Apple-Kunden fahren aufs goldene iPhone 5S ab

20. September 2013, 11:40 Uhr

Tokio, London, Peking: Der weltweite Verkaufsstart der neuen iPhone-Modelle führte vor vielen Geschäften zu langen Schlangen. Die Lieferung kann sich bis Oktober verzögern.

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Anstehen für ein 5S: Auch vor Apples Flagship-Store in London gab es lange Schlangen zum Verkaufsstart der neuen iPhone-Modelle©

Das neue Top-Modell des Elektronikherstellers Apple, das iPhone 5S, ist zum Verkaufsstart nur schwer zu bekommen. In deutschen Online-Store von Apple stieg die angegebene Lieferzeit am Freitagmorgen bereits auf Oktober an. Das günstigere iPhone 5C war dagegen noch innerhalb eines Zeitraums von spätestens drei Tagen zu bekommen. Auch aus den Ladengeschäften der Marke, wo weltweit hunderte Menschen Schlange standen, wurde berichtet, dass die Bestände der 5S-Geräte rasant zur Neige gingen. Besonders die neue Farbe Gold sei schnell vergriffen.

Vor dem Apple-Geschäft in Tokio bildete sich am frühen Morgen eine Schlange von etwa einem Kilometer Länge, wie die Polizei mitteilte. Auch vor den Läden von Mobilfunkanbietern standen die Käufer an. Wer in Japan einen Zwei-Jahres-Vertrag abschließt, bezahlt das Handy über monatliche Raten - muss also beim Erwerb kein Geld auf den Ladentisch legen.

In Australien und in China dagegen müssen Käufer für das Modell 5S umgerechnet 785 Euro beziehungsweise 520 Euro bezahlen. In Sydney war der Ansturm daher deutlich geringer als vor einem Jahr, als das iPhone 5 in den Verkauf ging. "Vor einem Jahr stand hier um dieselbe Zeit eine lange Schlange von Leuten", sagte der 33-jährige Jimmy Gunawan. Am Freitag konnte er den Laden gleich betreten. In Peking sagte der Analyst Wang Ying von iResearch, die neuen Modelle seien ihren Preis nicht wert.

Marktanteil auf 13 Prozent gesunken

Apple bringt erstmals zwei verschiedene neue Modelle seines iPhones gleichzeitig auf den Markt: das günstigere iPhone 5C mit bunten Farben und viel Plastik - "C" steht für "color" - sowie das edlere und teurere Modell 5S. Zu den Neuerungen beim iPhone 5S gehört ein Fingerabdrucksensor, der die Eingabe eines Passworts ersetzt. Zudem wartet es mit einem schnelleren Prozessor, einer verbesserten Kamera und einem leistungsfähigeren Akku auf. Beide Smartphones laufen mit dem neuen Betriebssystem iOS 7.

Mit der etwa 100 Euro günstigeren Variante 5C will Apple Analysten zufolge mehr Handys in Schwellenländern wie China verkaufen. Ein Niedrigpreis-Smartphone plant der US-Konzern seinem Chef Tim Cook zufolge aber nicht: "Wir sind nicht im Ramsch-Geschäft", sagte Cook in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin "Bloomberg Businessweek". Der wachsende Marktanteil für günstigere Smartphones von Wettbewerbern bereite ihm keine schlaflosen Nächte. "Weil das einfach nicht das ist, was wird sind", sagte Cook.

Apples Marktanteil ist laut der Markforschungsfirma IDC zuletzt auf rund 13 Prozent gesunken. Branchenkenner vermuten, dass sich der US-Konzern angesichts der Preisgestaltung beim iPhone 5C nur schwer in breiteren Käuferschichten durchsetzen können wird.

iPhone 5C und iPhone 5S
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