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24. April 2006, 15:59 Uhr

Die Welt zu Gast bei Freundinnen

Mit einer üppigen Blondine und den Fahnen der Teilnehmer der WM hatte ein Bordell für seine Dienste geworben. Nach massiven Drohungen, mutmaßlich von Moslems, wurden die Flaggen von Saudi-Arabien und dem Iran geschwärzt.

Ein Plakat mit den Flaggen der WM-Teilnehmer und der Aufschrift "Die Welt zu Gast bei Freundinnen" hängt vor einem Köner Bordell© Henning Kaiser/DDP

Das Freudenhaus hatte auf einem acht mal 24 Meter großen Transparent mit einer leicht bekleideten Blondine und dem der WM-Werbung entlehnten Spruch "Die Welt zu Gast bei Freundinnen" geworben. Darunter waren die Flaggen der 32 teilnehmenden Länder abgebildet.

Flaggen streng muslimischer Länder geschwärzt

Die von Saudi-Arabien und des Iran seien nach den Protesten mit schwarzer Farbe übermalt worden, berichtete ein Bordell-Mitarbeiter. "Einige Leute waren hier und haben verlangt, dass wir die Flaggen entfernen." Sie hätten sich zunächst ruhig verhalten und dann Drohungen ausgestoßen. Später seien vermummte und bewaffnete Personen aufgetaucht, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Um weiteren Ärger zu vermeiden, habe sich die Geschäftsleitung entschieden, die Flaggen der beiden streng islamischen Länder zu übermalen. Eine Sprecherin der Kölner Polizei äußerte die Vermutung, bei den Protestieren habe es sich um Moslems gehandelt. Sie hätten sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt gefühlt.

 
 
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