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4. April 2008, 12:24 Uhr

"DSDS verkommt zur Zirkusveranstaltung"

Alexander Klaws, Deutschlands Casting-Show-Veteran, hat ein neues Album aufgenommen - und singt erstmals in seiner Muttersprache. Über die Entwicklung von DSDS und die Musik von Dieter Bohlen findet er ebenfalls deutliche Worte. Ist da jemand erwachsen geworden? Von Wiebke Lorenz

Alexander Klaws, DSDS, Deuschland sucht den Superstar, Castingshow

Alexander Klaws meldet sich mit seinem neuen Album "Was willst du noch?!" zurück - und singt sogar auf deutsch© Nikolaj Georgiew

Neulich, da haben sie sein aktuelles Album an verschiedene Radio-Stationen verschickt. Wie man das eben so macht, wenn ein neues Werk auf dem Markt ist. Auf dass es nun landesweit hoch und runter gespielt werde. Ein Sender schickte die CD ungeöffnet zurück, versehen mit dem Vermerk: "Wir spielen keine Casting-Stars." Alexander Klaws erzählt diese Geschichte und zuckt mit den Schultern. "Was soll ich da noch sagen, wenn ich auf solche Vorurteile stoße?"

Es gibt nicht wenige, die zusammenzucken, wenn der Name Alexander Klaws fällt. Da kommen so Gedanken wie: "Ach, Gott, ja, Alex K. - Superstar. Muss das jetzt sein? Kann der nicht bleiben, wohin die Daniel Küblböcks, Tobias Regners und Mike Leon Groschs dieser Welt verschwunden sind, nämlich in der Versenkung?" In der Tat wird es so wohl vielen Journalisten ergehen, die mit seinem neuem Album "Was willst du noch?!" bemustert werden. Die Vorstellung, ein weiteres Machwerk musikalischer Inspirations- und Ahnungslosigkeit durchhören zu müssen, ist schlimm genug: Einen Casting-Star MUSS man bescheuert finden.

"Er hat nun einen Job am Musicaltheater"

Alexander Klaws weiß das. In den fünf Jahren, die seit seinem Sieg bei DSDS vergangen sind, hat er zahlreiche medienwirksame Hinrichtungen erlebt. Hat Kloppe eingesteckt, kübelweise Häme. Zuletzt geschehen - wohl eher unbeabsichtigt - durch DSDS-Jury-Mitglied Bär Läsker, der über ihn verkündete: "Er hat nun einen Job am Musicaltheater." Alexander lacht bei dieser Umschreibung. Denn es klingt ein bisschen so, als würde er nach der Show durch die leeren Stuhlreihen fegen und zum Schluss das Licht ausknipsen. "Tatsächlich habe ich in Berlin als 'Alfred' eine Hauptrolle in Roman Polanskis 'Tanz der Vampire' gesungen. Ich war also gar nicht von der Bildfläche verschwunden, wie immer wieder geschrieben wurde, sondern durchaus noch präsent."

Seine letzte CD "Attention" liegt allerdings schon zwei Jahre zurück und landete im Gegensatz zu den beiden Vorgängern "Take your Chance" und "Here I am" nicht auf Platz 1, sondern lediglich auf Platz 20 der deutschen Albumcharts. "Ich war natürlich sehr erfolgsverwöhnt", erklärt Alexander, "und das war dann erst einmal ein Dämpfer. Wobei man auch sagen muss, dass viele davon träumen, auf Platz 20 zu landen." Trotzdem war der "Flop" Grund genug für die Presse, den heute 24-Jährigen endgültig nieder zu metzeln und seinen Abgesang zu intonieren. Für Alexander Klaws war er Grund genug, Plattenfirma und Management auszutauschen, sich etwas Neues zu überlegen und seine erste deutschsprachige CD aufzunehmen.

Verzückung oder Koma

Und das Album ist - richtig gut. Natürlich handelt es sich um Mainstream. Und natürlich werden viele sagen, Klaws springe mit dem Wechsel von Englisch zu Deutsch nur auf den fahrenden Zug auf, mit dem Juli, Silbermond und Revolverheld seit längerem erfolgreich unterwegs sind. Dennoch ist das Album hörenswert. Die erste Single-Auskopplung "Welt" erweist sich als die Sorte Ohrwurm, bei der jeder sofort mitsummen will, sobald die einprägsame Basslinie erklingt. Mit Stücken wie "Zu spät zu früh" oder "Was willst Du noch?" zeigt Alexander, dass er nicht nur Brit-Pop Anklänge geschickt mit deutschen Texten vermischen, sondern auch einfach mal drauflos rocken kann. Mit erstaunlich kraftvoller Stimme, die immer zur Musik und den Texten passt und teilweise eine ungeahnte Schnoddrigkeit an den Tag legt. Da erinnert nichts mehr an schnulzenhaft dahin gehauchte "Take me tonight"-Zeilen, mit denen Alexander früher seine Fans in Verzückung, alle anderen reihenweise ins Koma heulte.

