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Stefan Niggemeier

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Kultur
Kultur
Marietta Slomka liest Politikern die Leviten

Die ZDF-Journalistin Marietta Slomka fordert von Politikern eine klarere und emotionalere Sprache. In der Politik gebe es ein Übermaß an «substantivierter Gremiensprache», bemängelte die populäre Moderatorin des «heute-journals» am Samstagabend in Wiesbaden.

Lena und
Lena und "Unser Song für Deutschland"
Hoffnung und Häme

Die "Mission Titelverteidigung" gilt schon jetzt als gescheitert: Es hagelt Häme für Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab, der sich mit deftigen Worten wehrt. Doch wenn heute der richtige Song gewinnt, ist beim Eurovision Song Contest alles möglich.

Hans-Martin Tillack
Blog "Hans-Martin Tillack"
Westerwelle, Steinbrück, Merz

Verteidiger des Wirtschaftsliberalismus führen sich hierzulande gerne als politisch Verfolgte auf, auch jetzt wieder nach dem Westerwelle-Rücktritt. Ganz ehrlich und unter uns: Ich persönlich habe ja durchaus eine Schwäche für ein gewisses Vertrauen in den Markt. Weniger sympathisch sind mir aber viele deutsche Wirtschaftsliberale, die so tun, als sperre man sie demnächst ob ihrer tapferen Haltung in finstere Kellerverliese. Obwohl er sich nichts vorzuwerfen habe, sei Guido Westerwelle als FDP-Chef dem Druck der politisch korrekten Staatsgläubigen wichen, so ungefähr tönte es jetzt aus allen möglichen Ecken. In Wahrheit kann solche steilen Thesen nur jemand vertreten, der die vergangenen zwei Jahre in einem Funkloch am anderen Ende der Welt verbracht hat. Immerhin holte Westerwelle mit seinen wirtschaftsliberalen Thesen ein Rekordergebnis bei der Bundestagswahl. Nur zeigte er kurz darauf, dass er selbst viel mehr der Glaubensrichtung des Klientelismus anhängt als der des Liberalismus. Weil es eben keine Steuersenkung für alle gab, sondern nur für Hoteliers. Weil ausgerechnet Hotelierkreise zuvor ein Fünftel des FDP-Wahlkampfetats getragen hatten . Und weil Westerwelle sich gleich bei zwei seiner drei ersten Delegationsreisen ins Ausland von einem weiteren Grossspender begleiten ließ. Genau diese beiden Vorgänge trugen ja mit am Nachhaltigsten zum Absturz der FDP an der Glaubwürdigkeitsbörse bei. Weil sie den Verdacht bestätigten, dass es den Liberalen nicht um das Wohlergehen der Gesellschaft als Ganzer gehe, sondern nur um den eigenen Geldbeutel – beziehungsweise das Portemonnaie derjenigen Gönner, die der FDP und Westerwelle geholfen hatten, an die Macht zu kommen. Auch der SPD-Mann Peer Steinbrück stilisiert sich gerne als einsamer Rufer, was insofern berechtigt ist, als es in der SPD nicht gerade vor Wirtschaftsexperten wimmelt. Zugleich fällt bei dem ehemaligen Finanzminister auf, dass er seit der Bundestagswahl Ende 2009 zwar 46 jeweils vierstellig bezahlte Vorträge außerhalb des Parlaments hielt – aber nur eine einzige Rede im Bundestag , in den er sich dennoch freiwillig von uns Bürgern wählen ließ und in dem er jeden Monat seine Diät bezieht. Steinbrück sieht sich gerne als Mann der Mitte. Wie sehr im selbst offenkundig Maß und Mitte fehlen, beschrieb die Website Abgeordnetenwatch.de dieser Tage in ihrem Newsletter sehr schön. Als nämlich Abgeordnetenwatch.de bereits vor acht Monaten auf ein Missverhältnis zwischen der parlamentarischen und der außerparlamentarischen Tätigkeit des Abgeordneten Steinbrück hinwies, reagierte der Sozialdemokrat mit Beschimpfungen. Ausgerechnet der Lohnredner Steinbrück warf dem von einem gemeinnützigen Verein getragenen Projekt Abgeordnetenwatch vor, da gehe es um einen „kommerziellen Haufen“ . Immerhin versprach der Ex-Minister, in Zukunft seine eigene kommerzielle Tätigkeit „zu dosieren“. Was sich dann laut Abgeordnetenwatch in 17 weiteren bezahlten Vorträgen niederschlug. Übrigens gilt dieser Mann auch manchen eigenen Parteigenossen als geeigneter Kanzlerkandidat. Ein weiterer verhinderter Kanzlerkandidat, Friedrich Merz von der CDU, lobte jüngst das Buch, das der SPD-Mann ebenfalls unlängst auf den Markt warf. In dem „schleudert Peer Steinbrück den Deutschen einige unbequeme Wahrheiten entgegen“, findet Merz. Er nahm ihn also auf in den Club der ungeliebten Wahrheitsverkünder, zu dem sich auch Merz selbst sicherlich zählt. Am Dienstag vermeldeten wir auf dieser Website eine Wahrheit, deren Verkünden Merz nicht so geliebt haben dürfte. Nämlich die Tatsache, dass er als so genannter Veräußerungsbeauftragter der maroden Landesbank WestLB ein Tageshonorar von 5000 Euro bezieht . Gewiss, das ist in der Beraterbranche ein Satz, der zwar hoch ist, aber nicht völlig aus der Welt. Die zahlreichen Kommentatoren , die unsere Geschichte aufgriffen, wiesen trotzdem auf einen wichtigen Punkt hin: Merz’ Beraterhonorar zahlen letztlich die Steuerzahler, die auch die Milliardenverluste der WestLB tragen. Nicht ohne Grund hat ja der Bundestag Vorstandsgehälter und Bonuszahlungen bei solch staatsgestützten Instituten gedeckelt. Wer da selbst so zulangt, wie es der ehemalige CDU/CSU-Fraktionschef tut, der braucht sich nicht wundern, wenn man von ihm nicht mehr hören möchte, wie sehr wir alle unsere Ansprüche an den Staat einschränken sollten. Deutschland braucht Liberale, Deutschland braucht auch Wirtschaftsliberale. Aber bitte solche, denen ihr intellektuelles Niveau wichtiger ist als die Füllhöhe im häuslichen Geldspeicher. P.S. Auf V.i.S.d.P . hat der langjährige Blogger Don Dahlmann diesen Blog heute als einen von nur drei Journalistenblogs für seine „hochwertigen Inhalte“ gelobt, neben den bekannten Webkolumnen von Michael Spreng und Stefan Niggemeier. Wie schön!

