Facebook und Google überbieten sich beim Angebot neuer Dienste. Amerikanische Nutzer haben jetzt Zugriff auf ein Programm, mit dem sie mobil den Kurznachrichtendienst von Facebook nutzen können. Ein ähnliches Feature wurde erst vor Kurzem auf Google+ eingeführt. Am Ende könnte es viele Gewinner geben und einen Verlier: die SMS.

Das Internet hat verändert, wie wir uns schreiben, soziale Netzwerke ändern, wie wir miteinander "reden"© Armin Weigel/DPA
Einen Kurznachrichten-Dienst für Smartphones hat Facebook in den USA gestartet. Nutzer können sich für ihr Telefon seit Dienstag das Miniprogramm Facebook Messenger herunterladen, mit dem sie anderen Facebook-Nutzern einfach und schnell Botschaften senden können. Die Empfänger können die Nachrichten auf ihrem Smartphone, auf der Internetseite von Facebook oder - wenn sie dies einrichten - auch auf einem normalen Handy lesen. Der Dienst ist somit eine kostenlose Alternative zur SMS. In Deutschland ist die App, die es für das iPhone von Apple und Smartphones mit dem Google-System Android gibt, allerdings noch nicht verfügbar. Facebook reagiert damit offenbar auf ein vergleichbares Angebot des neuen Konkurrenten Google+. Der Internetriese hat in sein vor wenigen Wochen gestartetes soziales Netzwerk den Dienst Huddle eingebaut, der genauso wie der Facebook Messenger Nachrichten vom Smartphone an einen oder mehrere Empfänger erlaubt. Bei Facebook sind diese Kurzbotschaften in die normale Nachrichtenfunktion integriert, die auch E-Mails und normale Facebook-Nachrichten bündelt. Bei Google+ sind alle diese Dienste hingegen getrennt.