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16. September 2008, 16:15 Uhr

Wirt will mit Muttermilch kochen

Ungewöhnliches Angebot in der Schweiz: Ein Wirt will in seinem Restaurant Speisen anbieten, die er mit Muttermilch gekocht hat, darunter Suppen und Geschnetzeltes. Mit seinem Plan hat der Koch allerdings schon die Behörden auf den Plan gerufen.

In der Schweiz will ein Wirt in seinem Restaurant Gerichte mit Muttermilch kochen© Colourbox

Ein Schweizer Gastwirt will mit Muttermilch kochen und hat damit eine Kontroverse ausgelöst. Hans Locher vom Restaurant "Storchen" in Iberg bei Winterthur sagte am Dienstag der schweizerischen Nachrichtenagentur SDA, er plane als Gerichte Zürcher Geschnetzeltes und Suppen. Die Behörden sehen darin allerdings einen Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz.

"Wir sind alle damit aufgezogen worden. Weshalb sollte Muttermilch jetzt nicht mehr zu unserem Speiseplan gehören?", sagte der Wirt. Er selber habe schon im privaten Rahmen damit experimentiert und sehr gute Ergebnisse erzielt. Jetzt will Locher die Muttermilch im Rahmen von mehreren "Aktionswochen" auf die Speisekarte nehmen. Die Gerichte sollen allerdings extra gekennzeichnet werden und kosten ein paar Franken mehr als solche, die normal zubereitet werden. Bislang habe er noch keine Muttermilchspeisen verkauft. Wie der Winterthurer "Landbote" berichtete, sucht der Wirt per Flugblatt "Lieferantinnen". Bisher soll es drei Interessentinnen geben. Den Spenderinnen sichert er Anonymität zu. Allerdings legte Locher im Interview mit "20min.ch" Wert darauf, dass kein Baby hungern müsse.

Ausprobiert hat Locher die Muttermilch bereits vor 35 Jahren, als seine Tochter zur Welt kam, gab er im Interview weiter zu. Es schmecke wirklich, versichert er, da Muttermilch süsslicher und fetthaltiger sein als Kuhmilch. Allerdings hat er festgestellt, dass er die Muttermilch immer mit etwas Schlagsahne verarbeiten muss, damit es luftig werde.

Der Zürcher Kantonschemiker Rolf Etter sagte dazu, der Mensch gehöre nicht zu jenen Säugetieren, deren Produkte man verarbeiten dürfe. Konkret verboten sei dies allerdings auch nicht. "Der Mensch ist als Lieferant einfach nicht vorgesehen", meinte Etter, der das Kochen mit Muttermilch für einen Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz hält. Der "Storchen"-Wirt will sich davon nicht beeindrucken lassen. Man müsse ihm erst einmal beweisen, dass er gesetzeswidrig handele.

