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18. Februar 2008, 10:29 Uhr

Babys ertränkt und verhungert

Eine grausame Serie: Innerhalb von 14 Tagen sind in Brandenburg drei Babys getötet worden. Beim jüngsten Fall hat in Lübben eine 22-Jährige ihr Neugeborenes in der Badewanne ertränkt. Die Mutter soll Anfang der Woche dem Haftrichter vorgeführt werden.

Plüschtiere liegen vor einem Wohnhaus in Lübben im Spreewald, in dem ein ein toter Säugling gefunden worden ist© Michael Urban/DDP

In Brandenburg sind binnen zwei Wochen drei getötete Babys gefunden worden. Eine 22-Jährige aus Lübben gestand, ihr Neugeborenes in einer Badewanne ertränkt zu haben, wie der Sprecher der Cottbuser Staatsanwaltschaft, Horst Nothbaum, sagte. Ein Verwandter hatte das tote Mädchen am Samstag im Bett der Mutter entdeckt. Erst am vergangenen Freitag hatte der Hungertod des sechs Monate alten Florian aus Frankfurt (Oder) für Entsetzen gesorgt. Dessen Eltern sitzen wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. In Nauen starb ein Säugling, nachdem die Mutter ihn nach Auskunft ihres Anwalts in eine Plastiktüte gesteckt hatte. Die Leiche wurde am 5. Februar gefunden. Gegen die 21-Jährige erging Haftbefehl.

Die junge Frau aus Lübben soll an diesem Montag dem Haftrichter vorgeführt werden - die Staatsanwaltschaft geht von Totschlag aus. Die Mutter habe gestanden, das Mädchen heimlich in ihrer Wohnung zur Welt gebracht und wenig später getötet zu haben, sagte Nothbaum. Das Motiv der 22-Jährigen liege noch im Dunkeln. "Die Angaben der Frau stimmen mit dem vorläufigen Obduktionsergebnis überein." Demnach war das kleine Mädchen "lebensfähig", es starb durch Ertrinken. Die Tat hatte sich bereits in der Nacht zum vergangenen Mittwoch ereignet. Angaben zum Kindesvater machte die festgenommene Frau bisher nicht.

Junge Eltern seien oft überfordert

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zeigte sich angesichts der Vorfälle geschockt und mahnte eine "Gemeinschaft des Kümmerns" an. Nach Angaben des Kriminologen Christian Pfeiffer werden im Osten Deutschlands drei- bis viermal häufiger Kinder von ihren Eltern getötet als im Westen. "Vermutlich ist eine Ursache, dass es im Osten mehr junge Mütter gibt, die in sozialer Isolation und Armut aufwachsen und überfordert sind mit ihrer Mutterrolle", sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.

"Oft versuchen es die jungen Eltern zunächst, ihr Kind aufzuziehen, sind dann aber völlig überfordert und irgendwann passiert es, dass Vater oder Mutter das Kind zu Tode schütteln oder es nicht mehr versorgen." So gestand die Mutter des kleinen Florian aus Frankfurt (Oder), dem Kind immer weniger zu essen gegeben zu haben, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Michael Neff, sagte. Florian habe bei seinem Tod weniger als zur Geburt gewogen. "Wir gehen davon aus, dass die Eltern das Kind über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend versorgt haben." Damit sei das Mordmerkmal niederer Beweggründe erfüllt. Das Motiv ist zunächst noch unklar.

Sowohl Platzeck als auch Brandenburgs Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) sprachen sich für einen weiteren Ausbau der Netzwerke "Gesunde Kinder" aus, in denen junge Schwangere intensiv betreut werden. Eine Legalisierung der anonymen Geburt, wie sie die CDU- Abgeordnete Roswitha Schier forderte, lehnte Ziegler ab. "Für die Mutter mag dies eine vermeintlich gute Lösung sein, die Kinder jedoch leiden das Leben lang unter Spätfolgen, weil sie nicht wissen, woher sie kommen."

