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Viele Computer-Anwender kennen das Shareware-Prinzip bereits, seit sie ihren Rechner zum allerersten Mal eingeschaltet haben. Viele von den älteren PC-Freaks haben das Abenteuer Shareware aber noch von den Anfängen an miterlebt. "Erfunden" wurde das Test-vor-dem-Kauf-Prinzip vom Amerikaner Jim Knopf.
Das kleine Gespenst, Schlupp vom grünen Stern oder der Drache Malzahn erscheinen in einer voll digitalisierten Welt wie Wesen aus einer anderen Zeit. Doch die Helden der Augsburger Puppenkiste verlangen ihren Fans auch nach 60 Jahren noch viel ab - vor allem Fantasie.
Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, feiern ihren 50.: Am 9. August 1960 erschien Michael Endes Kinderbuchklassiker. Seither haben die beiden Helden Millionen begeistert - als Buch und auch als Marionetten. Was wissen Sie über Lummerland und seine schrägen Bewohner?
Oder: Warum es sich schwer machen, wenn es lustig geht, oder was? Worum es heute geht: Kleine Entschuldigung, große Gefühle, Jim-Knopf-Ich-Weiß-Nicht-Die-Wievielte, Geschwister-Komik, glühende Wangen, Papi-Blödsinn (zu wenig), Papi-Ernst (zu viel) und Zero 7. Tja, nun hab' ich viel zu voreilig auf der neuen Facebook-Seite "Der getrennte Papi" vor einigen Tagen angekündigt, der nächste Papi-Streich folge sogleich, tja, das ist auf dem Fuße die Rache der modernen Medien, die nix verzeihen - steht's erstmal irgendwo und im Netz ganz besonders, dann steht's da eben, selbst, wenn ich's gelöscht hätte, dann hätte es da eben mal gestanden und..., tja, so simpel ist das heutzutage mit den "Meedchen". Und dann kam noch das Malheur hinzu, dass ich aus Versehen die erste Version von "Einfache Sachen" tatsächlich gelöscht habe, wie doof. Immerhin, jetzt also die 24. Lieferung des getrennten Papi, das mag der Einen oder anderen Leserin oder dem einen oder anderen Leser kaum einer Rede Wert sein. Für den getrennten Papi war's bislang ein langer Weg, wenn auch in vergleichsweise kurzer Zeit (die erste Lieferung erfolgte Ende Juni). Merkwürdig, diese Zeit ist so rasch verstrichen und doch scheint es mir, als würde ich den Blog schon viel länger schreiben als ein gutes Quartal. Woran das liegen mag? Es ist Vieles passiert (was sich der getrennte Papi vielleicht nicht gewünscht hätte) und es ist Vieles nicht passiert (was sich der getrennte Papi gewünscht hätte) und vice versa, dass Herz und Kopf randvoll, fast zum Platzen gefüllt sind, mit geordneten und ungeordneten Einflechtungen, Entflechtungen, Verflechtungen. Unterm Strich bleiben erst einmal einfach große Gefühle, von denen der getrennte Papi manches Mal zu viele empfindet, kenne Sie diesen Überdruck auch? Man ist derartig überwältigt, dass es schwerfällt, die emotionale Balance zu halten. Bisweilen verliert sie der getrennte Papi, dann kann es passieren, dass ein Geduldsfaden zu früh reißt und Alexander oder Marie oder auch mal beide Kinder werden zu Recht, aber voll überflüssiger Ungeduld, mal angefahren. Natürlich ist dann ihnen gegenüber ebenfalls eine Entschuldigung fällig. Erschwerend hinzu kommt, dass dem getrennten Papi und seinen Kindern an einem völlig verregneten Nachmittag, den völlig verregnet zu nennen, eine maßlos verregnete Untertreibung ist, einfach nix