Egal, ob Nahrung als Feind oder als Freund gilt: Stehen Kalorien und Nährstoffe allein im Mittelpunkt des Denkens, wird Essen zu einem Problem und das zwanghafte Tun zu einer Krankheit.

Wer dauernd Gegessenes wieder erbrechen möchte, hat eine Ess-Störung© Colourbox.com
Sie knabbern den ganzen Tag über an einer Scheibe Knäckebrot. Sie essen keinen Keks-Krümel, ohne vorher die Nährwertangaben auf der Packung studiert zu haben. Oder sie können vier Stücke Torte auf einmal verschlingen. Immer wenn Menschen ein extremes Essverhalten an den Tag legen und sich über das definieren, was sie essen, sprechen Fachleute von einer Ess-Störung.
Experten schätzen, dass mehrere hunderttausend Deutsche essgestört sind. Sie haben die Grenze vom bewussten Essen zur Krankheit überschritten. Die Themen Nährwert, Kalorien, Figur und Körpergewicht haben die Kontrolle über ihr Leben übernommen.
Essstörungen haben viele Formen, es gibt:
An Magersucht erkranken vor allem Mädchen und junge Frauen. Getrieben von der Angst zuzunehmen, wollen sie nur eines: dünn, dünner und noch dünner werden. Für dieses Ziel fasten und joggen sie bis zur völligen Auszehrung. Selbst wenn sie nur noch Haut und Knochen sind, können sie nicht aufhören zu hungern. Manche sind so unterernährt, dass sogar die Regelblutung ausbleibt.