Konzert-DVDs Zuhause klingt's am schönsten


Ein neuer Schwung Live-DVDs, besprochen von stern.de-Miarbeiter Carsten Scheibe. Mit dabei: die Blue Man Group, John Lee Hooker, Travis, Cat Stevens und UB 40.

Blue Man Group: Complex Rock Tour

Es gibt kaum noch etwas, das sich für die Bühne noch neu erfinden lässt. Es gibt einfach zu wenige neue Musiker mit dem richtigen Charisma. Im Musical sind fast alle Wege schon ausgelotet und auch beim Theater wissen die meisten Künstler nur noch zu schockieren und nicht mehr zu gefallen. Umso höher muss das bewertet werden, was Matt Goldman, Phil Stanton und Chris Wink mit ihrer "Blue Man Group" aus dem Nichts erschaffen haben.

Die drei New Yorker schlüpften vor einigen Jahren aus einer fixen Idee heraus in schwarze Anzüge, malten sich die Hände und die Köpfe blau an und luden dann im Central Park zu ersten spontanen Veranstaltungen ein. Hier überzeugten sie mit einer ganz eigenen Mischung aus Performance, Musik, Comedy und interaktiven Theater, die für Begeisterung sorgte. Schon bald zogen die drei von der Blue Man Group in kleinere Theater um, um hier mit ungewöhnlichen Musikinstrumenten, viel Farbe und sogar mit Nahrungsmitteln Quatsch auf hohem Niveau zu treiben. Der ganz besondere Humor der blauen Jungs kam an - und die Aufführungen gerieten schon bald zum absoluten Geheimtipp. Und das, obwohl den Besuchern in den ersten Reihen dazu geraten wurde, sich Regenmäntel überzuziehen, um so die in den Zuschauerraum spritzende Farbe aufzufangen.

Der Erfolg der Blue Man Group ist sensationell. 1999 erschien mit "Audio" eine erste Musik-CD, der inzwischen noch weitere folgen sollten. Von New York aus starteten die blauen Männer auch Ausflüge nach Boston, Chicago und Las Vegas. Zurzeit gastiert ein neues Team aus frisch ausgebildeten Blue Men in Berlin am Potsdamer Platz. Klar, dass es viele Menschen gibt, die sich die beeindruckende Performance noch nicht live ansehen konnten. Für sie ist der Live-Mitschnitt der "Complex Rock Tour" gedacht. Hier kann man sehr gut sehen, wie verrückt die Bühnenshow der blauen Männer ist. Überragend sind natürlich auch die Songs der Tour, die alle von der Audio-CD "The Compex" stammen. Die Künstler spielen dabei keine normalen Instrumente aus dem Musikladen, sondern hämmern mit Gummistößeln auf Rohrkonstruktionen ein, deren Grundkomponenten ganz sicher aus dem Sanitärgeschäft um die Ecke stammen.

Die ungewöhnliche und dank ihres harten Rhythmus direkt ins Blut gehende Musik ist aber nur ein Teil des Geheimrezeptes der Blue Man Group. Wichtig ist stets auch das Visuelle. Und so ist es eine optische Erfahrung der Sonderklasse, einen Live-Auftritt der Drei mitzuverfolgen. Wenn die Musiker Farbe auf ihren Trommeln verteilen, die dann beim Musizieren meterhoch in die Luft spritzt, dann hat das wirklich etwas von einem Feuerwerk ohne Feuer. Hinzu kommt, dass bei der Blue Man Group auch die Comedy nicht zu kurz kommt. Die Blauen Männer haben einen ganz eigenen Humor, der den Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln oder gar zum Lachen bringt.

Trotz des guten Bildes und der DTS-Tonspur: Die DVD schafft es nicht, die authentische Live-Atmosphäre eines Blue Man Group Auftrittes einzufangen. Die intensiv eingesetzten Schwarzlichteffekte wirken auf dem Fernsehschirm nicht so stark wie im Saal eines Theaters. Was dem Zuschauer auch abgeht, ist dieser scharfe Blick eines Mitglieds des Ensembles, wenn er unter den Zuschauern nach einem neuen Opfer für einen interaktiven Spaß Ausschau hält. Da lohnt es sich dann doch noch eher, nach Berlin zu fahren, um die Blue Man Group wirklich live zu sehen.

