14. März 2010, 16:00 Uhr

"An Kampf zu denken, liegt mir nicht"

Sie ist unsere Hoffnung für Oslo: Nach ihrem Sieg verrät Lena Meyer-Landrut im Interview mit stern.de, wie es sich anfühlt, als Star gefeiert zu werden, welche Platzierung in Oslo drin ist, wie sie über Castingshows denkt und was ihr Freund sagt.

Lena Meyer-Landrut, "Unser STar für Oslo", Stefan Raab, Grand Prix

Schon mit 18 Jahren ein ausgebuffter Medienprofi: Lena Meyer-Landrut verrät nichts Privates©

Frau Meyer-Landrut, fast fünf Millionen Fernsehzuschauer haben Ihren Sieg am Freitagabend verfolgt. Ihre Songs belegen die ersten drei Plätze in den Charts des Musikdownloadportals "iTunes". Am Dienstag werden Sie in ihrer Heimatstadt Hannover sogar vom Bürgermeister empfangen. Wie fühlt es sich an, ein Star zu sein? Star hört sich ganz komisch an. Im Moment ist es einfach nur ein wahnsinnig schönes Gefühl, gewonnen zu haben. Aber es hat auch etwas Irreales, vor allem weil alles so verdammt schnell ging. Erst im Februar habe ich erfahren, dass ich unter den letzten 20 Kandidaten von "Unser Star für Oslo" bin und jetzt fahre ich nach Oslo. Wahnsinn!

Von vielen werden Sie als neue Nicole gefeiert, der Erfolgs- und Erwartungsdruck steigt. Wie gehen Sie damit um? Ich versuche, mich von äußeren Erwartungen nicht beeindrucken zu lassen, sondern meine Sache so gut zu machen, dass ich, dass die Welt, dass die deutschen Zuschauer mit mir zufrieden sein können. Wenn alle sagen 'das hat sie toll gemacht', wäre ich wahnsinnig stolz.

Aber das Ziel ist es schon, unter die ersten zehn zu kommen. Ich werde mein Bestes dafür geben. Ob's hinterher reicht, entscheiden die europäischen Zuschauer.

Die meisten Vorentscheide in unseren Nachbarländern sind abgeschlossen. Hatten Sie schon Zeit, ihre Konkurrenten zu begutachten? Ich habe ein paar Titel schon gehört, einige Teilnehmer waren ja auch in einem Einspieler in der Show zu sehen. Aber ich würde da ungern von Konkurrenten sprechen. In Kategorien wie "Kampf" zu denken, liegt mir nicht.

Sie sorgen im Ausland bereits für Gesprächsstoff. In Foren wird über Ihren ausgeprägten britischen Akzent diskutiert. Engländer behaupten allerdings, der sei nicht britisch, sondern klänge total deutsch. Ich habe meinen Akzent nicht in Großbritannien gelernt, sondern von meinem Englischlehrer übernommen. Also haben die vermutlich Recht.

Sie haben noch in der Nacht von Freitag auf Samstag das Musikvideo zum Siegertitel "Satellite" gedreht, wie geht es jetzt weiter? Wie wird Ihr Weg nach Oslo aussehen? Das weiß ich noch gar nicht so genau. Ich werde vermutlich viele Interviews geben und Auftritte haben. Mein Abitur will ich aber auf jeden Fall zu Ende machen, im April stehen die schriftlichen Prüfungen an.

Sind sie eine gute Schülerin? Ich bin keine Einser-Kandidatin, so viel verrate ich. Aber ich denke mal, dass ich es trotzdem packen werde.

Lena Meyer-Landrut, geboren am 23. Mai 1991, wuchs als Einzelkind in Hannover auf und macht derzeit an der Integrierten Gesamtschule Roderbruch ihr Abitur. Lenas Großvater, Andreas Meyer-Landrut, war von 1989 bis 1994 Chef des Bundespräsidialamtes unter Richard von Weizsäcker. Lena hat Tanzunterricht seitdem sie fünf Jahre alt ist, erst Ballett, dann Jazz und Show-Dance. Professionellen Gesangsunterricht hatte sie aber noch nie. In Stefan Raabs Castingshow "Unser Star für Oslo" hat sie zum ersten Mal vor öffentlichem Publikum gesungen. Ihre musikalischen Vorbilder sind Clueso, Adele, Kate Nash und die deutsche Popgruppe Wir sind Helden. Am 29. Mai wird sie Deutschland beim Eurovision Song Contest in Oslo mit dem Lied "Satellite" vertreten

