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Mehr ist nicht immer besser Warentest prüft Nassrasierer: Zwei Klingen sind besser als fünf

Warentest hat 25 Rasierer geprüft (Symbolbild)
Warentest hat 25 Rasierer geprüft (Symbolbild)
© PeopleImages / Getty Images
Auch wenn Bärte in sind wie nie: Um die gelegentliche Nutzung eines Rasierers kommen die meisten Männer im Alltag nicht herum. Doch muss es wirklich das Modell mit den meisten Klingen sein? Das hat Stiftung Warentest nun geprüft.

"Gibt es eigentlich einen Grund dafür, dass Rasierklingen mehr als ein Auto kosten?", fragte US-Comedian Jim Gaffigan schon vor Jahren feixend. Und tatsächlich müssen Männer, die sich täglich rasieren, sich das ordentlich kosten lassen: Bis zu 25 Cent pro Rasur rechnet Warentest bei den 25 geprüften Nassrasierern. Eine ordentliche Rasur gibt es aber schon günstiger. Die Anzahl der Klingen sagt indes nichts über die Qualität aus.

Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Wer sich regelmäßig rasiert, sollte in einen Systemrasierer mit wechselbaren Klingen investieren. Die Einwegrasierer schnitten im Test durchweg schlechter ab. Zwar konnten auch sie durchaus sauber rasieren, weil sie dabei aber schlechter über die Haut gleiten und zudem schneller abstumpfen, schaffte kein einziges der acht getesteten Modelle eine "gute" Gesamtnote. Bei den Systemrasierern war es genau umgekehrt: Alle sind "gut". Trotzdem gibt es durchaus Unterschiede.

Mehr Klingen sind nicht besser

Die von den Herstellern so gerne als Kaufargument angeführte Anzahl der Klingen sagt aber wenig über die Qualität der Rasur aus: Am saubersten schneidet ausgerechnet der Gillette Skinguard - der einzige Rasierer im Testfeld mit nur zwei Klingen. Er macht auch seinem Namen alle Ehre und schont als einziges Modell "sehr gut" die Haut. Weil die Klingen aber etwas schneller abstumpfen als beim Testsieger, reicht es mit einer Gesamtnote "gut" (1,8) nur für den zweiten Platz. Zudem ist der Skinguard auf Dauer recht teuer: Weil man die Klingen öfter wechseln muss und eine im Schnitt 3,70 Euro kostet, rechnet Warentest mit einem Preis von 25 Cent pro Rasur. Die teuerste im Test.

Der Testsieger ist allerdings kaum billiger. Der ebenfalls von Gillette stammende Fusion5 Proglide rasiert mit seinen fünf Klingen nur minimal schlechter, ist auch etwas weniger hautschonend als der Skinguard. Dafür hält die Klinge aber deutlich länger durch. Weil der Nachschub mit 4,13 Euro pro Klinge aber recht teuer ist, hält sich die Ersparnis in Grenzen. 23 Cent kostet eine Rasur des mit "gut" (1,7) bewerteten Rasierers.

Es muss nicht teuer sein

Erst auf Platz drei wird es etwas günstiger: Obwohl der Mach3 ebenfalls aus dem Hause Gillette stammt, zahlt man hier nur 14 Cent pro Rasur. Der Dreiklingenrasierer schneidet dabei fast so gut wie die beiden teuren Geschwister, ohne sich echte Schwächen zu leisten. Die Gesamtnote "gut" (1,9) macht ihn in Kombination mit dem Preis zum attraktivsten der drei Gillette-Modelle auf dem Treppchen. 

Deutlich günstiger wird es dann erst weiter hinten im Testfeld. Der Biocura Man Delta 4 Sensitiv  (Aldi Nord) und der Olympia Razor for Men 4-Klingen (Aldi Süd) unterscheiden sich weder bei den Teilnoten noch im Preis. Ob sie baugleich sind, verrät Warentest aber nicht. Die Aldi-Rasierer teilen sich zwar Platz elf, sind in ihrer Gesamtnote aber immer noch "gut" (2,4). Dabei liegen sie bei Rasur und Hautschonung sogar kaum hinter den Spitzenplätzen. Zum Verhängnis wird ihnen nur die schwache Haltbarkeit der Klingen. Weil eine Ersatzklinge aber gerademal 65 Cent kostet, kommt der Discounter-Rasierer trotzdem auf einen Preis von nur 5 Cent pro Rasur. Das ist günstiger als jeder andere Systemrasierer im Test.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de

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