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Abschlusskundgebung für die Christsozialen: 8000 Menschen waren auf den Münchner Marienplatz gekommen, die meisten blieben mucksmäuschenstill. Es ist ein deutliches Indiz für den Machtverfall der CSU: Sie reißt nicht mehr mit. Das blieb der "Preußin" Angela Merkel vorbehalten.
Die Bayernwahl und das desaströse Abschneiden der CSU schlägt auf Berlin durch: Nach der neuen Forsa-Umfrage des stern verliert die Union binnen einer Woche vier Prozentpunkte. Größter Gewinner ist die FDP, die SPD profitiert kaum. Überraschende Ergebnisse brachte eine gesonderte Umfrage zu den Freien Wählern.
Aus dem Herzen der Hauptstadt kommt Café Einstein, das Web-TV-Format auf stern.de. Heute im bekannten Polit-Treffpunkt "Unter den Linden": die stern.de-Moderatoren Lutz Kinkel und Hans Peter Schütz, die auf die emotionalsten Polit-Memente des vergangenen Jahres zurück blicken. Von Barack Obama über Kurt Beck bis hin zum Rauchverbot.
Die Bayernwahl hat es gezeigt: Neben der Union klafft eine Lücke. Davon profitieren die Freien Wähler, die mit 10,2 Prozent in den Landtag einziehen. In der Union wächst die Angst vor einem Konkurrenten, denn die Freien formieren sich im ganzen Land.
Drei Monate nach ihrem Absturz bei der bayerischen Landtagswahl hat die CSU einer Umfrage zufolge in der Wählergunst leicht zugelegt, ist zum Auftakt des Superwahljahres 2009 aber weit von einstiger Stärke entfernt. 45 Prozent der Wähler würden sich derzeit für sie entscheiden, die alte Formel "50 plus X" ist nach wie vor außer Kraft.
Wie bereits Max Frisch herausgefunden hatte: Man muss einer Krise den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Denn wer das kann, wird voraussichtlich zu den Gewinnern der Krise gehören. Ein Gastbeitrag von Wolfram Weimer.
Das politische Erdbeben in Bayern erschüttert selbst einst solide Erbfeindschaften: So dürfen nun jahrelang von Edmund Stoiber ausgebremste Freunde von Theo Waigel wieder mitmischen. Nicht nur deshalb erinnert der Kampf um den Ministerpräsidentenposten viele an die Münchner Räterepublik anno 1919.
Über die hochkarätige Koalitionsrunde, die im Kanzleramt zusammen sitzen wird, kann man kräftig lästern. Dabei ist ein 17-Prozent-Verlierer namens Erwin Huber. Dafür fehlt der künftige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, genau wie der neue CSU-Chef Horst Seehofer. Und Angela Merkel vertritt eine CDU, die derzeit von den Wählern mächtig abgestraft wird.
"Schwarzer Tag" und "sorgfältig analysieren" - das waren die meist gehörten Worte am Wahlabend. Aber nicht durch die Worte, sondern durch die Bilder - vor allem die von den Gesichtern der CSU-Oberen - wurde die Bayernwahl zum TV-Erlebnis.
Das Wahldesaster der CSU beendet die Alleinherrschaft der Partei in Bayern. Aber was bedeutet es für die Bundespolitik, für den Bundesrat und die Bundesversammlung? Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.
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