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
Schwaebin (18.02.2008, 16:28 Uhr)
@ganzbaf
Mit Sicherheit haben die ordentlich was an der Waffel. Aber gleichzeitig unterstelle ich diesen "Muettern" schon auch ein gewisses Mass an krimineller Energie, schliesslich weiss jeder dass Kindstoetung strafbar ist. Und wie man mit nur einem Kind ueberfordert sein kann(auf den aktuellen Fall bezogen) das kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen. An Hilfsangeboten mangelt es heutzutage nun wirklich nicht.
ganzbaf (18.02.2008, 15:41 Uhr)
Du würdest also behaupten,
dass eine Muter, die ihr Kind umbringt, nicht krank sein kann?
Oder sogar muß...?
Schwaebin (18.02.2008, 14:25 Uhr)
Sehr schlimm das Ganze
Und ich wette dass diese Weiber nun wieder irgendwelche Depressionen vorschieben.
faustjucken_de (18.02.2008, 12:48 Uhr)
@Pixelschubser
Ich komme heute abend vorbei und haue dir den Schädel ein.
"Nein, Herr Richter, das war ich nicht, das war das Monster Deutschland."
Lieber Pixelschubser, das Monster Deutschland als Institution und Gesellschaft ermöglicht es dir, solche hirnverbrannten Kommentare abgeben zu können (wahrscheinlich noch vom Arbeitsplatz aus), ohne dass gleich die Gesinnungspolizei vorbeikommt und dich wegsperrt.
sportartmakler (18.02.2008, 12:40 Uhr)
@ganzbaf
seine eigene meinung verkünden tun also nur aushilfsexperten? mir ist auch schleierhaft wie du aus meinem statement deinen letzten absatz rechtfertigst. wie kommst du darauf mir zu unterstellen ich hätte kein mitleid mit den kindern bzw. weil sie ja so quängelig waren heiße ich mord als probates mittel gut? interpretier lieber gedichte, da stören die unterstellungen mich wenigstens nicht
ganzbaf (18.02.2008, 12:13 Uhr)
Warum verblödet?

CDU-Schulen und CDU-Privatfernsehen sind schon mal der größte Posten.
ganzbaf (18.02.2008, 12:10 Uhr)
Schuld sind immer die....
die die "Schuld" nur am Ergebnis festmachen wollen. Also so Aushilfsexperten wie Sortquarkler (O;
.
Mich wundert ja nur, dass er noch nicht so konsequent ist, uns sagt, dass er "null mitleid" mit den Kindern hat...?
Die haben doch sicher zu viel geschrien und Ansprüche gehabt, oer was?
Maria1000 (18.02.2008, 11:17 Uhr)
Warum?
Warum sind viele dieser immer jungen und immer der Bildungsunterschicht gehörenden Mütter / Väter zu BLÖDE für Verhütung, Adoptionsfreigabe, Abtreibung?? Frau Von der LEyen sollte vielleicht mal ihre finanziellen(!!) "Anreize für das Kinder hornlos in die Welt setzen" gerade auf solche Leute überdenken!
Kinder sind für solche Eltern vermutlich ein "Wegwerfartikel", der vermutlich im Komasuff gezeugt wurde, genauso wie andere dinge nur noch "konsumiert" werden von diesen Denkbefreiten.
sportartmakler (18.02.2008, 11:12 Uhr)
sucht man wieder die schuld in der gesellschaft?
wir werden solche tragödien immer wieder erleben, egal wieviele hilfsangebote vorhanden sind. die mörder bleiben die eltern, unabhängig davon ob sie nun gebeutelte des systems sind oder nicht, denn die möglichkeiten sein kind versorgen zu lassen sind da, sogar anonym. und solange solche sachen nicht genutzt werden solange habe ich null mitleid mit den eltern oder versuche die gründe (ausschließlich) in der gesellschaft zu suchen.
Pixelschubser (18.02.2008, 11:04 Uhr)
WARUM?
Warum sind wir eigentlich immer noch nicht in der Lage, solchen augenscheinlich überforderten Eltern zu helfen, bevor eine solche Katastrophe geschieht?
.
Wieso müssen immer wieder Säuglinge und Kleinkinder sterben, weil Eltern mit ihrer Situation total überfordert sind?
.
Warum müssen solche Eltern immer wieder im Knast landen, weil sie etwas nicht schaffen?
.
.
Diese Eltern sind keine Monster, sie sind lediglich die Kinder des Monsters Deutschland!
.
HELFT IHNEN JETZT ENDLICH! Helft Ihnen, verantwortungsvolole Eltern zu werden, die Ihre Kinder erziehen können, ohne dabei selbst zugrunde zu gehen!
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