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12. August 2008, 13:59 Uhr

Blondine mit Faible für Tennis-Asse

Sandy Meyer-Wölden, die meisten werden diesen Namen am Montag zum ersten Mal gehört haben. Dabei ist die Verlobte von Boris Becker keine Unbekannte: Jahrelang war sie mit Tommy Haas liiert, ihr wurden Affären zu Lenny Kravitz und Flavio Briatore nachgesagt. Jetzt heiratet sie einen, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Von Jens Maier

Sandy Meyer-Wölden

Sandy Meyer-Wölden posiert bei der Verleihung des Elle-Fashion-Awards in Berlin für die Fotografen© Franziska Krug

Keine wilden Partys am Strand wie in Daytona Beach, kein Nachtleben wie am Ocean Drive von Miami und kein Promiauflauf wie auf Fisher Island: Das 50.000-Einwohner-Städtchen Bradenton an Floridas Westküste zählt nicht zu den Hotspots des Sunshine-States. Touristen kommen - wenn überhaupt - nur des Strandes wegen. Dafür gehen Tennis-Profis ein und aus: Andre Agassi, Jim Courier, Anna Kurnikowa, Maria Scharapowa und Tommy Haas waren oder sind hier zu Hause. Sie alle haben in Bradenton die weltberühmte Tennisschule von Nick Bollettieri besucht. Unter ihnen auch eine Deutsche, die jetzt nicht mit ihrer Vorhand, sondern durch eine spektakuläre Verlobung bekannt wurde: Alessandra Meyer-Wölden.

Die 25-Jährige, die von Freunden Sandy genannt wird, ist die Neue an Boris Beckers Seite. Am Wochenende hat der dreimalige Wimbledonsieger auf Sardinien um ihre Hand angehalten. Eigentlich sei nur ein Essen im engsten Familienkreis geplant gewesen, doch plötzlich habe Becker den Verlobungsring mit zwei strahlenden Diamanten hervorgeholt, sagte Meyer-Wölden dem Onlineportal "Bunte.de". "Ich bin unglaublich verliebt und glücklich. Es waren nur meine Mutter und mein bester Freund Florian Orterer dabei. Ich bin total überwältigt." Ihre Liebesbeziehung bezeichnete die Frischverlobte selbst als "Geschichte wie bei tausendmal berührt", denn ihren Verlobten kennt sie schon seit Kindesbeinen.

1997 starb Sandy Meyer-Wöldens Vater. Am Grab trauerte auch Tennisprofi Boris Becker. Axel Meyer-Wölden war seit 1993 Beckers Manager und Berater, fädelte für seinen Schützling Millionendeals mit Mercedes, Nutella und dem Sportartikelhersteller Lotto ein. Becker lernte den Anwalt 1991 bei den Australian Open kennen, soll in den 90er Jahren in der Villa der Familie in Grünwald ein- und ausgegangen sein. Damals lernte er auch Tochter Sandy kennen, die war gerade erst sieben Jahre alt. Als klar war, dass Meyer-Wölden Leberkrebs hat, widmete Becker ihm sogar seinen Australian-Open-Sieg: "Ich widme den Sieg jemandem, der leider nicht hier sein kann", sagte Becker 1996 auf dem Center Court von Melbourne - und meinte damit Meyer-Wölden.

Nach dessen Tod war Becker der Familie immer noch sehr verbunden. Witwe Antonella Meyer-Wölden verbrachte ihre Zeit einen Großteil des Jahres fortan allerdings in Florida. Mit ihren Kindern, der damals 14-jährigen Alessandra und dem elfjährigen Axel, wanderte sie von Deutschland auf die Insel Longboat-Key vor Bradenton aus. Antonella, eine gebürtige Nordafrikanerin und ehemalige Schlagersängerin, schickte ihre Tochter auf die High School und auf die Tennisakademie von Nick Bollettieri. Dort sollten Sandys schicksalhafte Beziehungen mit Tennisspielern ihren Lauf nehmen. Doch vor Boris Becker begegnete Sandy einem wieder, den sie mit elf Jahren bereits einmal getroffen hatte: Tommy Haas.

