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14. Mai 2010, 14:39 Uhr

Facebook schlägt Alarm bei verdächtigen Log-ins

Das soziale Netzwerk Facebook hat eine neue Sicherheitsfunktion eingerichtet: Die Nutzer können festlegen, wo sie sich standardmäßig einloggen. Greift jemand von einem anderen Gerät auf das Profil zu, gibt das System Laut.

Facebook, Mark Zuckerberg, Kritik, soziales Netzwerk

© Thierry Roge/Reuters

Das Internet-Kontaktnetzwerk Facebook will die Mitgliederkonten seiner Nutzer künftig besser vor dem Zugriff durch Fremde schützen. Dazu habe Facebook neue Sicherheitsfunktionen eingeführt, erklärte das Unternehmen. EU-Datenschützer kritisierten Facebook für die Weitergabe von Nutzerdaten an Partnerunternehmen und Änderungen bei den Grundeinstellungen zum Datenschutz in den Mitgliederkonten.

Facebook-Mitglieder könnten künftig sehen, wenn Unbekannte versuchten, über einen fremden Computer oder andere Geräte Zugriff auf ihr Facebook-Konto zu bekommen, erklärte das Unternehmen. Die Nutzer würden per E-Mail oder per SMS auf ihrem Handy benachrichtigt, wenn sich jemand von einem unbekannten Gerät aus an ihrem Facebook-Konto zu schaffen zu mache.

Mitglieder des Online-Netzwerks könnten künftig in ihrem Nutzerkonto in einer speziellen Liste all ihre Computer, Notebooks oder Handys registrieren, mit denen sie gewöhnlich auf das Netzwerk zugreifen, erklärte das Unternehmen. Habe ein Nutzer seine Geräte einmal in der Liste registriert und jemand greife von einem fremden Computer aus auf dessen Konto zu, dann werde dieser dazu aufgefordert, sein Gerät zu identifizieren.

Mitglieder des Netzwerkes, die mit einer Warn-E-Mail auf den Zugriff durch Fremde hingewiesen würden, erhielten dann Hinweise, wie sie ihr Passwort zum Schutz ihres Kontos ändern und wie sie bestimmte Geräte für den Zugriff blockieren könnten, teilte Facebook mit. Auch habe das Unternehmen Schutzfunktionen wie etwa Kontrollfragen zum Geburtsdatum eingebaut, um einen Fremdzugriff auf Nutzerkonten zu verhindern.

"Inakzeptable Grundeinstellungen"

EU-Datenschützer kritisierten unterdessen die kürzlich eingeführten Änderungen bei den Grundeinstellungen zu den Nutzerdaten in den Mitgliederkonten von Facebook als "inakzeptabel". Facebook habe die Einstellungen "fundamental zum Nachteil" der Mitglieder des Online-Netzwerkes geändert, erklärte die sogenannte Artikel-29-Datenschutzgruppe am Donnerstag. Dadurch gäben die Nutzer, wenn sie die Einstellungen nicht entsprechend änderten, von Beginn an zahlreiche Informationen von sich preis. Die Datenschutzgruppe ist nach Artikel 29 der EU-Datenschutzrichtlinie von 1995 benannt, mit dem sie ins Leben gerufen wurde.

Es müsse "eine eindeutige Wahl des Nutzers" sein, welche Daten veröffentlicht würden, erklärte die Datenschutzgruppe. Die Weitergabe von Mitgliederdaten müsse "auf selbst ausgewählte Mitglieder beschränkt" bleiben.

Erst vergangene Woche hatten mehrere Daten- und Verbraucherschutzorganisationen in den USA Facebook wegen seiner Geschäftspraktiken verklagt. Facebook steht bei Datenschützern immer wieder für seinen Umgang mit Mitglieder-Daten in der Kritik.

AFP
 
 
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