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1. November 2007, 13:44 Uhr

Joanne K. Rowling gegen Potter-Lexikon

Das schmeckt ihr gar nicht: In den USA soll ein Lexikon über Harry Potter erscheinen - und die Autorin ist nicht Joanne K. Rowling. Die sieht nun ihre Urheberrechte verletzt und reichte eine Klage ein. Nicht ganz unwichtig: Rowling plant ebenfalls eine Enzyklopädie über ihren Helden zu veröffentlichen.

Sieht ihre Urheberrechte verletzt: Harry Potter Autorin Joanne K. Rowling© Robert Ghement/DPA

Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling hat in den USA Klage gegen die Veröffentlichung eines Potter-Lexikons eingereicht. Zusammen mit dem US-Filmstudio Warner Bros unternahm sie die Rechtsschritte gegen den amerikanischen Verlag RDR Books vor einem Gericht in New York. Das Buch verletze ihre Urheberrechte, teilten die britische Autorin und Warner Bros am Mittwochabend mit.

Rowling selbst plant, eine Potter-Enzyklopädie für einen guten Zweck herauszubringen. Sie könne deshalb keine "Begleitbücher" billigen, die ihrer eigenen Enzyklopädie vorausgreifen und einzig dem Profit der Autoren dienten. "Die Verlierer wären Wohltätigkeitsorganisationen."

Autor des Lexikons ist Steve Vander Ark, der bereits ein großes und beliebtes Internetlexikon über den berühmten Zauberlehrling veröffentlicht hat. Das Buch soll in Großbritannien im Dezember erscheinen. Roger Rapoport von RDR Books sagte, der Verlag habe "jedes Recht" das Lexikon zu veröffentlichen und werde entsprechend auf eine Klage reagieren. Rowling selbst habe auf ihrer Webseite das Internetlexikon gelobt.

Auch in Deutschland ist angeblich ein Potter-Handbuch beim Hanser Verlag geplant. "Hilfe für die Hufflepuffs" soll im Februar 2008 erscheinen. Eine Sprecherin von Rowling sagte jedoch, sie wisse nichts von einem deutschen Band.

Zugleich kündigte Rowling am Donnerstag in der BBC an, einen handgeschriebenen Märchenband abgeschlossen zu haben. Es ist das erste Werk, das sie nach den sieben Romanen über den Zauberlehrling geschrieben hat. Es sei eine "wundervolle Art und Weise, Potter nach 17 Jahren Lebewohl zu sagen", erklärte Rowling. Die sieben Einzelbände von "The Tales of Beedle the Bard" (Die Märchen von Beedle dem Barden), die sie selbst illustrierte, sollen nicht veröffentlicht werden.

Einer der Bände wird für ihre eigene Wohltätigkeitsorganisation für Kinder am 13. Dezember bei Sotheby’s in London versteigert. Das Mindestgebot muss 30.000 Pfund (rund 43.200 Euro) betragen. Die restlichen Bände will die Schottin verschenken. Der Märchenband spielt auch im letzten Potter-Roman "Harry Potter and the Deathly Hallows" eine wichtige Rolle. Die Geschichten handelten nicht von Harry und seinen Zauberfreunden und das sei "therapeutisch gewesen". Des weiteren hat Rowling nach eigenen Angaben ein weiteres Kinderbuch "halb fertig geschrieben", das als nächstes publiziert werden könnte. Die Harry-Potter-Romane haben sich bisher weltweit rund 325 Millionen Mal verkauft.

DPA
 
 
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