Sandy verliebt sich in Tommy Haas

In Holzkirchen in Oberbayern durfte Haas, damals schon als hoffnungsvolles Tennistalent gehandelt, 1994 ein paar Bälle gegen Boris Becker schlagen. Im Publikum saß Beckers Manager Meyer-Wölden mit seiner Tochter. Gefunkt hat es zwischen Haas und ihr damals noch nicht, Sandy war schließlich erst elf. Selbst als Sandy nach Florida, in Haas' Nachbarschaft, gezogen war, sollte es noch zwei Jahre dauern, bis aus beiden ein Paar wurde. Der Grund: Haas war bereits liiert. Olga Golowin hieß die Frau an seiner Seite. Die hatte ihren Tommy damals schon in der Tennisakademie auf Sandy aufmerksam gemacht: "Das wird mal eine ganz Hübsche", hatte sie damals gesagt.

Sie sollte Recht behalten. In Wimbledon war es 1999 dann soweit: Die blonde Deutsche, inzwischen eine strahlende Schönheit, war mit einer Freundin als Zuschauerin zum Tennisturnier nach London gereist, wurde dort immer wieder mit Anna Kurnikova verwechselt. Das nervte Haas schon damals: "Sandy ist viel hübscher, hat ein feineres Gesicht", sagter er in einem Interview der "Bild"-Zeitung. In der Players Lounge trafen sich Haas und Meyer-Wölden wieder, verabredeten sich am Abend zum Essen. Das Auf- und Ab einer Tennisromanze begann.

Die beiden waren fortan ein Paar, und die Presse hatte ihr neues Tennistraumpaar. "Tommy verliebt - sie sieht aus wie Anna", titelte die "Bild"-Zeitung. "Der Tennisstar hat seinen schönsten Sieg errungen. Seit Monaten schmust er mit einem zauberhaften Mädchen", schrieb die "Bunte". Beide trugen Goldkettchen mit der Gravur "I love you! T&S" um den Hals, Das "T" stand für Tommy, das "S" für Sandy. "Ich liebe Sandy", gab Haas in Interviews zu Protokoll. "Ich vertraue ihr, egal was sie macht. Und ich muss mir keine Sorgen machen, wenn ich unterwegs bin", sagte er 2001 in einem Interview mit der "Bunten". Doch schon bald zogen dunkle Wolken am Tennisglück der beiden auf.

Seit 2001 studierte Sandy an der Universität in Miami Kommunikationswissenschaften, konnte Haas nicht mehr zu Turnieren begleiten. Der war inzwischen jedoch zu einem Tennisprofi aufgestiegen, peilte die Weltspitze an. Nach mehrmaligen Trennungen dann 2003 das endgültige Aus: "Wir haben vergeblich versucht, uns zusammenzuraufen. Jetzt ist die Entscheidung unumstößlich", sagte Haas der "Bild"-Zeitung. Haas spielte Turniere, Sandy genoss ab sofort ihren neu gewonnenen Freiraum. Sie war endlich raus aus dem piefigen Bradenton und drin in der Partyszene Miamis.

Sandy werden Affären mit Lenny Kravitz und Flavio Briatore nachgesagt

Ende des Jahres 2003 wurde ihr eine Affäre mit Julio Eglias jr. nachgesagt, ihre Beziehung zu Haas und ihr fantastisches Aussehen hatten ihr die Türen zur High Society aufgestoßen. Es folgten Berichte über eine angebliche Liaison mit Lenny Kravitz. Bei einem Berlin-Besuch wurden beide sehr vertraut in einem Restaurant gesehen. Enge Freundschaft, mehr nicht, hieß es von Sandy zu den Gerüchten. Und auch eine Beziehung zu Flavio Briatore dementierte sie: "Flavio ist nicht mein Typ, der ist mir viel zu alt", sagte sie damals einem Reporter der "Bild am Sonntag". Bei Boris Becker scheint Sandy das heute offenbar nicht zu stören. Der Leimener ist immerhin 15 Jahre älter.

Nach dem Ende ihres Studiums 2006 zog die jetzt 23-Jährige nach New York und gründete eine eigene Firma. Die hatte überhaupt nichts mit ihrem Studienfach zu tun: Sandy wurde Schmuckdesignerin, gründete ihr eigenes Label "Lovebird". Prominentester Kunde: Lenny Kravitz. Ideen für ihre Kollektion holte sie sich in London. Und dort ist es Ende Juni auch zu einem Wiedersehen mit Boris Becker gekommen.

