8. November 2012, 10:25 Uhr

Foxconn verzweifelt am iPhone 5

Gerüchte gab es schon lange, jetzt hat der Firmenchef öffentlich zugegeben: Foxconn kommt nicht nach mit der Produktion des iPhone 5. Schuld an den Problemen sei nicht nur die hohe Nachfrage.

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Die große Nachfrage nach dem iPhone 5 lässt den taiwanischen Apple-Zulieferer Foxconn an seine Grenzen stoßen. "Wir können Apples Aufträge nicht erfüllen", sagte Foxconn-Gründer Terry Gou vor Journalisten. Sein Unternehmen werde der hohen Nachfrage mit seinen Lieferungen nicht gerecht. Gou machte für die Verzögerungen aber auch das Design des iPhone 5 verantwortlich, das sehr kompliziert sei, was den Zusammenbau der Multimediahandys erschwere. Auf die Frage, ob innerhalb des Konzerns ein anderer Unternehmenzweig ebenfalls in die Produktion einsteigen könnte, wollte er sich nicht äußern.

Foxconn ist der weltgrößte Hersteller von Computer- und Elektronikteilen und produziert für Unternehmen wie Apple, Sony, Intel und Nokia. Der Konzern beschäftigt in China 1,2 Millionen Menschen, steht aber seit Jahren wegen seiner Arbeitsbedingungen in der Kritik. Im Jahr 2010 hatte es eine Reihe von Selbstmorden von Angestellten gegeben, die Aktivisten mit den Zuständen in den Fabriken in Verbindung brachten. Kürzlich geriet das Unternehmen durch zwei Streiks tausender Arbeiter und die Beschäftigung von Minderjährigen in einer chinesischen Fabrik wieder in die Schlagzeilen.

san/AFP
 
 
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