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KOMMENTARE (10 von 14)
 
dist-bln (15.03.2010, 12:48 Uhr)
letzter Platz???
man muss kein Hellseher sein, um das Debakel vorrauszusagen...
Popobawa (15.03.2010, 12:42 Uhr)
@cosmo_kramer
Wenn man bedenkt das Kleinkinder besseres Englisch können als hier Abiturienten, ist das vollkommen normal das sie Englisch singen, heißt ja nicht unbedingt USA. Bisher sind sich die Nordstaaten relativ treu geblieben und mit Jazz und Swing sind die nicht ins Rennen gegangen. Es ist mir persönlich einfach ein Rätsel warum man solche blöden Show veranstalten muss, wir haben viele talentierte Musiker die zur Abwechslung ihre Lieder selber schreiben was man auch an ihrer Leidenschaft auf der Bühne merkt. Ich persönlich hoffe nicht das die Mehrheit entschieden hat, das würde heißen das wir mittlerweile eine Mehrheit von Konsum Materialisten hätten, auch wenn die Schere zwischen Arm und Reich größer wird so hoffe ich das die Mehrheit ihre Zeit nicht mit den glotzen einer Unterschichtsendung verbracht haben sondern mit ihren Kindern, sei es gemeinsames Abendessen ohne Fernseher im Hintergrund oder einfach nur Schulsachen durchsprechen.
mantrid (15.03.2010, 12:36 Uhr)
Gute-Laune-Lena
Wen einem alle auf die Schulter klopfen, dann hat man garantiert etwas gravierend falsch gemacht. Insofern ist es überaus positiv zu bewerten, dass Lena polarisierend wirkt . Mit 08/15 wird das bei ECS nichts, da ja für einen und nicht gegen einen abgestimmt wird. Wenn dich 70% hassen und 30% lieben, dann gewinnst du, weil sich die Stimmen derer, die dich hassen auf den Rest verteilt.

Lenas Auftritte verbreiten zumindest bei mir gute Laune, eben weil es nicht das übliche Einerlei ist. Mal sehen, ob sich die Europäer diesem speziellen Charme entziehen können. Auf jeden Fall merkt man, hier läuft etwas besonderes ab, egal ob man es negativ oder positiv bewerten möchte, zumindest wird LML auffallen und das ist beim ECS die halbe Miete.
Ramunu (15.03.2010, 12:36 Uhr)
Lena ist nett...
... aber das Lied "Satellite" ist eher schwach. Schade.
dist-bln (15.03.2010, 11:01 Uhr)
wieder so eine "5-min Berühmtheit"
wieder so eine "5-min Berühmtheit"
vombromsberg (15.03.2010, 10:12 Uhr)
wie unwichtig ist denn....
...dieses kindergegagger??? halbwertzeit 8 wochen.
KarinKar (15.03.2010, 09:41 Uhr)
Popbawa, Sie sind nicht der Einzige, der die Singerrei der Kleinen total auf die Nerven ging. Zappelig und nervös. Der Klang der Stimme einfach nervtötend, jedenfalls im Gewinnerlied. In irgenteiner Show hat sie mal mit einem anderen Lied gezeigt, das sie singen kann. Vorletzter Platz in Oslo.(Wenn überhaupt)
allesklar (15.03.2010, 03:33 Uhr)
Alles Gute
Keine Aufregung - mach genau das wo Du stark bist.
cosmo_kramer (14.03.2010, 22:57 Uhr)
@ Popobawa
Lesen Sie doch Ihren Beitrag noch einmal, wenn Sie schon die Kultur der USA bei diesem Thema heranziehen müssen scheint mir da immer jemand deprimiert, oder halt einfach keine Ahnung vom Leben! Ihr NORWEGISCHES Lied hiess Fairytale... ;)
Aber zurück zum Thema, ich gebe Ihnen sogar in 2 Dingen recht, der Song sollte besser in deutsch sein, und man soll nicht alles auf die "bösen" Oststaaten schieben nur weil man selber Quatsch produziert.
Aber es zwingt Sie auch niemand eine negative Eigeneinschätzung abzugeben, Lena soll es versuchen, wenn sie letzte wird hat sie Pech gehabt. Aber rummeckern dass sei das falsche Lied und die falsche Person, dazu ist es zu spät, Sie hätten auch für jemand anderen anrufen können.
Nein, Sie sind nicht der einzige, aber die Mehrheit hat entschieden, und man muss auch "Niederlagen" aktzeptieren können.
Da tun sich die Deutschen aber bekanntlich schwer...
Popobawa (14.03.2010, 19:38 Uhr)
@cosmo_kramer
Sie scheinen ja ziemlich Kindisch zu sein, ich hoffe sie sind nicht Erwachsen. Es ist mir nämlich ein Rätsel warum ich deprimiert sein sollte, ich werde ja zum glück nicht gezwungen die Musik zu hören oder zu kaufen. Ist halt meine Meinung das sie schlecht ist und kaum ein kulturellen Unterschied zum Vorgänger bietet, statt mehr Swing mehr Pop aber irgendwie immer noch so ne Mischung die überall gleich ist im Westen. Ein bisschen Frieden, ja das war etwas zwar auch nicht mein Geschmack aber man konnte das wenigstens mit Deutschland verbinden. Im Nachhinein schiebt man alles auf die bösen Oststaaten. Achja zum Thema besser machen, schöne Weisheit, wieso nicht überall im Leben, wieso immer über Ärztepfusch meckern einfach selber machen. Muss ich mir mal merken wenn ein Patient meckert das die Behandlung nicht anschlägt xD
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