Uli Hoeneß kann auf Bewährung hoffen

13. Juli 2013, 19:14 Uhr

Das Gefängnis bleibt Uli Hoeneß offenbar erspart: Laut Medienberichten will die Staatsanwaltschaft den Bayern-Präsidenten im August anklagen – und fordert zwei Jahre auf Bewährung.

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Hoeneß, FC Bayern, Anklage, Steuerhinterziehung, Staatsanwaltschaft, Anklage

Die Staatsanwaltschaft fordert für Uli Hoeneß laut "Spiegel" eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung.

In den letzten Wochen beherrschte der spanische Neuzugang Pep Guardiola die Schlagzeilen an der Säbener Straße, nun könnte Bayern-Präsident Uli Hoeneß wieder in den Mittelpunkt rücken: Wie das Magazin "Der Spiegel" berichtet, will die Staatsanwaltschaft München II noch im August Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung erheben. Dem Bericht zufolge soll die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung beantragen wollen. Hinzukommen soll eine Geldstrafe in Höhe von 720 Tagessätzen. Bei einer Strafe von mehr als zwei Jahren wäre die Bewährung ausgeschlossen.

2,3 Millionen Euro verjährt

Die angestrebte Milde erkläre sich dadurch, "dass wohl nur ein Teil seines Steuervergehens als strafbar gewertet wird", wie der "Spiegel" in seiner Online-Ausgabe berichtet. Von den rund 3,2 Millionen Euro geschuldeten Steuern sollen gut 2,3 Millionen Euro verjährt sein, weil die Steuerschuld mehr als fünf Jahre zurückliege. Strafrechtlich relevant seien demnach nur 900.000 Euro, womit Hoeneß knapp unter der brisanten Millionengrenze liegen würde, über der keine Bewährungsstrafen mehr möglich sein sollen.

Bayern-Präsident Hoeneß hatte am 12. Januar eine Selbstanzeige eingereicht und zugegeben, etwa 3,2 Millionen Euro seines Vermögens nicht versteuert zu haben. Im März wurde seine Villa am Tegernsee untersucht.

cf
 
 
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