Auf der DVD kommen 14 Songs zum Einsatz, die immer wieder von neuen Späßen der blauen Männer unterbrochen werden. Zusätzlich gibt es Hintergrundinformationen zur DVD und einige Videos. Die DVD selbst ist übrigens ein Flipper und lässt sich von beiden Seiten abspielen. Die zweite Seite enthält drei Songs in der dolby-Digital-5.1- und DTS-Version zum Anhören auf einer entsprechenden Dolby-Anlage. Warner Music, 100 Minuten, Dolby Digital 5.1+DTS, ca. 25 Euro

John Lee Hooker: Come and See About Me

John Lee Hooker ist noch immer der König des Blues, der Meister der Gitarre und der wohl fleißigste Songschreiber der letzten 60 Jahre. Als er am 21. Juni 2001 im geschätzten Alter von etwa 83 Jahren starb, da befand sich der Blues-Künstler nach langer Durststrecke endlich auf dem Zenit seiner Popularität.

Hookers Lebensgeschichte begann an einem 22. August auf einer Farm in der Nähe von Clarksdate im US-Staat Mississippi. Über das Datum herrscht Klarheit in seiner Biografie. Nur über das exakte Geburtsjahr streiten sich die Experten. Es war übrigens Hookers Stiefvater Will Moore, der ihn zur Musik holte und ihm beibrachte, auf der Gitarre zu spielen. Schon damals gingen viele Bluesgrößen wie Blind Lemon Jefferson oder Charly Patton bei den Eltern von John Lee ein und aus. Da war es kein Wunder, dass der heranwachsende Jüngling sich ebenfalls ganz dem Blues verschrieb und schon bald durch halb Amerika zog, um hier wie dort einen Gig zu suchen.

1947 blieb Hooker in Detroit hängen und nahm seine erste Single auf - "Boogie Chillun". Der Song ging sofort auf Platz 1 der Charts. Trotzdem bekam Hooker kaum Geld für seinen Song. Damals nahmen noch die Plattenfirmen das meiste Geld ein und gaben vor allem den schwarzen Künstlern nur das Allernötigste ab. So wundert es nicht, dass John Lee Hooker in wenigen Jahren über 70 Singles für 21 Labels veröffentlichte - unter zehn Pseudonymen. Irgendwo musste die Kohle ja herkommen. 1951 landete er mit "I'm In The Mood" einen weiteren Riesenhit, konnte aber wieder nur ein Taschengeld dafür einstreichen.

Keine Frage: Populär war John Lee Hooker immer. Aber richtig Kohle scheffeln konnte er erst im Alter, als sein spartanisches, aber sehr rhythmisches Gitarrenspiel plötzlich als kultig galt und sich viele berühmte Musiker darum rissen, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Die DVD "Come And See About Me" würdigt das Lebenswerk von John Lee Hooker. Es präsentiert mühevoll restauriertes Filmmaterial aus den Jahren von 1960 bis 1994. Viele bekannte Songs wie "Hobo Blues", "Crawlin' Kingsnake", "Boom Boom", "I'm In The Mood" oder "The Healer" sind hier zu hören und zu sehen. Es ist schon eine echte Erfahrung, mitzuverfolgen, wie sich John Lee Hooker entwickelt. Steht Hooker am Anfang noch aufrecht mit seiner Gitarre vor dem Mikrofon, so entwickelt er schon bald seine ganz spezielle Attitüde, die er bis zu seinem Tod nicht mehr ablegt. Dabei sitzt er im Anzug auf einem Stuhl, gibt mit einem vorgestreckten Fuß den Takt vor, klampft auf der Gitarre und singt dabei ohne Gesichtsregung direkt ins Mikrofon. Eine große Bühnenshow darf man bei diesem Mann also nicht erwarten. Trotzdem hat er eine so starke Präsenz, dass man den Blick nicht abwenden kann.

