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8. November 2011, 17:27 Uhr

Denkmal für einen Superstar

Millionen Menschen haben sich Eisbär Knut im Berliner Zoo angesehen. Millionen Euro hat das Tier zu seinen Lebzeiten in die klammen Kassen des Tierparks gespült. Jetzt soll dem Besuchermagneten aus guter Tradition ein Denkmal gesetzt werden.

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So verzauberte Eisbärbaby Knut im Berliner Zoo die Besucher. Im März verstarb der Publikumsliebling plötzlich© Wolfgang Kumm/DPA

Der Eisbär Knut bekommt ein Denkmal. Zur Erinnerung an den Publikumsliebling, der am 19. März im Alter von nur vier Jahren im Zoologischen Garten Berlin plötzlich gestorben war, soll ein bildender Künstler eine Skulptur des Bären schaffen. Das teilte die Fördergemeinschaft Freunde des Hauptstadtzoos am Dienstag mit, die gleichzeitig einen Ideenwettbewerb startete. Bis 20. Dezember soll die Bronzeskulptur entworfen werden. Sie soll, so heißt es, "den jungen Eisbären Knut in Lebensgröße darstellen". Die Skulptur soll dann im Frühjahr 2012 im Zoo aufgestellt werden.

Das Kunstwerk soll etwa 50.000 Euro kosten und durch Spenden finanziert werden. Mit dem Knut-Denkmal setzt der Zoo eine Tradition fort. Auch an mehrere andere ehemalige Publikumsmagneten wird im Zoo erinnert, so gibt es große Denkmäler für Gorilla Bobby und Flusspferd Knautschke. Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz hatte bereits kurz nach dem Tod von Eisbär Knut ein solches Denkmal angekündigt.

Der Vorsitzende der Zoo-Förderer, Thomas Ziolko, sagte: "Knut wird in den Herzen vieler Besucher weiterleben, dennoch gilt es, mit dem Denkmal etwas Bleibendes für kommende Generationen zu schaffen, damit die Einzigartigkeit dieser Tierpersönlichkeit erhalten bleibt."

Knut wartet in der Kältekammer

Anders als zunächst geplant müssen die zahlreichen Fans allerdings weiter darauf warten, dass der präparierte Knut den Besuchern im Berliner Naturkundemuseum gezeigt wird. Fell und Skelett des Bären werden seit der Obduktion durch Experten des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung im Naturkundemuseum in einer speziellen Lösung und Kältekammer aufbewahrt. Knut soll erst gezeigt werden, wenn ein Konzept gefunden wurde, zum Beispiel in einer speziellen Ausstellung über globale Klimaerwärmung und die Folgen für die Eisbären.

Knut war am 19. März auf dem Bärenfelsen plötzlich zusammengebrochen, ins Wasser gestürzt und innerhalb weniger Minuten ertrunken. Ursache war eine Virus-Infektion, die zu massiven Veränderungen im Gehirn geführt hatte. Mehr als elf Millionen Menschen hatten das Tier im Berliner Zoo besucht.

hw/ono/DPA
 
 
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