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6. August 2008, 10:26 Uhr

Mary-Kate Olsen bricht ihr Schweigen

Nach Monaten des Schweigens hat sich Schauspielerin Mary-Kate Olsen erstmals zum Tod ihres Kollegen Heath Ledger geäußert. Doch statt Klarheit zu schaffen, geben Olsens Aussagen Anlass zu neuen Spekulationen, dass sie und Ledger mehr waren als nur gute Freunde. Von Frank Siering, Los Angeles

Mary-Kate Olsen soll im Januar die erste gewesen sein, die von Heath Ledgers Tod erfuhr© Evan Agostini/AP; Peter Kramer/AP

Sie hat ihr Schweigen gebrochen. Zumindest ein bisschen. Mary-Kate Olsen, 22, Hollywoodstar und ominöse Vertraute des verstorbenen Schauspielers Heath Leger, ließ über ihren Anwalt Michael Miller in New York mitteilen, dass sie "nichts mit den Drogen zu tun hatte, die in der Wohnung von Heath Ledger gefunden wurden". Ob diese Aussage die Drogenfahnder von der amerikanischen DEA (Drug Enforcement Agency) zufrieden stellt, bleibt im Moment noch unbeantwortet. Seit Wochen versuchen DEA-Beamte Olsen zu einer Aussage im Todesfall von Ledger zu bewegen. Aber Mary-Kate Olsen blieb bisher stur. Ihrer Forderung nach absoluter Anonymität wollten die Drogenfahnder nicht nachkommen. Das entfachte nicht nur in New York ein wahres Medienfeuer.

Die "New York Post" beschäftigte sich in einer großen Geschichte mit Mary-Kate Olsen und ihre Verweigerung, mit dem FBI zusammenzuarbeiten. Die Fahnder wollen wissen, wie die Droge OxyContin, die am 22. Januar 2008 am Körper des toten Heath Ledger gefunden worden war, in die Wohnung des Schauspielers gekommen ist.

Waren Ledger und Olsen mehr als nur "gute Freunde"?

Mary-Kate Olsen war diejenige, die kurz nach dem Tod des Australiers in direkten Kontakt mit ihm gebracht wurde. Eine Putzfrau hatte demnach den leblosen Körper von Ledger entdeckt und nicht, wie eigentlich zu erwarten, sofort die Polizei, sondern angeblich zunächst Mary-Kate Olsen angerufen. Das wiederum führte zu Spekulationen, dass Olsen und Ledger mehr waren als nur "gute Freunde". Ob Olsen noch vor der Polizei in die Wohnung von Ledger kam, um einige "Spuren zu verwischen" ist bis heute unklar.

Die Ehe von Haeth Ledger und Michelle Williams, mit der er eine gemeinsame Tochter hat, galt schon vor dem tragischen Tod des Schauspielers als zerrüttet. Ledger und Olsen waren mehrfach zusammen in New York gesichtet worden. Auf eine mögliche Liebschaft angesprochen, verwarf Olsen die Spekulation mit den Worten, dass sie Heath "als guten Freund schätzt". Unter dem steigenden Druck in der Öffentlichkeit sah sich Olsen nun gezwungen, über ihren Anwalt doch einige Statements abzugeben. So ließ Miller im Namen seiner Mandantin verlauten, dass "wir der Behörde alle relevanten chronologischen Fakten, die den Tod von Mr. Ledger angehen, haben zukommen lassen." Weiter: "Mrs. Olsen kennt die Quelle der Drogen, die in der Wohnung von Mr. Ledger gefunden wurden, nicht."

Damit hofft der Justitiar die noch offenen Fragen der DEA-Beamten endgültig zu beantworten. Aber im Moment sieht es so aus, als könne die 22-Jährige in dieser Angelegenheit noch weiter zur Rechenschaft gezogen werden. So ist es durchaus möglich, dass Olsen vor einer "Grand Jury" aussagen muss, um sich Fragen nach Ledgers Medikamentenkonsum zu stellen. Anwalt Joseph Tacopina, der den Fall für ein US-Magazin beobachtet, glaubt sogar, dass die Regierung Grund zur Annahme habe, dass Olsen in den Fall verwickelt sei, wenn sie die Aussage vor Gericht verweigert. Alle Fakten scheinen noch nicht auf dem Tisch zu liegen. Heath Ledger, dessen letzter Film "Dark Knight" gerade die 400 Millionen Dollar Einnahmehürde sprengte und somit schon jetzt zu den erfolgreichsten Streifen aller Zeiten zählt, muss wohl noch ein bisschen warten, bis er endlich in Frieden ruhen kann.

Von Frank Siering, Los Angeles
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Laurameyer (07.08.2008, 12:52 Uhr)
heath ledger und michelle williams..
... waren nicht verheiratet. gut recherchiert..
Gaiwa (07.08.2008, 08:04 Uhr)
"Drogen"
Ich schätze mal dass die Redaktion halbwegs Englisch kann und es daher nur um Sensationsmache geht. Aber einfach verschreibungspflichtige Medikamente aus der Apotheke (!) generell "Drogen" zu nennen impliziert eben gezielt etwas anderes und stellt beide in eine falsche Ecke. In sofern würden bei der Hälfte der Leser dieses Artikels daheim 'Drogen' gefunden werden schätze ich, und die meisten davon werden wohl auch nicht mehr das jeweilige Rezept daneben liegen haben...
Cienne (06.08.2008, 17:28 Uhr)
Die arme
Also ich finde/fand, dass sie und irhe Schwester früher echt super aussahen (als die so 18 waren).
Das sie magersüchtig sind/waren ist ja bekannt, wenn jetzt noch Drogen dazugekommen sind.. Schade, echt schade.
Aber wenn man seit dem 2ten Lebensjahr sogut wie kein Leben mehr hat, muss da ja irgendwo Spuren hinterlassen.
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