15 Prozent über den offiziellen Angaben gelegen, berichtet "Monitor". Das Protokoll liege der Redaktion vor.

Opel weist die Vorwürfe zurück. Die Behauptung sei falsch, erklärte der Hersteller: "Die CO2-Angaben sind korrekt." Opel erfülle die gesetzlichen Vorschriften. Die Behauptung einer Überschreitung um 15 Prozent lasse sich nur dadurch erklären, "dass Monitor von einem falschen Zertifizierungswert ausgeht". Mit anderen Worten: Das Magazin habe nicht dasselbe Modell mit identischer Ausstattung zugrunde gelegt.

Aus Sicht von "Monitor" drohen Opel erhebliche finanzielle und strafrechtliche Konsequenzen, sollten sich die Messungen bestätigten. Denn nach geltender Rechtsprechung hätten Verbraucher ab einer Überschreitung von 10 Prozent Anspruch auf eine Minderung des Kaufpreises.

"Wenn ein Fahrzeug im Prüfzyklus mehr klimaschädliches CO2 ausstößt als bei der Zulassung angegeben, drohen Steuernachzahlungen für die Fahrzeughalter und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen sowie Schadensersatzansprüche der Halter gegen den Hersteller", zitiert "Monitor" den Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Er fordert das Kraftfahrbundesamt (KBA) auf, dem Fall nachzugehen.

kis