Richtig gut wird die DVD, wenn John Lee Hooker nicht alleine musiziert und berühmte Gastmusiker an die Seite gestellt bekommt. So setzt er sich mit Van Morrison an einen See und singt auf dem Bootssteg gemeinsam mit ihm "Baby Please Don't Go". Später sind auch Bonnie Raitt, Ry Cooder, Carlon Santana, Eric Clapton und die Rolling Stones zusammen mit Hooker zu sehen - ein musikalisches Ereignis.

Trotz der Güte des Materials und dem sehr gut klingenden Musikscore kommt beim Zuschauer auch ein wenig Wehmut auf. Den verstorbenen John Lee Hooker noch einmal auf dem Bildschirm zu sehen, hat etwas von einer traurigen Abschiednahme: Ein weiterer Dinosaurier des Blues verlässt die Bühne.

Wer Hookers Musik schätzt und liebt, wird sich freuen, dass der Meister der E-Gitarre zwischen den Songs noch einmal ganz relaxt bei einem späten Interview zu sehen ist. Hier erzählt er aus seinem Leben und geht auf die einzelnen Songs ein. Interessant sind auch die Kommentare seiner Kollegen oder seiner Frau, die ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und erzählen, wie "Mr. Lucky" wirklich war: ein bescheidener Musiker, der sein ganzes Leben lang von den Fans geliebt wurde.

Übrigens: Hookers Witwe Zakiya übernimmt die mit dieser DVD erwirtschafteten Gelder in die "The John Lee Hooker Foundation". Sie kümmert sich um die musikalische und künstlerische Ausbildung von Jugendlichen, die sich das ansonsten nícht leisten können.

Eagle Vision, 127 Minuten, Dolby Digital 5.1, ca. 20 Euro

Travis at the Palace

Der Britpop hat mit Bands wie Oasis, Blur oder Pulp seinen Höhepunkt erreicht und bröckelt seitdem wieder ab, was seine Popularität anbelangt. Just in dieser Situation sorgen vier junge Schotten aus Glasgow dafür, dass die Musikwelt wieder nach England schaut.

Die vier Gründungsmitglieder von "Travis" - Fran, Andy, Dougie und Neil - stammen alle aus Glasgow in Schottland. Hier studierten sie an der "School of Art", bis sie gemeinsam feststellten, dass die meiste Kunst doch in der Musik steckt. Und so schlossen sie sich zu Travis zusammen. Kein Wunder: Der Sänger und Songschreiber Fran Healy hatte bereits als Fünfjähriger seiner Mutter versprochen, dass er einmal ein berühmter Popstar werden würde.

Bis dahin dauerte es freilich noch eine ganze Weile, denn in Glasgow konnte Travis einfach nicht punkten. Erst als die Gruppe 1996 nach London umzog, kam Bewegung in ihre Karriere. In London ergatterten sich die Freunde in kürzester Zeit einen ersten Plattenvertrag und sorgten 1997 mit "Good Feeling" für ein beeindruckendes Debut. Das ist nur vier Tagen aufgenommene Werk versammelte eingängige Popsongs direkt neben härteren Nummern, was die Presse dazu brachte, die Scheibe als "schizophren" zu beschreiben.

Dass Travis alles andere als schizophren sind, zeigt der technisch exzellent umgesetzte Live-Mitschnitt vom 20. Dezember 2003, der im Londoner Alexandra Palace aufgezeichnet wurde. Gut gelaunt präsentieren Travis hier einen Querschnitt durch das eigene Schaffen. 22 Songs kommen während des anderthalbstündigen Konzerts zum Einsatz, darunter ihre erste Hitsingle "All I Want To Do Is Rock" oder der Millionenseller "Why Does It Always Rain On Me?", der vielen Menschen direkt aus dem Herzen ui sprechen scheint.