Der Kontakt der Familie Meyer-Wölden zu Boris Becker war nie ganz abgebrochen, gemeinsame Auftritte gab es aber nie. Dann der 27. Juni 2008: Boris und Sandy waren gemeinsam beim Konzert für Nelson Mandela in London. Von da an wurden beide immer wieder zusammen in der Öffentlichkeit gesehen. Auch den "Elle Fashion Award" besuchten beide im Juli gemeinsam. Anfang des Monats gab es dann täglich neue Bilder des Paares, das eine Beziehung aber weiterhin dementierte. Vergangene Woche hatte "Bild" noch berichtet, Becker und Meyer-Wölden seien nur gute Freunde. Dann am 11. August der Paukenschlag: "Becker hat sich überraschend verlobt" melden die Nachrichten-Agenturen. Und ebenso überrascht wie die Presse, war Sandy selbst: "Ich wusste nichts davon, war völlig überraschte", sagte sie "Bunte.de".

Jetzt bekommt Alessandra Meyer-Wölden doch noch ihren Tennisspieler. Den größten, den Deutschland je hervorgebracht hat.

Von Jens Maier
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
PEFRA (13.08.2008, 11:45 Uhr)
Naja
sie sieht aber besser aus als Paris Hilton :-)
farbklecks (12.08.2008, 21:18 Uhr)
Gääähn...
... und in China fällt ein Sack Reis um.
ukiduki (12.08.2008, 20:50 Uhr)
niveau
ein artikel dieser art wäre sicherlich in der bildzeitung des auszeichnens wert, im stern zeigt er aber nur, wie eine ehemals sehr gute journalie immer mehr verflacht. schade.
Ernst_Derlage (12.08.2008, 20:06 Uhr)
Ich glaub´ kein Wort
Unser Bobbele steht gerne in der Zeitung. Und darüber hinaus ist es ja auch gut fürs Geschäft, wenn man nichts mehr kann und sich daher mit Bier-Werbung über Wasser halten muss.
Es rauscht nun kräftig im Blätterwald. Kostenpunkt: ein Verlobungsring mit 2 Diamanten (oder Strass, wer weiß das schon so genau). Das rechnet sich auf jeden Fall. Die Nation nimmt Anteil. Wird das junge Glück Bestand haben? Meine Antwort lautet: nein! Unser Bobbele wird die Verlobung in wenigen Monaten lösen ("wir haben gemerkt, dass wir, ähh... doch nicht für einander geschaffen sind,")und damit den zweiten Teil der PR-Ernte einfahren.
Eigentlich ganz schön clever! Auch für seine Mieze. Sie ist dann bekannt genug, um auch Werbung zu machen, für Spinat zum Beispiel. Ich glaube, man darf ihn (oder seine Berater)einfach nicht unterschätzen.
Mule (12.08.2008, 19:39 Uhr)
Jetzt hat er total den nicht vorhandenen Verstand verloren
Das Foto sieht aus, als hätte man seine Mutter in jungen Jahren abgelichtet - einfach grotesk!!!!!!!!!!!
facilidad_de_ser (12.08.2008, 17:36 Uhr)
blablabla
Zitat: Jetzt bekommt Alessandra Meyer-Wölden doch noch ihren Tennisspieler...
Mehr als ein paar hinrissige Artikel in der Boulevardpresse wird sie wohl nicht bekommen ;-)
StefanAugsburg (12.08.2008, 17:26 Uhr)
Nerv .....
Mein Gott, ist das aber aufregend ! Und wieder ein neues IT-girl in den Schlagzeilen, das entweder nur durch "ich bin, also bin ich irgendwann berühmt" oder durch die Liaison zu irgendeinem "Superstar" bekannt wurde bzw. wird. Erinnert mich, zumindestens was das Abklappern von Männern einer bestimmten Sportrichtung anbelangt, irgendwie an Corinna Schumacher. Die ist wenigstens irgendwie normal, aber Frau Meyer-Wölden scheint mir voll in die übliche Kerbe der Pseudo-Promis reinzuschlagen.
"Eigene Schmuckkollektion" oder "Modedesignerin" oder "Model" oder "Schauspielerin", alles die gleiche Schei..., ich kanns nicht mehr hören. Nennt mich einen Spekulateur, aber in zwei oder drei oder vier Jahren wird kein Hahn mehr nach ihr in Verbindung mit unserem "Womanizer"-Bobbele krähen, dann ist die nächste dran. Der Mann ist eh beziehungsuntauglich, soviel steht fest. :-)
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