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24. Dezember 2008, 15:49 Uhr

Geistliche geißeln Bank-Manager

Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, hat in seiner Weihnachtsansprache die Bankmanager und ihre Gier nach Geld scharf kritisiert. Zugleich wies er auf die wachsende Armut besonders von Kindern in Deutschland hin.

Bischof, Wolfgang Huber, Weihnachtsansprache 2008, Kritik, Bank-Manager

Richtet deutliche Worte an Bankmanager: Bischof Wolfgang Huber© Norbert Millauer/DDP

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, hat mit Blick auf die weltweite Finanzkrise zu einer Rückbesinnung auf nicht-materielle Werte aufgerufen. Der Boom in den Finanzmärkten habe sich im Nachhinein betrachtet "ganz deutlich als Tanz um das goldene Kalb" erwiesen, sagte Huber im Deutschlandradio Kultur. "Dass wir diesen Tanz nun wirklich hinter uns lassen und Geld nicht länger vergötzen, das ist für mich eine ganz wichtige Lehre des zu Ende gehenden Jahres", sagte der höchste Repräsentant von rund 25 Millionen evangelischen Christen und Bischof von Berlin und Brandenburg.

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KOMMENTARE (10 von 45)
 
Georges13437 (28.12.2008, 04:38 Uhr)
Ja, ja sie geißeln
und werden morgen wieder gemeinsam viele Leckereien speisen und bedanken sich höflich für eine weitere Spende in das Kirchensäckel.
Georges13437
dreicon (27.12.2008, 14:26 Uhr)
@TT207
Ich versuchs's noch einmal. Es macht m. E. überhaupt keinen Sinn, systemimanente Logik zur Argumentation zu bemühen, wenn sich das diese Logik behinaltende, auf diese Logik aufbauende System als infunktionabel = untauglich, erwiesen hat. Deshalb können Sie beliebig betriebswirtschaftliche "Erkenntnisse", Regeln, Erklärungen heranziehen, sie sind in dem Moment obsolet, in dem sich der Kapitalismus, also das herrschende Wirtschafts- Gesellschaftssystem als untauglich geoutet hat. Frei nach der wirklichen Erkenntnis, es gibt im Schlechten nichts Gutes, im Irrealen nichts Reales, im Falschen nichts Richtiges. Und: welchen Beweises bedarf es eigentlich noch, daß dieses System untauglich ist?
TT2007 (27.12.2008, 13:22 Uhr)
@Salzsteuer: sachlich bleiben.
Sie haben offenbar nicht nur genausowenig Ahnung von betriebswirtschaflichen Grundlagen wie Herr Huber, sondern verdrehen hier auch einige Aussagen.
Weder ich noch andere hier haben Herrn Ackermann verteidigt oder der evangelischen Kirche die Schuld an der Finanzkrise gegeben.
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Eigenkapitalrendite sich aus der Gesamtkapitalrendite und der Fremdkapitalrendite (=Zinshöhe) und der Zusammensetzung des Kapitals in Fremd- und Eigenkapital berechnet.
Die Eigenkapitalrendite sagt aber wenig über die Gesamtkapitalrendite aus. So sinnlos es in meinen Augen von Herrn Ackermann war, eine EKR von 25% als Ziel zu definieren, so sinnlos ist es auch von Herrn Huber diese wenig aussagekräftige Zahl als DAS Zeichen von Gier hinzustellen.
Wenn Sie sich aus dieser Aussage Phantasieaussagen zusammenbasteln, die Sie anschließend widerlegen, dann ist das schlechter Stil.
Emporda (26.12.2008, 13:49 Uhr)
arme kirche
Die Amtskirchen erhlaten vom Staat an Kirchensteuern und sonstigen Zuwendungen 20 Milliarden € im Jahr. Sie sind der Welt grßte nicht-staatliche Grundbesitzer in vielen der 190 Ländern, in Rom gehört 1/3 der Mietimmobilien direkt oder indirekt dem Vatikan. Gleichzeitig unterlaufen die Kirchen als Arbeitgeber jeden Tarivertrag, treten das Arbeitsrecht mit Füssen und beuten ihre Mitarbeit mit Billigstlöhnen aus.