Die DVD fängt sehr schön die Atmosphäre vor Ort ein. 8.000 Fans lauschen Frans eingängigem Organ, das sowohl bei seichten als auch bei harten Nummern klar und fest klingt. Die Kamera springt zwar etwas zu schnell von Szene zu Szene, sorgt aber zum Glück nicht für zu viel Hektik. Und so kann sich der Zuschauer darüber freuen, seinen Musikern einmal direkt auf die Finger schauen zu können. Als Gast bei einem Konzert kann man die Musiker ja immer nur von weitem sehen.

Aber nicht nur das Bild der DVD ist erstklassig. Besonders gelungen ist der DTS-Sound des Konzertmitschnitts. Der wummernde Bass des Schlagzeugs, das schrummende Jaulen der Gitarren und darüber gelegt der glasklare Klang der Gesangsstimme sorgen für ein akustisches Erlebnis, das selbst strenge Audiophile restlos zufrieden stellt. Da dreht man gerne den Lautstärkeregler auf, um zu überprüfen, ab wie viel Dezibel die Fensterscheiben aus dem Rahmen springen.

Zusätzlich zum Konzert gibt es eine 20-minütige Dokumentation, die zeigt, wie sich Travis auf das anstehende Konzert vorbereiten. Warner Music, 116 Minuten, Dolby Digital 5.1+DTS, ca. 25 Euro

Cat Stevens: Majikat

Cat Stevens: Bei diesem Namen fällt der jüngeren Generation nicht mehr viel ein. Die älteren Musikfreunde erinnern sich aber noch an den begnadeten Songschreiber und Sänger, der in den 60er und 70er Jahren zur Folkpop-Ikone hochstilisiert wurde. Auch heute noch klingen viele seiner Songs frisch, modern und auch ein wenig poppig, wenn sie im Radio gespielt werden. Irgendwann Ende der Siebziger konvertierte Cat Stevens zum Islam, nannte sich fortan Yusuf Islam und veröffentlichte keinen einzigen Song mehr.

Diese für die meisten Fans völlig überraschende Entscheidung sorgte dafür, dass sich viele Bewunderer seiner Kunst von ihm abwandten und das Werk des Cat Stevens ein wenig in Vergessenheit geriet. Erst in den letzten Jahren, nachdem Yusuf Islam wieder etwas mehr von sich reden gemacht hat, kommt auch das alte musikalische Oeuvre wieder zum Einsatz. Alte wie neue Fans haben nun die Gelegenheit dazu, eines der letzten Konzerte von Cat Stevens in den DVD-Player zu schieben. Die Scheibe enthält einen komplett restaurierten und mit einer DTS-Tonspur versehenen Mitschnitt aus dem Jahre 1976, der während einer Welttournee entstanden ist.

Während des Majikat-Konzerts bringt Cat Stevens alle wichtigen Songs seiner Karriere zum Vortrag, darunter "Moonshadow", "Lady D'Arbanville", "Oh Very Young", "Father & Son" und "Peace Train". Nun erwartet man freilich, Cat Stevens allein mit seiner Gitarre auf einem Hocker vorzufinden, wie er verträumt seine großen Klassiker ins Mikrofon säuselt. Was den Zuschauer dieser Live-Aufnahme erwartet, ist allerdings etwas ganz anderes. Für damalige Verhältnisse ließ es Cat Stevens auf der Bühne richtig krachen. So tritt er zusammen mit einer zehnköpfigen Band auf und gibt sich kommunikativ und sehr offen. Zu seinem Image will es auch gar nicht so recht passen, dass es passend zum Gesang eine richtige Bühnenshow mit einem eigens entworfenen Bühnenbild gibt. Filmprojektoren werfen synchron zur Musik passende Bilder an die Wand. Und zwischen den Songs kommen Zaubereinlagen zum Einsatz.

Sehr gelungen ist die Arbeit des Kameramannes, der sehr nah an Cat Stevens herangeht und so einen intimen Blick auf einen als schüchtern und zugleich exzentrisch verschrienen Künstler gewährt, der die letzten 20 Jahre nicht mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden konnte.

