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1. Oktober 2009, 10:55 Uhr

Kinder verteilen 15.000 Euro auf Schulhof

Die Freude war groß, die Bereitschaft zum Teilen auch: Nachdem vier Schüler 15.000 Euro in einem Kuvert gefunden hatten, verteilten sie das Geld auf dem Schulhof. Doch eines der Kinder plagte ein schlechtes Gewissen.

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Helle Freude herrschte auf einem Schulhof im Frankfurter Stadtteil Griesheim, denn es wurden Geldscheine verteilt© Frank Augstein/AP

Vier Kinder in Frankfurt haben auf ihrem Weg zur Schule einen Umschlag mit rund 15.000 Euro gefunden. Die 10 bis 13 Jahre alten Jungen und Mädchen verteilten das Geld zur Freude ihrer Mitschüler am Mittwochmorgen auf dem Schulhof im Stadtteil Griesheim, wie die Polizei am Donnerstag berichtete.

"Eines der Kinder geriet dann aber ins Grübeln, ob das alles so ok ist und hat einen Lehrer eingeweiht", sagte Polizeisprecher Karlheinz Wagner. Daraufhin sei das ganze Geld wieder eingesammelt worden. Zunächst kamen 12.000 Euro zusammen, nach einem erneuten Appell ans Gewissen der Kinder waren es 14.040 Euro, die der Polizei übergeben wurden.

Weil der Umschlag, den die Kinder gefunden hatten, auch Kopien von Ausweispapieren eines Afghanen enthielt, riefen die Beamten diesen Mann an und erzählten, dass ein Umschlag mit seinen Papieren gefunden worden sei. Daraufhin habe dieser gesagt, er habe am Tag zuvor ungefähr 15.000 Euro verloren, die er für eine Reise nach China gebraucht habe. Da der Mann zunächst nicht nachweisen konnte, dass ihm das Geld gehört, bekam er es aber erstmal genau so wenig wie die Kinder den gesetzlichen Finderlohn.

Nach Angaben der Polizei hat der 33-Jährige einige Tage Zeit, um nachzuweisen, dass ihm das Geld gehört. Gelingt ihm das, erwartet die Kinder ein gesetzlicher Finderlohn von etwa 420 Euro - drei Prozent der Gesamtsumme. Schafft der Mann es nicht, innerhalb der nächsten Tage nachzuweisen, dass das Geld ihm gehört, wird es dem Fundbüro übergeben. Dort wird es ein halbes Jahr aufbewahrt. Wenn der Besitzer dann immer noch nicht zweifelsfrei feststeht, bekommen die Kinder das Geld.

DPA
 
 
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Fundbüro Geld Kuvert Reise Schulhof Umschlag
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Asiat (01.10.2009, 18:15 Uhr)
Eine erfreuliche Meldung!
Erstens das Teilen; zweitens, dass ein Kind es doch angezweifelt hat, ob das denn so ganz in Ordnung sei...
Glueckwunsch den Eltern!
soondecember (01.10.2009, 13:14 Uhr)
wieso ist das eine Pressemeldung wert
Ich wundere mich dass alltägliche Vorfälle solch einen Artikel bekommen, ich fahre oft durch Frankfurt und frage meine Frau jede Woche ob ich wieder so einen 15 oder 20000 Euro Umschlag aufheben soll. Es ist halt so, es ist die Stadt des Geldes und die gestressten Banker und Manager lassen es halt öfters liegen, mal in der U-Bahn, mal weht eine Geldtasche vom Autodach, auf dem sie vergessen wurde. Ich persönlich hebe sie nicht mehr jedesmal auf, es einfach zu häufig. Im Speicher liegen auch schon viele Umschläge mit gefundem Geld und ich muss sonst doch dringend entrümpeln, wenn ich mal wieder etwas von den vergesslichen Bankern finde. In kalten Wintern lege ich es manchmal in den offenen Kamin, es knistert angenehm wenn man das Geld zuhause verbrennt, ist auch persönlicher, als es vom Staat oder von den Banken verbrennen zu lassen.
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