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10. Januar 2012, 08:07 Uhr

Beyoncés Baby-Geheimnisse

Blue Ivy ist gerade mal zwei Tage alt und macht schon jetzt mehr Schlagzeilen als die Herausforderer von Präsident Barack Obama. Papa Jay-Z macht seine Tochter zum sofortigen Rap-Star, spricht von vaginaler Geburt und dem Leiden auf dem Weg zum Glück. Von Frank Siering, Los Angeles

Das ging jetzt aber wahrlich schnell. Popstar Beyoncé Knowles war noch nicht einmal aus dem Krankenhaus entlassen, da dudelte die kreischende Stimme von ihrem Baby auch schon durchs Internet. Verantwortlich dafür war der eigene Ehemann. Jay-Z konnte es wohl kaum abwarten, der Welt Blue Ivys kraftvolles Organ vorzustellen.

Und so verewigte er die Stimme seiner Tochter auf seinem neuesten Track. Am Ende von "Glory feat. B.I.C", den Song hat der Musik-Mogul gestern auf seine Website gestellt, ist ein kreischendes Neugeborenes zu hören: Tochter Blue Ivy.

Und das ist bei weitem nicht die einzige Beyoncé-Baby-Nachricht, die vom New Yorker Lenox Hill Krankenhaus dieser Tage hinaus in die Welt schwappt.

Bodyguards halten Mütter von Neugeborenen fern

Reichlich Aufregung gab es demnach bei den anderen jungen Müttern im Hospital. Einige überlegten sogar, das Krankenhaus samt Beyoncé und Jay-Z zu verklagen. Der Grund: Angeblich habe das von der Sängerin mit angeschleppte "Sicherheits-Detail" (angeheuerte Bodyguards) den gesamten vierten Stock des Krankenhauses für Beyoncé in Beschlag genommen.

Andere Mütter fühlten sich beengt, konnten demnach teilweise nicht einmal ihre eigenen Babys sehen, weil überall missmutige Angestellte von Beyoncé herumstanden, die den Weg versperrten.

Erste Gerüchte, Beyoncé und Jay-Z hätten gar 1,3 Millionen Dollar an das Krankenhaus gezahlt, um in aller Ruhe und ohne gestört zu werden Blue Ivy zur Welt bringen zu können, wurden am gestrigen Montag von einem Krankenhaus-Sprecher dementiert: "Es stimmt nicht, das Paar hat keine 1,3 Millionen Dollar für die Reservierung eines gesamten Stockwerks bezahlt", so das Statement.

Beyoncé erlitt offenbar eine Fehlgeburt

Was stimmt, ist, dass Baby Blue Ivy - hinter dem Namen verbirgt sich übrigens die Lieblingsfarbe von Rapper Jay-Z ­- in Paris gezeugt wurde und dass Beyoncé eine natürliche Geburt vorgezogen hat. "Ich habe mein Kind so geboren, wie es Frauen über tausende von Jahren getan haben", so Beyoncé in einer Erklärung.

In dem Statement heißt es weiter: "Die Geburt war sehr emotional und unglaublich friedlich. Wir fühlen uns wie im Himmel."

Der Weg zum ersten gemeinsamen Baby für Beyoncé und Jay-Z ­- auch das kam zwei Tage nach der Geburt heraus ­- war nicht einfach. Und wieder nutzte Papa Jay-Z seine Musik, um geheime Details auszuplaudern.

Erneut brauchen die Fans nur die Website des Sängers besuchen und in den Song "Glory" hineinzuhören. Dort reimt Jay-Z: "Last time the miscarriage was so tragic/We was afraid you'd disappear/But na baby you magic." ­ Mit "miscarriage" ist eine Fehlgeburt gemeint. Darüber wurde in der Vergangenheit zwar immer wieder spekuliert, aber bis heute schwieg sich Beyoncé zu diesem Thema aus.

Jede Menge Glückwunsche der Hollywood-Stars

Hollywood derweil schweigt kein bisschen. Durch den Twitter-und Facebook-Kosmos der Promis rauschen jede Menge Gratulationen. Und Baby Blue Ivy darf schon jetzt viele Prominente zu seinen Freunden zählen.

Rihanna schreibt: "Willkommen in der Welt Prinzessin Carter. In Liebe, Tante Rih". ­ Und Gwyneth Paltrow twittert: "Wir lieben dich schon jetzt". P.Diddy wünscht dem Paar gleich "viele mehr", und Russell Simmons ganz klassisch: "Glückwünsche an meine guten Freunde Beyoncé und Jay-Z."

Nur Michelle Williams, einst zusammen mit Beyoncé in der Gruppe "Destiny's Child" aktiv, blieb bisher stumm. Und muss sich dafür auch sogleich öffentlich rechtfertigen.

"Ich muss niemandem via Twitter gratulieren, schon gar nicht dann, wenn ich mit Beyoncé ständig maile und am Telefon spreche", so die Sängerin, die gleichzeitig an eine althergebrachte Tradition erinnert: "Ich werde mit einem Strampelanzug und mit Blumen in der Hand Beyoncé persönlich besuchen. Vielleicht ist das altmodisch, aber auch im Zeitalter von Social Media durchaus noch möglich."

Von Frank Siering, Los Angeles
 
 
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