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10. September 2009, 11:43 Uhr

Lage trotz sinkender Zahlen dramatisch

Weltweit sterben noch immer Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Meistens an leicht behandelbaren Krankheiten. Die Zahlen sinken zwar, sind aber laut Unicef noch immer dramatisch.

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Eine Mutter durchsucht mit ihrem Kind eine Müllkippe. Auch wegen schlechter Hygiene sterben viele Kinder© DPA

Weltweit sind 8,8 Millionen Kinder im vergangenen Jahr noch vor ihrem fünften Geburtstag gestorben - größtenteils an vermeidbaren, leicht behandelbaren Krankheiten. Die Überlebenschancen für die Kleinsten haben sich zwar in den Entwicklungsländern seit 1990 deutlich verbessert, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag mit. Es sei nicht hinnehmbar, dass jedes Jahr Millionen Kleinkinder sterben, betonte Unicef-Direktorin Ann M. Veneman. Todesursache sind vor allem Durchfall und Lungenentzündung, Mangelernährung, aber auch Malaria und Aids.

Die Länder mit der schlimmsten Kindersterblichkeit sind Indien, Nigeria und die Demokratische Republik Kongo. Hier sterben laut UN 40 Prozent der Kinder. Wenn es hier keine klaren Fortschritte gibt, wird ein wesentliches Millenniumsziel der Vereinten Nationen verfehlt. Dieser Vereinbarung zufolge soll die Kindersterblichkeit bis 2015 weltweit um zwei Drittel im Vergleich zu 1990 sinken.

1990 waren noch 12,7 Millionen Jungen und Mädchen infolge von Unterernährung und Krankheiten nicht einmal fünf Jahre alt geworden. "Verglichen mit 1990 sterben heute jeden Tag 10.000 Kinder weniger", sagte Veneman. Das bedeute einen Rückgang um 28 Prozent. Fast überall seien Fortschritte erkennbar, allerdings mit gewaltigen regionalen Unterschieden.

93 Prozent aller Todesfälle bei Kleinkindern entfallen auf Afrika und Asien. In einzelnen Ländern wie in Südafrika stieg die Sterblichkeit seit 1990 sogar weiter, zum Beispiel wegen Aids. Dagegen gehören Malawi, Nepal, Bangladesch, Eritrea, Laos, Mongolei oder Bolivien zu den Ländern mit guter Entwicklung. Das ist laut Unicef Maßnahmen wie Impfungen, besserem Malaria-Schutz oder Vitamin-A-Gaben zu verdanken.

Aber auch die gesunkenen Zahlen seien "absolut nicht akzeptabel", betonte eine Sprecherin von Unicef Deutschland in Köln. "Es ist gut, dass wir in etlichen Ländern Fortschritte erreicht haben, aber die Anstrengungen müssen verstärkt werden." Mit dem Aufbau einer einfachen Gesundheitsversorgung könne man in vielen Ländern sehr viel Kinderleben retten. Mit der Aktion "Das Überlebenspaket" versucht die Unicef jetzt, für rund eine Million zusätzliche Kinder eine medizinische Grundversorgung sicherzustellen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Fakten (10.09.2009, 21:28 Uhr)
Im Iraq, Afghanistan und Pakistan...
...werden Kinder sogar durch "westliche" Helden getoetet.

In dem Artikel "Dann schreien wir alle Peng, Peng" - beklagt sich doch tatsaechlich ein deutscher Soldat das man seine Berufsausfuehrung das Toeten nicht schaetzt und das er Stress haette.
Lieber Soldat, niemand zwingt Sie dort hinz ugehen, Sie kaempfen auch nicht fuer mich oder fuer 90% der Bevoelkerung.

Frechheit!
utospatz (10.09.2009, 14:15 Uhr)
Das überlappt doch mit der deutschen
Politik der vergangenen 30 Jahre.
Wir benötigen eine Weltfinanz-und Wirtschaftskrise um festzustellen, dass Schulgebäude seit 3 Jahrzehnten dem Zerfall preisgegeben, für immer weniger geborene Kinder fast kein adäqutes Bildungspersonal mehr vorhanden, wenn vorhanden misserabel bezahlt, aber das christlich! Jedoch die manifestierte Frechheit ist, dass Polittrottel dir erzählen, was sie parteipolitisch für ihr Spendenkonto tun! Eigentlich müsste man all diese Politschwätzer per Gesetz abschaffen!
 
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