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5. Juni 2008, 10:52 Uhr

"Leo, bring uns ihre Köpfe"

Wenige Tage vor dem EM-Start gegen Deutschland hagelt es verbale Giftpfeile aus unserem Nachbarland. Polnische Zeitungen verunglimpfen Kapitän Michael Ballack. Die Anfeindungen überbieten sich in ihrer Schärfe und gehen dabei deutlich unter die Gürtellinie. Ein Boulevard-Blatt titelt sogar: "Leo, bring uns ihre Köpfe!"

 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
denkbar9 (06.06.2008, 20:48 Uhr)
Macht endlich Schluss mit dem Blödsinn
Also dieser Versuch, einen Gegensatz zwischen Deutschen und modernen Polen zu erzeugen ist vollkommener Irrsinn. In Deutschland, Belgien und Frankreich leben fast so viele Polen wie im jetzigen polnischen Staat. Dazu kommen noch die vielen Polen, die in Warzawa, Poznan, Krakow, Lodz und anderen Städten wohnen, die aber gleichzeitig den Pass eines anderen Staates in ihrer Tasche tragen. Das weis ich aus eigener Erfahrung.
Auch bemerkenswert ist: 1938 gab es auch ein Länderspiel zwischen und Polen und Deutschland. Der DFB musste damals nur ein einziges Hotelzimmer bezahlen! Nur für Trainer und Torwart. Alle Anderen Spieler schliefen bei Verwandten.
In der Geschichte der internationalen Fußballmeisterschaften haben sehr viele Fußballer polnischer Abstammung große Siege in einem Deutschen oder Französischem Trikot errungen. Was kann man dagegen sagen?
Hört endlich damit auf Polen gegen Deutschland, Franreich und Belgien künstlich zu Feinden zu machen.
Preussin (06.06.2008, 05:06 Uhr)
@ Loki-Asgard
Wohl auch ein bisschen daneben , heute ?
Wegen solcher Ignoranten , können die Giftspritzen arbeiten .
Loki-Asgard (05.06.2008, 21:51 Uhr)
?
Es gibt kein Polen. Das was zur Zeit als Polen bezeichnet wird sind die deutschen Ostgebiete.
zaxxon (05.06.2008, 17:52 Uhr)
Bild/Super Express/Hürriyet
alles ein verlag! man kann sich schon fast fragen, welches interesse der springer verlag daran hat in polen und der türkei ("brandanschlag") stimmung gegen deutschland zu machen. obwohl ich denke rassismus sales...! ÜBERALL
Preussin (05.06.2008, 17:05 Uhr)
Zwillingskrankheit
Als beide Zwilligsbrüder , die Männekken von der PIS die Leute noch auf ihre Ansichtsweise einschworen , gab es schon ähnliche Auswüchse .Aber lassen wir ihnen Wort und Bild auf Ihre Art , denn damit haben sie sich mehr geschadet als unseren Jungs. Als es im Europaparlament um die Zustimmung der Polen zum Vertrag ging , gab es ähnliche Auswüchse und blamiert waren Sie und heute haben sie dafür gesorgt , dass man annehmen muß , das war keine einmalige Sache. Schämt euch so mit uns Nachbarn umzugehen.
AchazIII. (05.06.2008, 16:54 Uhr)
Polen sind Gutmenschen sempre
In diesem Fall: Einmal Opfer, immer Opfer.
Davon lässt sich´s gut leben.
Polen wissen das nur zu gut.
Anmerkung: Natürlich war mein erster
Beitrag eine Verballhornung dieses Gutmenschenhabitus´. der auch im Sport zum Tragen kommt.
Johann58 (05.06.2008, 16:48 Uhr)
nicht ueberbewerten
Ich denke man sollte die Presse nicht ueberbewerten. Ob geschmacklos oder nicht sollte jedem selbst uberlassen werden und wenn die Aufregung sich gelegt hat, wird wieder Normalitaet einkehen. Mir hat das Bild von Angie mit den nackten Bruesten auch besser gefallen, das sah bedeutend apetitlicher aus als die abgeschlagenen Koepfe von Ballack und Loew. Seit langem ist Fussball fuer viel die Fortsetzung des Kriegs statt des voelkerverbindenden Sports. Ist es als Satiere gemeint, dann ist es hart an der Grenze, ist es aber ernst gemeint, sollte sich die Presse in Polen ueberlegen ob hier nicht ueber das Ziel hinaus geschossen wurde. In Deutschland wird sich ueber Polen und seine Bevoelkerung ja auch lustig gemacht, vielleicht nicht ganz so plakativ.
Mein Vorschlag deshalb zur Voelkerverstaendigung: Wenn Polen nicht Europameister wird, dann habe sie ja auch noch die Chance den Pokal zu klauen. Aber vielleicht gewinnen ja auch die Hollaender, obwaohl die glaube ich mit Holzschuhen spielen. Aber nur wenn Holzschuhe gegen Baguette und Spaghetti erfolgreich sind. Schade nur dass die Englaender nicht gemeinsam mit den deutschen die Kampfsaufmeisterschaft austragen koennen. Jetzt ueberlege ich mir noch einpaar Klischees fuer die anderen Teilnehmer der Meisterscheift die in den Laendern der kleinen raeuberischen Bergvoelker stattfinden und melde mich wieder.
Gruss aus Amerika, hoffentlich zeigt das US Fernsehen die Europameisterschaftsspiele
h-p-t (05.06.2008, 16:37 Uhr)
@AchazIII. Also Ehrlich.....
*Achtung Ironie*
vielleicht sollten wir den polen dann schreiben das wir sie in nur 36 tagen überrannt haben...
dann haben sie noch etwas mehr grund um sich an den angriffskrieg zu erinnern... *ironie aus*
ich für meinen teil finde deine argumentation verwunderlich, wenn wir gegen die usa spielen "denke ich doch auch nicht über die befreiung nazideutschlands nach"...
für mich ist dein artikel absolut unverständlich.
mimi41 (05.06.2008, 16:32 Uhr)
Unterstes Niveau!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Da braucht man sich über garnichts mehr wundern...welche Presse schafft`s den, außer der Englischen, noch geschmackloser,ekelhafter und niveauloser als die polnische zu sein?. Da ist ja BILD, im Vergleich, fast schon intellektuell.
h-p-t (05.06.2008, 16:31 Uhr)
von einer anderen seite....
"Geschmacklose Fotomontage
Polen entschuldigen sich
Mit einer öffentlichen Entschuldigung hat Leo Beenhakker auf die üble Hetzkampagne polnischer Medien reagiert, die den EM-Auftakt gegen Deutschland überschattet. "Das war eine schreckliche Sache", sagte Polens Nationalcoach in Bad Tatzmannsdorf.