Wenn Alexander Klaws - elegant in dunklem Hemd und Anzughose - über sein neues Album spricht, merkt man ihm an, wie wichtig es ihm ist. Dass da Herzblut drinsteckt, dass er da endlich mal das gemacht hat, was er als RTL-Marionette nicht konnte. Dass er - ein großes Wort, aber es soll an dieser Stelle trotzdem kommen - ein Künstler ist. Allein deshalb könnte seine neue Musik sogar Menschen jenseits der Pubertät gefallen, weil sie in Alexander Klaws nicht mehr den unbedarften Westfalen sehen, dem ein Heer von Stylisten eine flotte Frisur und eine Lederjacke verpasst hat, um ihn als wandelnden Klingelton in einen Pulk von kreischenden 12-Jährigen zu schubsen.

"Ich finde, DSDS hat seinen Reiz verloren"

Im Booklet seiner CD dankt der Sänger dem Team seines neues Plattenlabels ‚Cruiser Entertainment': "Seitdem ich mit euch zusammenarbeite, weiß ich, dass Arbeit und Spaß zusammenpassen." Huch? Da fragt man sich schon, wie es früher war, mit der Arbeit und dem Spaß. Kommen jetzt schöne Lästergeschichten über Dieter Bohlen und Konsorten? "Nein, nein", versucht sich Alexander diplomatisch, "vorher hat es natürlich auch schon Spaß gemacht, gerade auch mit Dieter. Es war halt anders, damals war ich nur Interpret, kein Musiker, der sich selbst einbringt."

Immerhin: Zu ein paar kritischen Äußerungen über die aktuelle Staffel von DSDS lässt sich der nette Alexander dann doch hinreißen: "Ich finde, die Sendung hat ihren Reiz verloren. Es geht nicht mehr darum, jemanden zu suchen, der sich nichts Schöneres vorstellen kann, als auf der Bühne zu stehen und die Leute glücklich zu machen. Natürlich geht es auch um Einschaltquoten, aber meiner Meinung nach müssen die aufpassen, dass die Sendung nicht zu einer reinen Zirkusveranstaltung verkommt, bei der alles nur noch ins Lächerliche gezogen wird."

Mark Medlock, den Gewinner der Staffel im vergangenen Jahr, findet Alexander trotzdem super. Allerdings nicht das, was sein Casting-Kollege da so singt. "Der hat eine extrem tolle Stimme. Aber seine Songs geben mir rein gar nichts. Das ist kommerziell, aber irgendwie auch seelenlos." Auch da weiß Alexander Klaws, wovon er redet, hatte er doch selbst das Vergnügen, zusammen mit Dieter Bohlen seine ersten musikalischen Gehversuche zu wagen. "Damals war das so, dass Dieter sagte: Komm mal vorbei und sing mal in drei Stunden fünf Songs ein. Das hat man den Stücken dann natürlich auch angehört. Ich meine, das war schon toll und wenn ich die Lieder heute höre, erinnere ich mich gern an diese Zeit zurück - aber mit Musik hatte das wenig zu tun."

"Wie will man da Ecken und Kanten bekommen?"

Da nimmt er es auch sportlich, dass Comedien Oliver Pocher mal über ihn behauptete, er hätte viermal nacheinander die gleiche Single heraus gebracht. "Na ja", meint Alexander und lacht, "das war ja aber auch so. Das hat Pocher auch gar nicht böse gemeint, das war eben pure Realität. Vom Klang her war das schon alles sehr seicht und weichgespült - und wie will man da Ecken und Kanten bekommen, wenn man immer auf so einer Schiene fährt?"

