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28. Januar 2009, 15:18 Uhr

Zu modern für die Firmen-IT

In vielen Firmen prallen Welten aufeinander: Die jungen Angestellten wollen auch im Job nicht auf MP3-Player, Smartphone und die Social Community verzichten, während die IT-Abteilung um die Sicherheit der Unternehmenstechnik kämpft. Häufig wissen beide Seiten gar nichts voneinander.

Die privaten Smartphones der Mitarbeiter beschäftigen viele IT-Abteilungen© Colourbox

Mitarbeiter schleppten derzeit eine richtige "Schatten-IT" in die Unternehmen, sagte Tönnies von Donop, Geschäftsführer bei der Beratungs-Agentur Accenture zur Vorstellung einer neuen Studie. Der Anspruch vieler junger Leute, auch während der Arbeit nicht auf die modernen Kommunikationsmittel zu verzichten, berge hohe Sicherheitsrisiken. So könnten unter Umständen auch geschäftsinterne Informationen ungewollt über soziale Netzwerke nach außen gelangen.

Auf die Kommunikation über Instant Messaging oder soziale Netzwerke sowie die Nutzung von mobilen Internet-Geräten oder Anwendungen aus dem Netz wollten die heute 14- bis 32-Jährigen auch während der Arbeit nicht mehr verzichten. Dadurch entstünden zwar neue positive Impulse für die Unternehmen. Etwa jeder zweite der jungen Mitarbeiter täte das allerdings ohne das Wissen seines Arbeitgebers. Jeder fünfte berufstätige Befragte wisse nicht einmal, ob es bei seinem Arbeitgeber entsprechende Richtlinien zur Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook gibt. "Das wird ein Härtetest für die Unternehmen", sagte Tönnies von Donop.

"Die Firmen laufen der Entwicklung hinterher"

Die als "Millenials" bezeichnete Altersgruppe sei den neuesten Techniken und Kommunikationsmitteln gegenüber heute deutlich aufgeschlossener als die Unternehmen. "Früher gab es die neueste Technik am Arbeitsplatz. Heute laufen die meisten Firmen der Entwicklung hinterher." Auf diese Veränderung müssten die Firmen jedoch mit neuen IT-Sicherheitsstrategien reagieren, um keine zusätzlichen Sicherheitsrisiken einzugehen, sagte Tönnies von Donop. Unternehmen sollten einen "Wildwuchs" bei den Geräten vermeiden. So müssten zum Beispiel auch die populären Smartphones beim firmeninternen Einsatz mit Sicherheits-Software bestückt werden.

Die Beratungs-Agentur Accenture mit deutschem Sitz in Kronberg im Taunus hat für ihre repräsentative Studie 570 Menschen in Deutschland zwischen 14 und 32 Jahren befragt. Alle berufstätigen Befragten verbringen den größten Teil ihrer Arbeit mit IT-gestützten Tätigkeiten.

 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Eisenbaer (31.01.2009, 13:10 Uhr)
In unsrem Unternehmen....
...arbeiten die Mitarbeiter in sensiblen Bereichen nur in "abgeschirmten" Gebäuden. Wollen Sie in denen mit einem Handy telefonieren, dann geht das nicht ohne zumindest ein Fenster zu öffnen und sich weit aus diesem lehnen.... ;-))

Außerdem sind die PC so konfiguriert, dass die Nutzung eines USB-Sticks nur mit einer Freischaltung des Anschlusses durch die IT möglich ist. Dito wird ein CD/DVD-Laufwerk auch nur nach durch den Vorgesetzten genehmigten Antrag von der IT eingebaut. Und wer darüber meckert, darf dann für ein, zwei Stunden die interne "Schulbank drücken" und sich ein paar Vorträge über die Schattenseiten der IT anhören. Danach ist der Betreffende meist geläutert und weiß andererseits genau um die Zusammenhänge zwischen IT-Sicherheit, persönlichem Vergnügen, Abmahnungen und persönlichen Konsequenzen bis hin zum abrupten Ende seiner derzeitigen Erwerbstätigkeit... ;-))

Für die Jugend zwischen 16 und 32 meist ein heilsamer Schock.
Blacky007 (28.01.2009, 20:24 Uhr)
Accenture sollte besser ruhig sein
Wer es schafft, für 16 Mio. die wohl vermurksteste, überteuertste und fehlerhafteste Plattform aller Zeiten zu errichten (arbeitsagentur.de), sollte nicht Kompetenz heucheln, denn sie haben sehr eindrucksvoll bewiesen, dass sie die nicht haben!
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