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Prokon-Insolvenz: Anleger sollen auf Kapital verzichten

Die Insolvenz des Windkraft-Unternehmens Prokon kommt die Anleger teuer zu stehen. Einem Medienbericht zufolge werden sie voraussichtlich etwa die Hälfte ihres Kapitals verlieren.

Das Windenergie-Unternehmen Prokon meldete dieses Jahr Insolvenz an

Das Windenergie-Unternehmen Prokon meldete dieses Jahr Insolvenz an

Die Anleger der insolventen Windenergie-Firma Prokon müssen nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" damit rechnen, rund die Hälfte ihres eingesetzten Kapitals zu verlieren. Das gehe aus einem Schreiben des Insolvenzverwalters Dietmar Penzlin an die rund 75.000 Investoren hervor, berichtete das Blatt (Samstag). Penzlin selbst war am Samstag zunächst nicht zu erreichen. Nach seinen früheren Angaben werden die Anleger 40 bis 70 Prozent ihres Kapitals von etwa 1,4 Milliarden Euro verlieren.

Penzlin wolle Prokon über ein Insolvenzplanverfahren sanieren, berichtete die "Wirtschaftswoche". Dazu sollten die Gläubiger in einem ersten Schritt einen "Teilverzicht im Bereich von 50 Prozent" ihrer Forderung zustimmen, zitierte das Magazin aus dem Schreiben. Anschließend sei die Ausgabe einer börsennotierten "langlaufenden festverzinslichen Anleihe" geplant, die etwa 30 Prozent der offenen Forderungen abdecken solle. Wie der Rest der Ansprüche beglichen werden kann, solle eine Umfrage unter den Gläubigern zeigen.

Das Windenergie-Unternehmen war Anfang des Jahres in Probleme geraten und im Mai in das Insolvenzverfahren gegangen. Den Abschluss der Prokon-Sanierung peilt Penzlin im ersten Halbjahr 2015 an.

kup/DPA / DPA