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Statistik zur Geburtenrate: AWO fordert mehr Kinderbetreuungsplätze

Die Geburtenrate in Deutschland steigt zwar, dir liegt aber immer noch auf einem niedrigen Niveau. Die Arbeiterwohlfahrt hat nun die Familienpolitik der Bundesregierung kritisiert. Sie sei von den wirklichen Bedürfnissen der Familien entfernt.

Mit dem Blick auf die immer noch niedrige Geburtenrate in Deutschland hat der Sozialverband Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Bundesregierung zu einer besseren Familienpolitik aufgefordert. Die bisherigen Maßnahmen beeinflussten die Kinderzahlen nicht positiv genug, kritisierte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler am Donnerstag nach der Veröffentlichung der jüngsten Geburtenstatistik.

Auch wenn die durchschnittliche Kinderzahl je Frau auf 1,39 gestiegen sei, gebe es offensichtlich erhebliche Differenzen zwischen Familienpolitik und den wirklichen Bedürfnissen der Familien. Für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei unter anderem der Ausbau der Kinderbetreuung notwendig.

Das Statistische Bundesamt hatte zuvor die aktuellen Geburtenraten in Wiesbaden mitgeteilt. Demnach kamen 2010 rund 680 000 Kinder zur Welt - etwa 13 000 mehr als im Jahr zuvor. Auffallend für die Statistiker: Die Mütter werden immer älter. Hatten 1990 noch die damals 23-Jährigen die höchste durchschnittliche Kinderzahl, lag diese 2010 bei den 30-Jährigen.

DPA / DPA