Kartendienst-Panne schickt Nutzer in die Wildnis

10. Dezember 2012, 10:30 Uhr

Die australische Polizei warnt vor Apples Kartendienst: Wer in die Kleinstadt Mildura will, wird vom iPhone in den 70 Kilometer entfernten Nationalpark geschickt. Das kann tödliche Folgen haben.

Die australische Polizei hat vor Navigationshinweisen von Apple iPhones gewarnt, durch die mehrere Nutzer bei Hitze in einen abgelegenen Nationalpark ohne Versorgungsmöglichkeiten geleitet wurden. Wenn es dort 45 Grad heiß sei, könnte "jemand sterben", sagte der Polizeiinspektor Simon Clemence dem Rundfunksender ABC zu den Vorfällen im Murray Sunset National Park im Bundesstaat Victoria.

Die bekannt gewordenen Irrtümer ereigneten sich, als Nutzer von iPhones versuchten, mit Hilfe der elektronischen Daten in die Stadt Mildura zu gelangen. Die vom Handy übermittelten Daten leiteten sie zu einem Standort, der 70 Kilometer weit von Mildura entfernt liegt. Die Polizei wies darauf hin, dass in dem Nationalpark keine Wasserversorgung gewährleistet werden könne. Dadurch werde die ganze Sache "lebensbedrohlich".

Nach Angaben der Polizei wurden mindestens fünf Fahrer durch ihr iPhone in die Irre geleitet. "Einer war so weit draußen, dass er keinen Handy-Empfang mehr hatte, und er saß da fest und blieb stecken," sagte Polizeichef der Gegend um Mildura, Simon Clemence. Der Mann habe daher seinen Wagen stehen gelassen und 24 Stunden zu Fuß gebraucht, um einen Ort mit Handyempfang zu erreichen. Dann habe die Polizei ihn endlich retten können. Apple nahm zunächst keine Stellung zu den falschen Navigationshinweisen für Mildura. Der US-Konzern verwies aber auf eine frühere Stellungnahme, wonach er alles tue, um die Mängel in seinem Karten-Programm für das neue iPhone 5 zu beheben.

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