Angesichts der Tatsache, dass der Konzertmitschnitt 28 Jahre alt ist, wundert sich der Zuschauer sehr über die recht brauchbare Qualität der Bilder und den exzellenten, rauschfreien Sound. Angesichts vieler älterer Konzertmitschnitte, die inzwischen auf DVD veröffentlicht wurden und die eigentlich nur für die Mülltonne taugen, ist das ein wirklich beeindruckendes Meisterstück der Techniker. Passend zum Konzert gibt es viele Extras. Dazu gehören Mitschnitte verschiedener Fernsehauftritte von Cat Stevens, die dieser in den Siebzigern absolvierte. Gelungen sind auch ein dreiteiliges Interview mit Cat Stevens selbst, ein Promotionfilm zu "Father & Son" und ein Infobereich mitsamt Discografie und den gesammelten Songtexten.

Eagle Vision, 135 Minuten, Dolby Digital 5.1+DTS, 20 Euro

UB40: Homegrown in Holland

Wenn es um den Reggae geht, schweift der Blick der Musikfreunde stets nach Jamaika, um hier die musikalischen Nachfahren von Bob Marley unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten. Doch auch im verregneten England wird der sommerfröhliche Rasta-Sound produziert. UB40, eine der beliebtesten Reggae-Gruppen der ganzen Welt, stammt ausgerechnet aus dem kleinen Städtchen Birmingham. Ende der Siebziger zeigten sich die beiden Brüder Robin und Ali Campbell sehr begeistert von der Musik aus Jamaika, die im Sommer auch in Birmingham zu hören war. Und so beschlossen sie, ihren Vorbildern nachzueifern und gründeten 1978 zusammen mit sechs Freunden eine eigene Reggae-Band. Der Name UB40 wurde übrigens einem Formular für den Antrag auf Arbeitslosenunterstützung entlehnt. Der Rest ist Geschichte: Obwohl einige der Gründungsmitglieder von UB40 noch nie zuvor ein Instrument in der Hand gehabt haben, mausern sich die Kellermusiker schnell zum Geheimtipp, der nonstop durch die einschlägigen Clubs tourte. Schon bald wird man auch von höherer Stelle auf die Musik mit dem fröhlichen Groove aufmerksam. Ihre erste Single schießt gleich in die Top 10. Inzwischen gehören UB40 seit vielen Jahren zu den bekanntesten englischen Bands - und sie ist weltweit beliebt. Wie gut die Musiker inzwischen sind, zeigt dieser Konzertmitschnitt aus Holland, der im Dezember 2003 im Ahoy in Rotterdam aufgezeichnet wurde.

Über 30.000 Fans schauten sich die Show an drei aufeinander folgenden Abenden an. Auch für die Zuschauer zu Hause lohnt sich das. Das Bildmaterial ist erstklassig digitalisiert und der DTS-Klang kommt frisch, kräftig und sehr dynamisch abgemixt aus den Boxen. 22 Songs kommen während des Konzerts zum Einsatz, darunter absolute Knaller wie "Young Guns", "Red Red Wine" und "Kingston Town". Es lohnt sich aber durchaus, auch die unbekannteren Songs bewusst zu genießen, weil man sie noch nicht so sattgehört hat wie etwa "Red Red Wine". Sehr gelungen ist übrigens auch, wie UB40 ihre Lieder mit langen Instrumental-Einlagen immer wieder in die Länge ziehen.

Wer die Heimkinoanlage richtig schön laut stellt, wird nach dem Ende des Konzerts jedenfalls voller Energie und guter Laune stecken. Das ist freilich ein Pluspunkt, den nicht jede Musikrichtung für sich verzeichnen kann.

Zu den Extras der DVD gehören Interviews mit der Band, eine Fotogalerie und ein Blick hinter die Kulissen. Warner Music, 160 Minuten, Dolby Digital 5.1+DTS, ca. 25 Euro

Carsten Scheibe

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