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Energiekrise Nächster Stromanbieter meldet wegen hoher Energiepreise Insolvenz an

Hohe Energiepreise zwingen Stromanbieter in die Knie
Stromanbieter können den hohen Energiepreisen nicht standhalten (Symbolfoto)
© Christoph Hardt/Geisler-Fotopres / Picture Alliance
Erst vergangene Woche ging ein Stromanbieter wegen der hohen Energiepreise insolvent. Jetzt hat der nächste Stromanbieter Insolvenz angemeldet. Die Energiekrise zwingt Unternehmen zunehmend in die Knie.

Die Energiepreise befinden sich derzeit auf einem extremen Hoch. Neben Öl ist auch Strom und Erdgas teurer als noch im vergangenen Jahr. Die Energiekrise hat nun das Hamburger Energieunternehmen "Smiling Green Energy" in die Zahlungsunfähigkeit geführt. Der Anbieter, der unter der Marke "Natürlich-grün-Strom" private und gewerbliche Kunden mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt, hat Insolvenz beantragt. Das berichtete die Wirtschaftswoche am Dienstag. 

Das Hamburger Amtsgericht bestellte den Juristen Tobias Brinkmann, Partner der Insolvenzkanzlei Brinkmann & Partner, zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Nun gilt es, zu "prüfen, ob es möglich ist, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten", erklärt Brinkmann gegenüber der Zeitschrift. 

"Der rasante Anstieg der Energiepreise war der zentrale Auslöser der Insolvenz von Smiling Green Energy", so der Jurist. Wenn ein Unternehmen mit seinen Kunden länger laufende Verträge zu niedrigeren Preisen vereinbart habe, "jetzt aber teuer am Spotmarkt einkaufen muss, um die Verträge zu erfüllen, führe das zwangsläufig zu Problemen". Brinkmann zufolge stehe "die gesamte Branche unter erheblichem Druck". Die Insolvenz von Smiling Green Energy sei "damit womöglich nur der Auftakt zu weiteren Insolvenzen im Markt".  

Energiekrise: Nächster Stromanbieter meldet wegen hoher Energiepreise Insolvenz an

Weiterer Strom- und Gasanbieter insolvent

Vergangene Woche hatte bereits der Strom- und Gasanbieter "Otima" Insolvenz angemeldet. Grund dafür seien "massiv gestiegene Großhandelspreise" und der "massive Anstieg der Vorauskasse- und Sicherheitsleistungen", die das Unternehmen an seine Marktpartner zahlen musste. Weiter spricht "Otima" auf seiner Homepage von "starken Einschränkungen hinsichtlich der verfügbaren Mengen auf der Beschaffungsseite aufgrund der (…) resultierenden eingeschränkten Liquidität des Unternehmens". Zudem sei der Vorlieferant für Strom weggefallen und das Unternehmen habe in der Folge keinen neuen Vorlieferanten finden können. "Otima" stellte die Stromversorgung seiner Kunden schließlich zum 12. Oktober ein.

Quellen: Wirtschaftswoche, Otima


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