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18. August 2011, 10:15 Uhr

Deutsche bekommen wieder mehr Kinder

Die durchschnittliche Kinderzahl in Deutschland lag laut Statistischem Bundesamt in 2010 so hoch wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Besonders ein Trend überrascht die Statistiker: Frauen bekommen wieder mehr zweite und dritte Kinder.

Statistisches Bundesamt, Geburten, 2010, Kinderzahl

2010 wurden in Deutschland 13.000 Kinder mehr geboren als im Jahr zuvor© Waltraud Grubitzsch/DPA

Die Frauen in Deutschland bringen wieder mehr Kinder zur Welt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, betrug die durchschnittliche Kinderzahl je Frau im vergangenen Jahr 1,39. Damit liegt die Ziffer so hoch wie seit 1990 nicht mehr. Damals betrug sie 1,45. Im Jahr 2009 lag sie bei 1,36. Insgesamt kamen 2010 rund 678.000 Kinder zur Welt - etwa 13.000 mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig sank die Zahl der gebärfähigen Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren von 18,7 auf 18,4 Millionen.

Mehr zweite und dritte Kinder

Auffallend für die Statistiker: Mehr Frauen bekamen zweite und dritte Kinder. Die Zunahme war hier stärker als bei den Geburten erster Kinder.

Unterschiede gibt es weiter zwischen West- und Ostdeutschland. Im Westen lag die durchschnittliche Zahl je Frau bei knapp 1,39 Kindern. Im Osten stieg sie auf 1,46. Hier bekamen Frauen seit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung 1990 erst deutlich später Kinder. Hatten 1990 noch die damals 23-Jährigen die höchste durchschnittliche Kinderzahl, lag diese 2010 bei den 30-Jährigen.

tkr/DPA
 
 
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