Eurovision Song Contest
Eurovision Song Contest
Stars für Oslo - dringend gesucht

Während Deutschland Lena Meyer-Landrut feiert, scheinen andere Länder derzeit an ihren Eurovisions-Teilnehmern zu verzweifeln. Großbritannien arrangiert sein Lied um, die Ukraine veranstaltet einen neuen Vorentscheid und Frankreich hat noch gar keinen Teilnehmer.

Lena Meyer-Landrut
Lena Meyer-Landrut
So gut sind ihre Sieg-Chancen in Oslo

Deutschland im Lena-Rausch: Die Siegerin von "Unser Star für Oslo" erobert die Download-Charts. Hat Lena Meyer-Landrut auch das Zeug, in Oslo zu siegen? Fünf Gründe, warum unsere Chancen selten so gut standen.

Dieter Wedel und der TV-Zweiteiler
Dieter Wedel und der TV-Zweiteiler "Gier"
Ein Trauerspiel

Der ausladende TV-Zweiteiler "Gier" kündete weniger von betrügerischen Tricks in der Finanzbranche als vom künstlerischen Ende des Großregisseurs Dieter Wedel. Ein Abgesang.

Sascha Lobo
Sascha Lobo
Der Posterboy der Generation Upload

Als Mann mit rotem Irokesenkamm geistert Sascha Lobo seit ein paar Wochen durch einen Vodafone-Werbespot - und wird so einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. In der Blogsphäre kennt man ihn schon länger. Als Erfinder der "Digitalen Bohème" und gnadenlosen Vermarkter seiner selbst. Porträt eines Phänomens.

Unterschriftensammlung
Unterschriftensammlung
Die "Kinderhilfe" und die Internetsperren

Die "Deutsche Kinderhilfe" versucht mit einer Unterschriftenaktion den umstrittenen Gesetzentwurf zu Kinderporno-Sperren im Internet zu unterstützen. Umstritten ist aber auch die "Kinderhilfe" selbst. Blogger werfen ihr Populismus vor - und Hacker verändern ihre Website.

Jugendmedientage
Jugendmedientage
Schlaflos in Leipzig

Diskussionen, Workshops und maximal drei Stunden Schlaf pro Nacht! So erlebten wir mit knapp 500 anderen jungen Medienmachern dieses Wochenende in Leipzig. Hauptthema der Medientage waren dabei die Medien 2.0 und ihre journalistischen Berufswege.

Engelke und Herbst
Engelke und Herbst
Zwei Witzbolde werben für "Bildblog"

Zwei Komiker machen Werbung für "Bildblog": Anke Engelke und Christoph Maria Herbst spielen in einem Werbespot für die Internetseite, die Falschmeldungen in der "Bild"-Zeitung nachgeht, meldet der stern.

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