John Malkovich rettet Mann vor dem Verbluten

10. Juni 2013, 07:55 Uhr

Bei einem Unfall in Toronto verletzt sich ein Mann schwer. Durch Zufall ist Hollywoodstar John Malkovich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und rettet dem Mann das Leben. Von Frank Siering, Los Angeles

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Ein Ersthelfer mit Oscar-Nominierung: John Malkovich hat einem fremden Mann das Leben gerettet©

Manchmal schreibt das Leben eben doch die besten Drehbücher. Als Hollywoodstar John Malkovich, 59, zusammen mit einem guten Bekannten durch die Innenstadt von Toronto spazierte, entdeckte der Oscar-nominierte Schauspieler einen Mann, der stark blutend auf der Straße lag.

Jim Walpole, 77, der aus dem US-Bundesstaat Ohio stammt, hatte sich nach einem Sturz an einer aus dem Boden ragenden Metallstange den Hals aufgeschnitten, wie der Nachrichtensender ABC News berichtete. Die Ehefrau von Walpole ist zwar ausgebildete Krankenschwester, "doch als ich das viele Blut an meinem Mann sah, war ich plötzlich wie geschockt", so Marilyn Walpole in einem Interview mit ABC.

Die beruhigende Stimme eines Arztes

Nach diversen Augenzeugenberichten eilten "zwei Gentlemen" an die Unfallstelle und begannen sofort mit der Behandlung von Walpole. "Sie wirkten ruhig und schienen genau zu wissen, wie die Blutung gestoppt werden kann", so ein weiterer Augenzeuge. "Einer der Helfer war unglaublich. Er nahm ein Handtuch, übte Druck auf die Wunde aus und sprach mit einer beruhigenden Stimme auf mich ein. Ich war fest davon überzeugt, dass es sich um einen Arzt handeln musste." Doch weit gefehlt. Hinter der ruhigen Stimme verbarg sich niemand geringerer als John Malkovich. Der "Being John Malkovich"-Star befindet sich derzeit in Toronto, weil er in Kanada Theater spielt ("The Giacomo Variations").

Malkovich schickt Brief und Blumen

Erst später, als die Rettungssanitäter Walpole ins Krankenhaus gebracht und ein Arzt dem 77-Jährigen verraten hatte, dass er ohne die Hilfe des "Straßenengels" wohl verblutet wäre, wollte Walpole wissen, wer dieser "wunderbare Mensch mit der sanften Stimme" gewesen sei.

In einem Interview mit einer kanadischen Tageszeitung versprach Walpole anschließend, dass er "so bald wie möglich alle Filme mit Malkovich anschauen werde". Und der Star aus Hollywood? Er hat sich bisher nicht öffentlich zu seiner Heldentat geäußert. Dafür hat er Walpole einen persönlichen Brief und ein paar Blumen ins Krankenhaus geschickt.

Für Marilyn Walpole steht seit dem Zwischenfall in Toronto eines fest: "Wie viele Menschen machen das, wer hält heute schon noch an und hilft jemandem freiwillig?" Und weiter: "Ich weiß nicht, von wo er kam. Ich weiß nur, dass er für immer mein Engel bleiben wird."

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