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Temperaturschwindel in der Waschmaschine

Wo 60 Grad draufsteht, sind häufig nur 40 drin. Um das begehrte Effizienzlabel zu erhalten, wird schamlos mit dem Temperatur geschummelt. Endlose Waschgänge gleichen die fehlende Hitze aus.

  Im Dauertest versagten zwei Modelle.

Im Dauertest versagten zwei Modelle.

Eine gute Einstufung beim Energielabel ist den Waschmaschinen-Herstellern viel wert. Aber es ist gar nicht so leicht, die begehrte Auszeichnung "A+++" zu erhalten. Häufig hilft ein Trick: Die meiste Energie wird für das Erhitzen des Wassers benötigt, also bleibt es einfach kälter. Am Schalter steht zwar 60 Grad - in der Trommel sind es nur noch 40. Um trotzdem eine vernünftige Reinigung hin zu bekommen, werden die Programme einfach verlängert. Eine Waschdauer von über drei Stunden ist dann normal. Wenn mehrere Maschinen hintereinander gewaschen werden sollen, ergeben sich ärgerliche Wartezeiten.

Wer die höhere Temperatur wählt, um Krankheitserreger und Keime abzutöten, wird übel getäuscht. Viele Erreger sterben nur bei der höheren Temperatur ab, das lauwarme Bad schadet ihnen nicht.

Einen Ausweg bieten Maschinen, die zwei Programme mit 60 Grad anbieten. Nur das Eco-Programm belässt es bei lauwarmem Wasser, das normale Programm heizt auf 60 Grad auf. Die beworbenen Energieeinstufung erreicht man damit allerdings nicht.

Abgesehen von diesem üblen Trick fiel das Ergebnis des Tests positiv aus. Alle Maschinen wuschen zunächst vernünftig. Nur die günstigen Maschinen von Candy und Gorenje hatten Probleme in dem Testabschnitt, der einen Zeitraum von zehn Jahren simulierte. Die Candy EVO 1483DW fiel mit mit "Mangelhaft" durch, die Gorenje WA72149 erzielte nur ein "Ausreichend", alle anderen bekamen von der Stiftung Warentest ein "Gut".

Zwar unterscheiden sich die Urteile in Feinheiten, doch in den Wertungsnoten liegen die Maschinen so eng zusammen, dass sich die große Preisunterschiede mit dem Test nicht erklären lassen. Eine mit "Gut" ausgezeichnete Whirlpool AWO 6S545 kostet immerhin nur ein Drittel des Preises, der für die Testsieger von Miele verlangt wird.

Mehr Informationen zu dem Test sind unter www.test.de/waschmaschinen gegen eine Gebühr erhältlich.

Gernot Kramper

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