Wer aus dieser stinkreichen Position heraus die Armut in der Welt anklagt und die Raffgier veruteilt, der sollte einmal in den Spiegel schauen - da sieht er die Fratze totaler Raffgier.
dreicon (26.12.2008, 12:57 Uhr)
Hallo, @putinki
Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: man kann etwas unter Strafe stellen, und z. Bsp. einen Kommentar in den Sand setzen. Besonders wenn man meint, Ausdrücke aus und Hinweise auf die Fäkalregion als Argumente verwenden zu müssen.
Glück Auf!
dreicon (26.12.2008, 12:53 Uhr)
Hallo, @putinki
Bin ich plötzlich Legastheniker geworden? Mit welchen Worten hat Huber Arbeit und den gerechten Lohn der Arbeit verurteilt?
Putinki (26.12.2008, 08:08 Uhr)
Goldene Kalb
Man kann es drehen und wenden, wie man es will, nichts scheint die Tatsache besser zu belegen, dass Arbeit Vermögen schaffen könnte. Es wird immer gierige, geizige und Menschen geben, die zu viel arbeiten. Da das laut Huber eine Sünde ist, sollte man die Arbeit unter Strafe setzen. Eine Ausnahme ist natürlich das Verrichten der eigenen Notdurft.
Salzsteuer (26.12.2008, 06:14 Uhr)
All diesen BWL`ern
sollte man einen Reisigbesen schenken, damit diese Herrschaften die Straße kehren können.
Bei dieser Tätigkeit könnten sie wenigstens nur geringen Schaden am Volksvermögen anrichten.
leobissinger (25.12.2008, 22:16 Uhr)
Heuschrecken und Bankschäfte
Es ist schon strange, hier in Kommentaren die Ackermänner und Co auch noch in Schutz genommen zu sehen.
Die, die bei uns das Schachspiel um globale Megarenditen verloren haben sind ja nicht schuldfähig, weil ja die bösen anderen Regierungen schuld sind und all die anderen gescheiden Bänker in Übersee.
Man muss jetzt auch nicht auf dem Bischof herrum klopfen.
Das ist lächerlich. Die Kirchen haben doch nicht diesen wirschaftlichen Abgrund produziert.
Erinnert ihr euch an Müntes Worte von den "Heuschrecken".
Damals wurde er belächelt vorallem von den Sesselfurzern in den Banken.
Unsere Banker sind doch doch u.a. die Versager, wenn es darum geht Risikokapital mal im eigenen Land anzulegen:
Ich erlebe es seit vielen Jahren, wenn junge fähige Ingenieure hier in unserem Lande selbstständig werden wollen und um Bankkredite nachfragen.
... und nix bekommen. Da wollen die Herren BWLer plötzlich Sicherheiten.
Sicherheit um die man sich beim globalen Roulettspiel um die höchsten Renditen niemals scherte.
Wenn es darum ging nach Sicherheiten für die übernommenen Immmobilienschuldverschreibungen in Nordamerika nachzufragen, konnten unsere Herren BWLer wohl zu wenig Englisch.
Wie die Fliegen haben sich die Herren Bänker auf die Leimruden von Lehman und GP Morgan gesetzt und wir Techniker und Ingenieure löffeln diese Spielschulden durch unsere Steuern jezt mit aus. Das ist die Wahrheit.
Stones60 (25.12.2008, 20:47 Uhr)
Finanzsystem
Enttäuschend ist nur, dass die Verantwortlichen der Kirchen erst jetzt nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist ihre Stimmen gegen dieses System erheben. Vor einiger Zeit haben sie es zumindest noch tolleriert z.B. Hartz IV oder im Stillen sogar bewundert.
Zu @medley: Diese BWL- Spezialisten präsentieren sich immer wieder als die großen Drahtseilakteure die überall wegen ihrer Erfolge beifallheischend auftreten. Wenn aber ihr Absturz droht, dann rufen sie heulend nach dem zuvor geschmähten Otto Normalverbraucher und Steuerzahler, damit er mit einem Sicherheitsnetz den zuvor nicht möglichen Absturz abfedert.
Das war ja im BWL-Studium nicht vorgesehen; da ging es ja nur aufwärts.
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