20. Oktober 2008, 09:22 Uhr

Vater findet Babyleiche in Waschmaschine

Grausige Entdeckung in Sachsen-Anhalt: In einer Waschmaschine hat ein 28-jähriger Vater die Leiche eines Säuglings gefunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird die Mutter verdächtigt, das Kind getötet zu haben. Ihrem Lebensgefährten hatte sie zuvor von einer Fehlgeburt berichtet.

In dieser Wohnung in Sachsen-Anhalt hat die Polizei ein totes Baby aus der Waschmaschine geholt©

In Sachsen-Anhalt ist in einer Waschmaschine ein totes Neugeborenes gefunden worden. Die 27-jährige Mutter steht unter Verdacht, das Baby heimlich zur Welt gebracht und dann getötet zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Halle am Montag mitteilte. Der 28-jährige Lebensgefährte der Mutter hat den Angaben zufolge am Sonntag den grausigen Fund in der Waschmaschine gemacht.

Das Mädchen sei am Sonntagmorgen in der Wohnung in Großkugel bei Halle geboren worden. Der Mann, der mit der Mutter einen gemeinsamen zwei Jahre alten Sohn hat, habe angegeben, er habe von der Schwangerschaft seiner Freundin nichts gewusst. Seine Lebensgefährtin habe von einer Fehlgeburt gesprochen, die sie in der Toilette heruntergespült habe. Ihr Freund habe daraufhin einen Rettungswagen gerufen und später das tote Kind in der Waschmaschine entdeckt.

Bei der Polizei gab die Frau an, das Baby habe nach der Geburt geschrien. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass es nach der Geburt noch gelebt hat, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle, Andreas Schieweck, sagte. Zur Todesursache wollte er sich wegen der laufenden Ermittlungen aber noch nicht äußern.

Haftbefehl gegen Mutter beantragt

Die Mutter des Säuglings wurde zunächst medizinisch versorgt. Sie sei zwar gesundheitlich geschwächt, aber vernehmungsfähig. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag, über den voraussichtlich im Laufe des Tages entschieden werden soll.

Erst Ende August war in Sachsen-Anhalt eine Säuglingsleiche entdeckt worden. Die Mutter hatte das Kind in Dessau-Roßlau zur Welt gebracht, in ein Laken gewickelt und es dann unversorgt sich selbst überlassen, sodass es starb. Zwei Tage später vergrub sie es auf einem Grundstück.

DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Inteliewengzbestie (20.10.2008, 11:07 Uhr)
Mehr Überwachung für Eltern ! ! !
Heutzutage kann jede Frau ein Kind bekommen und großziehen, ohne dass der Staat oder Behörden groß Einfluss darauf haben. Es findet keine Kontrolle oder Überprüfung der Mutter statt, es sei denn, es geht eine konkrete Beschwerde beim Jugendamt ein. Das verstehe ich nicht.
Ich möchte nicht wissen, wieviele Kinder bei Müttern sind, die nicht Mutter sein sollten. Wer heutzutage ein Kind hat, kann es so gut von der Außenwelt "abschirmen" dass es niemand zu Gesicht bekommt. Wenn das Kind nicht in den Kindergarten geht, ist es praktisch bis zur Schulpflicht nur ein "Geisterkind" von dem niemand Notiz nimmt. Ich persönlich möchte nicht wissen, wieviele Kinder noch in Kühltruhen liegen, im Garten vergraben sind, im Keller eingesperrt werden oder hinter geschlossenen Türen missbraucht werden, ohne dass jemals irgendwer davon erfährt.
Ich forderer: Eine regelmässige Kontrolle der Mutter mit psychologischen Gesprächen und Tests. Wenn jemand ein Kind adoptieren will, wird man ja auch durchleuchtet.
ziu1 (20.10.2008, 10:38 Uhr)
immer in der selben Ecke
Warum passieren diese Scheusslichkeiten immer wieder überwiegend in den neuen Bundesländern?
Vincent_Vega (20.10.2008, 10:12 Uhr)
Erst mal überlegen, dann posten
vor einigen Jahren (in den 1990ern) vermuteten Reporter nämlich, dass mehr Kinder von Triebtätern getötet würden als in den Jahrzehnten vorher.
Ein Komissar meinte dazu, die Zahl habe gar nicht zugenommen, aber die Berichte darüber.
So kann es hier auch sein: man hört nun öfter darüber und nicht nur in den Lokalnachrichten, sondern bundesweit. Abgesehen davon, wenn man gleich das ganze Land runterssetzt, sollte man sich die Mühe machen, mit anderen Ländern zu vergleichen, ob die wirklich besser dran sind.
_____________________
Traurig für das Kind ist es dennoch. Will gar nicht wissen, was in der Frau vorging als sie ihr (nach dem jetzigen Stand) Kind getötet hat.
UweBerlin (20.10.2008, 09:48 Uhr)
Zum K*****
Einfach nur schlimm, was aus diesem Land geworden ist. Ich sehe in einer Atmosphäre, in der sich solche Dinge häufen eine Menschenverachtung sondergleichen.
MEHR ZUM ARTIKEL
Gewebespende Lukrativer Leichenhandel

Organspenden kennt jeder. Dass aber auch Gewebe wie Herzklappen, Haut und Knochen mitverwertet werden, ist kaum jemandem bewusst. Denn das Geschäft mit toten Körpern findet im Verborgenen statt.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (26/2013)
Die Zuckermafia