DPA/web
 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
botoxia (17.09.2008, 13:54 Uhr)
Kinderschnitzel
soll es ja schon in vielen Restaurants geben.
Antononius (17.09.2008, 12:53 Uhr)
Jau, ich will MIlli! Das will ich sehen & schmecken!
Vorletzte Worte an
Hans Locher im Restaurant "Storchen“
Sehr geehrter Herr Mu-Milli,
Dass ist klasse. Mumilli, ob suppig, ob als Sößchem im Geschnetzelten: das zippt, nippt und sippt an den Geschmacksknospen: dass Mammamäßige an den Papillen.
Ob Stutenmilch kosmetisch genutzt, in Wellness-Tränklein verrührt oder als Aphroisiacum verleckt wird – oder wo Brüste vertrocknet, weibliche Gebär- und Nährfähigkeit ungefragt sind, Baby verrecken – wg. Unterernährung oder Milchpulver – gepäppelt werden überall, besonders wenn’s wohlfeil und teurer aufgerührt werden kann:
Aber mein Wunsch für einen nährkulturellen Besuch in Ihrer Mammabudike?
Lasen Sie doch die Brüste, die sie abgezapft werden müssen auch fotografieren, ob bis gesichtslos – oder zum Nabel oder als Halb- oder Ganzakt – das macht den Puff für männlichen Geschmack und Gesack attraktiv.
Und Schweizer oder deutsche sicherlich wieder zeugungsgeiler oder gebärfreudiger.
Lassen Sie sich also nicht beamten – oder lebensmittelrechtlich abschrecken.
Die gönnen ihnen das Verifizieren, Abpumpen, Rühren, Köcheln und Schmeckeln am Muttergesäuge wg. Milchigen nicht.
http://www.stern.de/politik/panorama/:Schweizer-Restaurant-Wirt-Muttermilch/639315.html
http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/panorama/detail.htm?client_request_className=SdaNewsItem&client_request_contentOID=292368
Notfalls versuchen Sie s mit Känguru-Milli.
Ob Kick, ob Geld,
ob Mamma als Milli oder Brust –
gut tut dem Mann die Lust.
So will’s die Welt:
nese (17.09.2008, 10:29 Uhr)
Oh Mann
anscheinend werden einige Maenner nie erwachsen. Koennten da irgendwelche Defizite aus der Kindheit hinter so einer Neigung stecken?
Vincent_Vega (17.09.2008, 10:23 Uhr)
@onceknown
Fürze aus der Dose habe ich noch nicht gesehen, aber ein "Künstler" hat 30 Konservendosen vollgeschissen und diese als Künstlerscheiße ausgestellt. NAch seinem Tod hat ein Freund sie übernommen. Allerdings sollen einige Dosen inzwischen explodiert sein, weil der Auswurf von Menschen eben auch Gase entwickelt und die Dosen dem Druck wohl nicht standgehalten haben.
Sveto (17.09.2008, 08:53 Uhr)
Why not (II)
Erinnere mich an einen Bericht über eine Reise in das China der vorletzten Jahrhunderwende, wonach dort auf den Lebensmittelmärkten selbstverständlich Frauenmilch sowie (neben den weltweit verbreiteten Kuh-, Kamel-, Pferde-, Esels-, Schaf- und Ziegenmilch) auch Schweinemilch verkauft wurde.
Wenn der Nachschub gesichert ist, weil es genug Frauen gibt, die sich auf diese Weise ein nettes Zubrot verdienen möchten, kann niemand etwas dagegen haben! Wir sollten auch die "Liebfrauenmilch" nicht vergessen....
steinhaus (17.09.2008, 08:45 Uhr)
Abartig
Frauenmilch zum Verzehr in einer Gaststätte macht aus Frauen milchgebende "Kühe". Das ist die Geschmacklosigkeit an dieser Geschäftsidee. Mag sein, dass man diese Milch auch verzehren kann, mag sein, dass wir alle diese Milch zu uns genommen haben. Tatsache bleibt: die Milch muss zweckwidrig verwendet werden. Selbstverständlich gibt es Frauen, die Probleme mit dem Abstillen haben, etc. Ich erinnere daran, dass es genug Mütter gibt, die mit dem Stillen Probleme haben. Es sind sinnvoller, den Säuglingen diese Milch zu kommen zu lassen.
Sveto (17.09.2008, 08:22 Uhr)
Why not...
Das Zeug schmeckt nicht schlecht, ein wenig wie leicht gesüßte Kondesmilch (hatte neulich mehrmals die Gelegenheit, es direkt an der Quelle zu zapfen). Im Restaurant möchte ich es allerdings nur haben, wenn in der Karte auch aussagekräftige Photos der jeweiligen Lieferantin zu sehen sind!
kikihei (17.09.2008, 05:05 Uhr)
Also wirklich...
....Profilierungslust der Schweizer. Die wollen doch nur, daß es wieder heißt: "und wer hat's erfunden?"
Skillet4 (17.09.2008, 01:35 Uhr)
A C H T U N G
Ich lasse gleich ein ei fallen
sekretariat (17.09.2008, 00:33 Uhr)
geht's noch?
Vielleicht sollte man nicht wirklich ALLES essen, was uns nicht umbringt. Wir sind doch keine Kühe...
 
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