Bodyguard fand sie leblos im Hotelzimmer

12. Februar 2012, 09:26 Uhr

Die Musikwelt trauert um einen Superstar: Whitney Houston ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Zu Ehren der Sängerin soll nun der Ablauf der Grammy-Verleihung geändert werden. Von Frank Siering, Los Angeles

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Die Musikwelt trauert: Whitney Houston ist im Alter von 48 Jahren gestorben©

Schock, Entsetzen, Leere. Hollywood und die Musikwelt sind wie gelähmt. Der plötzliche Tod von Whitney Houston, 48, in der Suite im vierten Stock des Beverly Hilton Hotels am Samstagnachmittag hat weltweit heftige Reaktionen ausgelöst. Und sofort unendlich viele Fragen aufgeworfen.

Die wichtigste vorweg: Warum und woran ist Whitney Houston gestorben? Die Polizei in Beverly Hills hat möglicherweise schon heute Antworten. Beamte sperrten das angemietete Hotelzimmer ab.

Spekulationen über neue Drogenprobleme

Houston hatte jahrelang Probleme mit Drogen und Alkohol. Seit der Scheidung von Bobby Brown, mit dem die sechsfache Grammy-Gewinnerin 15 Jahre lang verheiratet war, schien sie eine zeitlang auf dem Wege der Besserung. Aber in dieser Woche tauchten im Vorfeld der heutigen Grammy-Veranstaltung neue Fotos von Houston auf, die sie wirr und möglicherweise angetrunken und im Drogenrausch in Hollywood gezeigt hatten.

Gefunden von einem Bodyguard

Houston war von ihrem Mentor Clive Davis zu den Grammys eingeladen. Sie hätte am Samstagabend bei der berühmten Pre-Grammy-Party, die Davis jedes Jahr im Beverly Hilton Hotel schmeißt, auftreten sollen. Die Party ging - wie geplant - über die Bühne. Allerdings verwandelte Davis, der Entdecker und ein guter Freund von Houston, die Veranstaltung kurzerhand in einen "Memorial Service" für die tote Sängerin. Auch die heutigen Grammys sollen kurzfristig abgeändert werden. Die Veranstalter planen demnach, einen Whitney-Houston-Tribut in die Show einzubauen. Jennifer Hudson wird ihn wohl singen.

Der Todeszeitpunkt der Diva wurde mit 15.55 Uhr Ortszeit angegeben. Nach Insiderberichten sprach Houston noch 30 Minuten vor dem Tod mit ihrer Mutter Cissy am Telefon. Und auch ihre Cousine, Sängerin Dionne Warwick sagte, dass "Whitney gut drauf war und sich auf die Clive Davis Party freute".

Beverly Hills Polizeisprecher Mark Rosen gab in einer ersten Stellungnahme bekannt, dass es keine Anzeichen für Mord gäbe. Houston wurde nach Aussagen von Courtney Barnes, dem Sprecher von Houstons Freund Ray J, von einem Bodyguard im Hotelzimmer aufgefunden. Laut der Promiseite tmz.com lag Houston als sie gefunden wurde in der Badewanne. Auch der US-Sender ABC berichtet, ihr Körper sei "leblos in der Badewanne ihres Hotelzimmers" im gefunden worden. Es gibt Gerüchte, dass Houston ertrunken ist. Sofortige Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Laut "tmz.com" soll Houston Xanan genommen haben. Das Medikament wird gegen Angstörungen und Depressionen verschrieben. Mit Alkohol geschluckt, könne es stark sedierend wirken und Schläfrigkeit hervorrufen.

Ein Leben voller Erfolge

Houston galt als eine der schönsten Stimmen, die jemals in der Entertainment-Welt zu hören waren. Songs wie "The Greatest Love of All", "I will always love you" und "I wanna dance with somebody" machten sie so bekannt wie Michael Jackson. In ihrer Karriere verkaufte die Sängerin mehr als 200 Millionen Tonträger.

Erst vor wenigen Wochen beendete die 48-jährige Entertainerin ihre Arbeit am Filmset von "Sparkle". Das Remake des Leinwanderfolgs von 1976 , der auf dem Leben der "Supremes" basiert, soll im August in die Kinos kommen. Es war Houstons erster Film seit "The Preacher's Wife" (1996).

Houston geht als eine der höchst dekorierten Künstler in die Annalen der Musikgeschichte ein. Neben zwei Emmys und sechs Grammys, gewann sie 30 Billboard und 22 American Music Awards. Ihr Album "Whitney" war das erste Album einer weiblichen Sängerin, das auf Platz eins debütierte.

Familie, Freunde und Promis trauern

Die "Bodyguard"-Schauspielerin hinterlässt eine 19-jährige Tochter. Bobbi Kristina lebte mit ihrer Mutter und ihrer Tante in einem Haus in Laguna Beach, rund eine Autostunde von Downtown Los Angeles entfernt. Sie erfuhr vom Tod ihrer Mutter von ihrer Tante Dionne Warwick.

Ex-Ehemann Bobby Brown sei nach der Mitteilung vom Tod Houstons weinend zusammengebrochen. Dennoch trat er mit seiner Band "New Edition" noch am Samstagabend bei einem geplanten Konzert in Mississippi auf. Ihm wurde in der Vergangenheit immer wieder die Schuld für Houstons Drogenprobleme in die Schuhe geschoben.

Die Nachricht vom Tod Houstons hatte sich in Windeseile via sozialer Netzwerke im Internet verbreitet. Und die Reaktion der Promi-Welt ließ nicht lange auf sich warten. Rihanna twitterte: "No words! Just tears". Katy Perry schrieb: "So traurig. Wir werden dich immer lieben, Whitney". John Legend forderte die Grammy-Veranstalter auf "jetzt ganz schnell was für Whitney auf die Beine zu stellen". Und selbst Justin Bieber ließ seiner Trauer freien Lauf: "Eine der größten Stimmen, die es jemals gegeben hat. Ihre Freunde und ihre Familie schließe ich in meine Gebete ein."

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