Nun hat Alexander Klaws die weichgespülte Schiene verlassen. Und hofft, dass es irgendjemand merkt. "Ich habe keine Lust mehr, mich für meine Vergangenheit zu rechtfertigen. Ich will die Leute davon überzeugen, dass ich kein Casting-Fuzzi bin, sondern dass es mir ernst ist." Den Musikredakteuren des Radio-Senders, von dem sein Album neulich so unfreundlich zurückgeschickt wurde, möchte er übrigens noch etwas mitteilen: "Die sollten aufhören, Justin Timberlake, Christina Aguilera oder Kelly Clarkson zu spielen - das sind nämlich auch alles Casting-Stars."

Das Album

Das Album Das Album: "Was willst du noch?!" von "Superstar" Alexander Klaws erscheint am 04. April 2008 bei Cruiser Entertainment/Edel. Die Single-Auskopplung "Welt" erscheint am selben Tag.

Von Wiebke Lorenz
 
 
KOMMENTARE (10 von 18)
 
Carat07 (07.04.2008, 01:16 Uhr)
bla, bla, bla
Jetzt habe ich mir doch echt alle 17 Kommentare durchgelesen und kriege hier echt die Krise.
Da bringt einer ein Album raus und ich lese hier jede Menge pseudointellektuelles Gesülze von Managementstrategien, Imageberatern, evolutionäre Sichtweisen, bla, bla,bla
Ich habe einen wirklich anstrengenden Job und rund um mich herum brechen ständig irendwelche Leute weg mit Bourne-Out oder ADS oder sonstigen Modekrankheiten. Ich bin bisher noch relativ unbeschadet da raus gekommen und warum, weil ich mir meine Lebensfreunde nicht nehmen lasse.
Ich höre gerne Musik, ich reise gerne, ich kann den Stress gut ausschalten bei einen guten Buch, das kann ein Reisebericht sein, das kann ein Krimi sein, das kann aber auch „Der Vollidiot“ sein.
Ich besuche gerne Veranstaltungen und ich gehe unter anderem auch gerne in Popkonzerte, das ist die Alternative zum Fussballspiel, hier kann man Aggressionen abbauen.
Ich hab gesehen, wie der Klenne Alex 2003 DSDS gewonnen hat und ich habe ihn wieder gesehen im März in Berlin, dort hat er sich jahrelang in Tanz der Vampire jeden Abend vor ausverkauften Haus die Seele aus dem Leib gesungen hat und alle früheren Kritiker haben ihn dafür mit Lob überschüttet. Scheimt aber wohl in den Augen meiner Vorredner keine anerkennenswerte Leistung zu sein.
Und was ich jetzt hier lese, dass kenne ich zur Genüge, die Juristen schielen ständig auf die Punkte der Anderen, die Wissenschaftler betrachten kritisch die Publikationen der Kollegen, die Manager beobachten genau die Marktanalyen der Konkurenz, so sind wir halt!!!
Ich habe Respekt davor, was Alexander Klaws nach seinem Sieg bei dieser Castingshow aus sich gemacht hat. Ja wenn der nicht hart für seinen Erfolg gearbeitet hat, dann weiß ich nicht. Ich hab hier auch gelesen, dass ein echter Künstler wachsen muss, ja was macht der denn die ganze Zeit.
Liebe Leute seid doch einmal locker, genießt das Leben.
Was singt der da in dieser Hörprobe „ Was hat sich die Welt dabei gedacht, hat sich so schön für mich gemacht“.
Ich glaub ich geh morgen mal und kauf mit die Platte!!
PlatonsWelt (04.04.2008, 16:47 Uhr)
@minihami68
Völlig falsche Herangehensweise. Imageberater und Manager sind heute nicht mehr die, die man sich als Künstler holt, sondern die, die sich einen Künstler holen um Geld zu verdienen.
Dabei spielt das künstlerische Können seit Boney M keine wirkliche Rolle mehr, sondern nur die Aufbereitung.
Der Konkurrenzkampf in der Branche ist heute so hart, daß man Künstler abnutzt und verbraucht, gerade weil es so schwer ist neue Künstler aufzutun. Die Branche ist so gewachsen, daß ihr der Nachschub an "Talenten" fehlt, oder jenen die sich bereitwillig als solche vermarkten und ausnutzen lassen. Aus diesem Grund ist das "Headhunting" heute im Bereich Musik auch so offensiv geworden, so daß man wirklich alles und jedes vermarktet, denn damit läßt sich immer bei den geringen Herstellungskosten für CDs oder legalen Downloadportalen Geld machen. Auch schon lange nicht mehr mit dem reinen Verkauf, sondern dem Merchandising und der Werbung, bezahlten Auftritten etc...Einem wirklichen Star wird eine Firma, ein Manager oder Imageberater kaum etwas vorschreiben, da man ihn ja halten will. Die Masse ist und bleibt Futter die Haie, das ist die traurige Wahrheit über Manager und Imageberater!
