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1. November 2003, 12:49 Uhr

Cat Stevens bereitet Comeback vor

Über 25 Jahre nach seinem Ausstieg aus dem Popgeschäft will der britische Künstler Cat Stevens alias Yusuf Islam wieder Musik machen.

Nach seinem Übertritt zum Islam wechselte er seinen Namen und gründete eine Islamschule in London: Cat Stevens alias Yusuf Islam© AP Photo/Christof Stache

Über 25 Jahre nach seinem Ausstieg aus dem Popgeschäft will der britische Künstler Cat Stevens alias Yusuf Islam wieder Musik machen. Drei neue Stücke habe er bereits komponiert und ein eigenes Label "Mountain of Light" gegründet, sagte der 55-jährige konservative Moslem der Berliner "tageszeitung" (taz).

"Ich möchte versuchen, den zivilisierenden Beitrag zu unterstreichen, den der Islam in dieser Welt leisten kann und auch schon geleistet hat", erklärte der Künstler, dessen Lieder "Morning has broken" oder "Moonshadow" zu den Klassikern der Popmusik gehören.

Musikkarriere 1977 auf Eis gelegt

Am 22. Oktober war der Künstler in Hamburg mit dem World Social Award für die Gründung von mehreren Schulen und karitativen Organisationen ausgezeichnet worden. Er hatte seine Musikkarriere 1977 auf Eis gelegt und war zum Islam konvertiert. Seither nennt er sich Yusuf Islam. 1983 hatte er eine Schule für Islamunterricht in London gegründet.

Über sein früheres Leben sagte Islam in seinem laut "tageszeitung" ersten Interview mit einem ausländischen Journalisten seit seinem Ausstieg aus dem Popgeschäft: "Ich war ein Popstar und lebte das Leben eines Popstars. Aber ich war gefangen in meiner kleinen Kapsel." Dann aber sei er dem Koran begegnet, dessen Effekt er so beschrieb: "Ich stand da mit einer Kerze in meiner Hand - und plötzlich war die Sonne aufgegangen. Was soll ich am hellen Tag mit einer Kerze?"

George W. Bush "sollte diesen Job nicht haben"

Gegen die USA hege er keinen Groll, aber US-Präsident George W. Bush sollte nach seiner Ansicht nicht im Amt sein: "Ich glaube, die USA sind ein naives Volk, nicht annähernd so weit entwickelt wie die europäischen Nationen. Deswegen machen sie so viele Fehler. Wie weit kann Amerika gehen? Soll die Welt amerikanisch werden? Ich glaube nicht. Sie müssen mit anderen Kulturen in Frieden zusammenleben, nur so können sie selbst prosperieren. Ich meine, schauen Sie sich George W. Bush an. Er sollte diesen Job nicht haben, er dürfte diesen Job nicht haben - und jeder weiß das!"

 
 
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