mehr einfallen wollte, was wir zu Dritt hätten spielen könnten. Dabei war's doch erst früher Nachmittag. Dann schauen sich die Kinder an, es zündet etwas unausgesprochen zwischen ihnen und ich ahne, was nun kommt und ich ahne, dass ich ausgeliefert, hilflos, inkonsequent sein werde. Es ist dieser "Wir-Wissen-Es-Ist-Noch-Zu-Früh-Um-Eine-DVD-Einzulegen"-Blick, verbunden mit den zweiten Blick "Aber-Wir-Wollen-Zu-Gerne-Zum-Keine-Ahnung-Wievielten-Mal-Jim-Knopf-Und-Lukas-Der Lokomotivführer" sehen. Und natürlich wissen Marie und Alexander, dass der getrennte Papi in Wahrheit schon öfter als die Kinder "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", inklusive des legendären Lummerland Liedes (bitte unbedingt auf YouTube hören), geguckt und gehört hat. Weil Frau Waas so herzensgut, Herr Ärmel sehr liebenswert, König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte total schusselig, der Halbdrache Nepomuk (dessen Mutter war bekannter Weise ein Nilpferd) wenig furchteinflössend oder der Scheinriese Tur Tur einfach nur scheinriesig ist. Kurzum: Jim und Lukas rangieren ganz oben auf der Top-Ten-Filmliste des getrennten Papi. Also: ein Berg Kissen auf den Boden geworfen (kuschelig), eine Schale Schokobons (jede Menge) und eine Alibi-Schale Apfelscheiben (weniger jede Menge) in Reichweite aufgestellt und der Regen, der gegen die Scheiben prasselt, ist sofort vergessen und sofort entführen uns die Zippel-Zappel-Marionetten der Augsburger Puppenkiste nach Lummerland und anderswohin. Zwischendurch spielen die Kinder in ihrer eigenen Komik einzelne Szenen nach und lachen sich dabei kaputt bis ihre Wangen so glühen als hätte es Hochsommer und nicht Herbst. Und wenn der getrennte Papi noch mitmacht bei dem herrlichen Blödsinn, dann lieben das die Beiden im Quadrathochdreimalvier, ganz einfach. Der getrennte Papi merkt natürlich, dass er zu oft zu ernst ist und zu oft zu wenig Blödsinn mit seinen Kindern veranstaltet. Dabei wäre das doch eine der wirklich einfachen Sachen, wenn da nicht die eine oder andere Sorge auf der Seele des getrennten Papi lastete, die ihn ein ums andere Mal zu sehr einholt. Aber das kennen Sie bestimmt auch, Grübelei essen Seele auf und damit eine gewisse Langmütigkeit, die hilft, den ganz normalen Wahnsinn im Alltag zu meistern. But who's perfect anyway? Der getrennte Papi ist's jedenfalls auf keinen Fall und er wird's auf keinen Fall werden, schade an sich. Aber, gar nicht schlecht, an diesem Nachmittag gab es Blödsinn en masse der Dreier-Bande zwischen all' den Abenteuern von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer. Inkonsequenz hin oder Inkonsequenz her: Das war einfach herrlich und herrlich einfach. Und zum heutigen Schluss der zweiten Version von "Einfache Sachen" verrate ich noch wie ich auf die Headline gestossen bin. Es gibt da eine CD aus dem Jahr 2001, über die bin ich erst kürzlich gestolpert: Zero 7 haben sie ":simple things" genannt und darauf finden sich so schöne Electronic-Pieces wie "destiny"/"give it away"/"distractions" oder "in the waiting line". Und im Klappentext wird in feiner britischer Ironie festgehalten: "the copyright in this sound recording is owned by Ultimate Dilemma Records". Aber dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...