PlatonsWelt (04.04.2008, 16:31 Uhr)
@daujoons
Sinn von Verstand und Intelligenz ist es, Dinge beurteilen zu können, sonst säßen wir evolutionär gesehen nicht hier, oder?
Immerhin ist das der Weg, den Bohlen und Co. und die Zuseher solcher Sendungen sich zu Nutze machen. Somit muß auch dieses System und die daraus geborenen "Stars" sich dem auch selbst beugen. Um also etwas oder jemanden zu beurteilen, bedarf es nicht der persönlichen Bekanntschaft sondern einzig eines Eindrucks, der bei Sängern im Fernsehen sogar recht umfangreich ausfällt.
Zudem sollte klar sein, daß meine Kritik nicht ausschließlich dem "Protagonisten" jenes Sternartikels gilt, sondern der Maschine, der er entsprungen ist. Damit fordere ich nur einen Beweis des wirklichen Erfolgs, den er noch schuldig bleibt, egal ob er auch in Hamburg im Musical "Tanz der Vampire" singt oder nicht, immerhin wird ja auch gerade dieses Genre mit Castingshows so vergewaltigt, daß daraus zusehergerechte "Unterhaltungsshows" werden.
Aber ich spreche ihm ohne weiteres eines zu: Das Recht des Ersten und nach ihm die Sintflut. Ein Phänomen, daß wir alle kennen, denn die erste Sendung von etwas verfolgen immer viele Zuseher um sich ein Bild von der Sache zu machen. Deswegen wird es ihn nicht zu hart treffen, dennoch ist er nicht davor gefeit den Weg aller Castingstars zu gehen. Qualität und Erfolg liegen in der Beständigkeit, daran gibt es nichts zu rütteln und das muß er erst beweisen!
Allein, daß er sich nicht mehr mit seiner Musik von früher identifizieren kann, wie er in einem Interview äußerte, zeigt auf, daß jetzt die heiße Phase des Umbruchs von seinem Management eingeläutet wurde, bevor er in der Versenkung entschwindet, noch einmal richtig Geld mit ihm zu verdienen. Kaum kommt man nicht mehr an, wird der Stil geändert und eine private Schicksalsstory erfunden, die den Wandel erklären soll. Das ist aber nun einmal das 1x1 eines guten Managements und eines guten Imageberaters und ist heute Standard um sinkende Sterne ein letztes Mal aufglühen zu lassen um mit der Zeit zu gehen und wieder obenauf zu sein. Einzig der Obolus befiehlt in dieser Branche worum es geht und der zu allem entschlossene und alles liebende Teenager, der bereit ist für jeden schmachtenden Blick sein Taschengeld zu opfern und jeden menschenverachtenden Kommentar von Herrn Bohlen als „cool“ zu brandmarken.
Ein Künstler muß um authentisch zu sein, auch zu seiner Vergangenheit stehen und eigentlich jeder Künstler tut das auch. So entlarven sich eben Künstlercharaktere und Castingmarionetten. Die einen stehen zu sich selbst auch wenn sie Alben produzieren müssen, die anderen machen sogar ganze Persönlichkeitsneustrukturierungen mit, nur weil man es ihnen sagt.
minihami86 (04.04.2008, 15:47 Uhr)
absolut daneben...
Es ist echt daneben, wie Alexander Klaws hier absolut klischeehaft und vorurteilsbehaftet von Leuten verurteilt wird, die von seiner neuen Platte wahrscheinlich höchstens einen Teil der neuesten Single gehört haben, wenn überhaupt! Erstens: ich würde Alexander nicht als zweit- oder drittklassigen Sänger bezeichnen. Der Mann hat schon eine gute Stimme und hat sich in den letzten Jahren auch weiterentwickelt. Zweitens: Manager und Imageberater haben alles andere im Sinn, als einem Künstler Durchhaltevermögen aufzuerlegen. Gerade diese Menschen sind es doch, die, sobald Gewinn und Erfolg ausbleiben, ihre Klienten fallenlassen und rein wirtschaftlich denken. Drittens: Ihm ist seine musikalische Karriere scheinbar wirklich ernst. Soweit ich weiß, hat er für seine Rolle im Tanz der Vampire wirklich gute Kritiken bekommen. Leute, lasst den Mann doch mal seine Schiene finden und verurteilt nicht immer sofort von vornherein alles, was ihr nicht akzeptieren wollt! Schreibt, wenn euch seine Musik nicht gefällt (dazu muss man sie auch HÖREN!!!), aber die Art und Weise, wie hier beurteilt wird, ist echt nicht mehr schön! Weiter so, Alex!!!