"Verrückte, schmutzige und kranke Leute" seien für die Berichterstattung der Zeitung "Super Express" verantwortlich gewesen. Auch die Europäische Fußball-Union (UEFA) und einige Politiker verurteilten den martialischen Zeitungs-"Krieg". Zuvor hatte Marek Saganowski vor der WM-Revanche am Sonntag zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. "Dieser deutsche Panzer stört mich nicht. Ich werde gern mit ihm zusammenstoßen", wurde der 29-jährige Angreifer in der Zeitung "Dziennik" zitiert.

Offizielle Entschuldigung

Welch große Wellen der Bericht schlug, zeigte sich auf der Pressekonferenz im EM-Quartier in Bad Tatzmannsdorf. Der sichtlich gezeichnete Beenhakker begann seine Ausführungen mit einer Entschuldigung "im Namen des gesamten Teams". "Wir wollen uns bei den Deutschen offiziell dafür entschuldigen, was gestern auf der Titelseite einer polnischen Zeitung stand", sagte der Niederländer.

"Super Express" hatte eine Fotomontage abgedruckt, auf der Beenhakker die abgetrennten Köpfe von DFB-Kapitän Michael Ballack und Bundestrainer Joachim Löw in den Händen hält. Die Überschrift lautete: "Leo, bring uns ihre Köpfe". Am Donnerstag legte das Blatt nochmals nach: "Deutsche, wir werden Euch aufessen - wie immer", prangte auf dem Titel.

"Idiotische Geschmacklosigkeit"

Während Beenhakker versuchte, seine Profis ("Sie haben es gesehen") trotz des geschmacklosen Vorfalls auf die sportlichen Aspekte zu fokussieren, ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Der polnische Botschafter in Deutschland, Marek Prawda, verurteilte in der "Welt" die Fotomontage als "idiotische Geschmacklosigkeit".

So etwas sei völlig unnötig "und sollte eigentlich ignoriert werden." Zumindest im polnischen Team spiele die Kampagne "keine Rolle", sagte der Wolfsburger Jacek Krzynowek: "Wir müssen das von uns fernhalten."

"Absolut unterirdisch"

Der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Peter Danckert, bezeichnete den "Skandal" als "absolut unterirdisch". Der "Bild"- Zeitung sagte der SPD-Politiker: "Ich hoffe, dass die polnische Regierung angemessen darauf reagiert."

UEFA-Sprecher Robert Faulkner kritisierte die Kampagne ebenfalls. "Das ist sicherlich nicht etwas, was wir begrüßen. Wir meinen, man sollte über Fußball reden. Wir wussten seit der Auslosung, dass diese Begegnung eine gewisse Brisanz mit sich bringt. Wir hoffen aber, dass das Geschehen auf dem Platz im Mittelpunkt stehen wird", sagte er in Basel.

Boulevardblatt verteidigt üble Montage

Doch zumindest für "Super Express" scheint der sportliche Aspekt der Partie gegen die DFB-Auswahl zweitrangig zu sein. Mit Verweis auf die Schlacht bei Tannenberg 1410 und das Jahr 1945 führte das Blatt historische Gründe an, warum Polen gegen Deutschland siegen soll.

Chefredakteur Slawomir Jastrzebowski verteidigte in der "Polska" die üble Montage: "Das sieht brutal aus, ist aber nur eine symbolische Darstellung der Erwartungen unserer Leser." Zudem hätten nicht die Polen, sondern die Deutschen diesen Schlagabtausch begonnen.

Auch "Fakt", eine zum Axel-Springer-Verlag gehörende polnische Zeitung (Anmerkung der Red.), machte bei der antideutschen Hetze mit. Das Boulevardblatt warnte vor einer deutsch-österreichischen Verschwörung auf Kosten Polens: "Unsere Gegner machen keinen Hehl daraus, dass sie sich auf das Ergebnis ihres Spiel einigen könnten." Wenn Österreich im Spiel gegen Polen einen Sieg brauche und Deutschland bereits die Vorrunde in der Tasche habe, würde Deutschland die Partie einfach verkaufen, spekulierte die Zeitung.

Saganowski vergriff sich ebenfalls im Ton. "Dieser deutsche Panzer hat einen Dieselmotor. Er braucht viel Anlaufzeit. Deshalb ist es ideal, dass wir schon das erste Spiel gegen Deutschland spielen", zitierte ihn "Dziennik". Eines immerhin hatte auch der Profi des FC Southampton registriert: "Vergessen wir nicht, dass es am Sonntag nicht zu einem Krieg, sondern zu einem Sportwettkampf kommen wird."
 
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