Oder: Warum wir an einigen Fäden hängen oder uns darin verheddern. Worum es heute geht: Sursulapitschi hat eine schöne Stimme, die sagenhafte Augsburger Puppenkiste, das gelbe U-Boot sorgt für Aufregung unter Wasser, vermisst man eigentlich etwas über Wasser und brauchen die Drei eigentlich mehr Platz oder nicht. Die karierten Vorhänge vor den Bullaugen schunkelten ein wenig hin und her als das kleine, gelbe U-Boot mit Alexander, Marie und dem getrennten Papi immer tiefer ins das Wasser sank. Marie zog sie zurück und vor dem Bullaugen, Steuerbord, tanzte ein buntes Seepferdchen, das größer als ein gewöhnliches Seepferdchen wirkte. Entzückt rief Marie aus: "Das ist doch Sursulapitschi, aus der Augsburger Puppenkiste, wie süss!" Auch Alexander erinnerte sich noch gut, immerhin hatten der getrennte Papi und seine Kinder "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" und "Jim Knopf und die wilde 13" mindestens schon an die zehn Mal gesehen. Und immer wieder hatten sie den einen oder anderen Faden wieder oder neu oder eben nicht entdeckt. Das Seepferdchen fragte: "Wie kommt Ihr denn hierher?" Und die Marie antwortete einfach: "Wir haben uns ein U-Boot gezeichnet, so, wir es haben wollten und dann haben wir es auch gefunden und sind einfach eingestiegen." Das klang für das Seepferdchen so gar nicht phantastisch, war es doch ganz andere Unterwasser-Abenteuer gewohnt. "Das ist eine gute Idee gewesen," fand es nur. "Das muss ich mir merken, wenn ich mir etwas Schönes wünsche, zeichne ich es einfach auf ein Blatt Papier und nehme es mir dann heraus, so könnte ich meinen Verlobten, Schildnöck Uschaurischuum, immer bei mir haben, auch wenn er wieder einmal in den sieben Weltmeeren unterwegs ist, auf der Suche nach Atlantis, zum Beispiel." Wie das entzückende Seepferdchen sprach, hatte es eine gar schöne Stimme, bezaubernd und magisch und schwerelos. Alexander und Marie und der getrennte Papi vergassen, dass sie sich in einem Element - Wasser - bewegten, das ihnen eher fremd war, denn in der Regel bewegten sie sich ja auf dem Wasser und nicht unter ihm. Da wären ihnen sogar die Welten der sagenhaften Augsburger Puppenkiste noch näher mit all' ihren wunderbaren Figuren, die auch einmal jemand zu Papier gebracht hatte, um sie dann in unser Leben zu holen. Das gelbe U-Boot jedenfalls sorgte für jede Menge Aufregung unter Wasser als die Drei darin auf das offene Meer hinaus steuerten, immer begleitet vom Seepferdchen und dessen Begleitern, die im Laufe der Fahrt immer mehr an Zahl zunahmen. Als habe sich rasch herumgesprochen - sofern davon die Rede sein kann, wenn man unterhalb der Wasseroberfläche unterwegs ist - dass da ein ein Mädchen, ein Junge und ein Papi in einem kleinen, gelben U-Boot herum schipperten. Und wie sie das so taten, bemerkten sie, dass sie eigentlich vieles, was sie an Land ihr eigen nannten, hier unten kaum fehlte. Okay, das eine oder andere Kuscheltier vielleicht und das eine oder andere Schokobon und das eine oder andere Schleichfigürchen. Aber eigentlich fühlten sie sich für den Augenblick ganz unten auf dem Meeresboden ziemlich wohl. Und auch dass es eher eng war in ihrem gelben U-Boot störte sie für den Moment ganz und gar nicht, sie hatten schließlich sich. Und wie das Seepferdchen Sursulapitschi draussen an den Bullaugen an seinen Fäden vorbei tänzelte, fragte sich der getrennte Papi: "Hängen wir nicht auch an dem einen oder anderen Lebens-Faden und verheddern wir uns nicht manches Mal darin?" Dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...
Die Augsburger Puppenkiste hat jetzt ihr eigenes Museum. Ministerpräsident Edmund Stoiber eröffnete das neue Museum feierlich. Jim Knopf, Urmel aus dem Eis, der kleine König Kalle Wirsch und noch viele mehr erwarten den Besucher.
Der Vater der Shareware. So nannte Peter Norton (Norton Commander) vor Jahren den Amerikaner Jim Knopf, der seine Software unter dem Pseudonym Jim Button veröffentlichte. 1982 wird allgemein als das Geburtsjahr der Shareware angesehen.
Die Augsburger Puppenkiste hat trotz ihrer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte ihre Macher nicht reich gemacht.
Mia hat ihre Spitzenposition bei den beliebtesten weiblichen Vornamen verteidigt. Auch sonst blieben die deutschen bei der Namensgebung ihrer Babys sehr konstant - nur bei den Jungen gibt es einen neuen Sieger.
Fragen Sie doch die Zugeknöpften. Ich benutze immer Klettverschlüsse, meint Jim Knopf aus Hamburg. Alle Antworten
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