BerndHH (04.04.2008, 15:46 Uhr)
peinliche Selbstausbeutung. Glücksspiele verbieten.
warum werden Glücksspiele nicht wieder verboten (9live usw.)? Auch DSDS finanziert sich damit. Das Niveau ist ungeheuer gesunken. Dass die Gewinner nicht zu Stars werden, steht von Anfang an fest. Für Star-Nachwuchs müssen sich hier mal erfahrenere Leute kümmern. Von echten Künstlern kann man in Deutschland ohnehin nur noch schwer (bzw. kaum) reden.
daujoons (04.04.2008, 15:19 Uhr)
@peterhamburg
Schon klar: wirklich gute Musik gefällt nur ein paar wirklich Intelligenten, Mainstream ist was für Doofe und wahre Größe erkennt man an wenig Wertschätzung durch die Allgemeinheit...
@PlatonsWelt
Kennen Sie Alexander Klaws persönlich? Ich meine, ich kenne ihn nicht und staune, wie gut Sie ihn einschätzen können...
Und noch einmal zum allgemeinen Verständnis: ich mag keine Castings-Shows, aber ich mag auch keine Menschen, die über einen jungen Mann verurteilen, nur weil er mal im Fernsehen war und glaubte, dort sein Glück zu finden.
Und ja: ich finde, dass auch Mainstream richtig gute Laune machen kann...und damit seinen Sinn hat (ich habe als Jugendlicher Sweet, Slade und Suzi Quattro gehört- und schäme mich nicht dafür- warum auch? Bin ich deshalb ein Doofer?)
peterhamburg (04.04.2008, 15:02 Uhr)
Die neue Single...
... gefällt mir nicht. Aber genau das lässt mich befürchten, dass der Durchschnitts-Deutsche sie sehr gerne mögen wird.
"Mainstream" ist da noch sehr nett umschreibend...
PlatonsWelt (04.04.2008, 14:44 Uhr)
Ich staune nicht...
...über sein von Managern und Imageberatern auferlegtes Selbstbewußtsein und Durchhaltevermögen, sondern eher darüber, wie lang heute zweit- und drittklassige Künstler von Managern und Imageberatern und den Plattenlabels für ausquetschbar gehalten werden ehe man sie endlich fallen lässt. Aber so lange die Masse schon keine Qualität mehr erwartet und der Zuseher und Zuhörer Musik wie den Inhalt von Chipstüten konsumiert, wundert es mich nicht, wie lange sich soetwas hinzieht. Ich bewundere in der Tat Manager, Imageberater und Plattenlabels für diese gekonnte Art einen Künstler zu verbrauchen und Geld mit ihm zu verdienen, schließlich liefern ja die Castingshows den gewünschten Nachschub auf eine unbestimmte aber lange Zeit.
Wahre Größen und Sternchen werden heute immer noch nicht durch eine Castingshow geboren und gerade darum, haben wirkliche Showgrößen auch erheblich mehr Stehvermögen. Die müßen nämlich nicht so zwanghaft gegen das Vergessen ankämpfen, wie es jene Absolventen der Opferschmieden ala DSDS tun müßen.
daujoons (04.04.2008, 14:10 Uhr)
Es ist echt der Hammer
wie unqualifiziert und menschenverachtend hier über einen jungen Mann geurteilt wird, der- so wie jeder andere es auch tun sollte- einfach seinen Weg gehen möchte. Ich staune über dessen Durchhaltevermögen und Selbstbewußtsein- und ab sofort auch über dessen Musik. Denn sollen mir die ganzen Klugscheißer hier doch nur EINE ZEILE so gekonnt singen, wie der hier so Geschmähte...
Alexander- weiter so.
master_of_chaos (04.04.2008, 14:04 Uhr)
Ein Deutscher singt deutsch
.. und schon "spingt er auf einen fahrenden Zug" auf ...
Ja nee, iss klar. Sind wier schon so weit, daß Deutsches Musik"gut" als Modeerscheinung abgstempelt wird ?
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