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31. März 2009, 18:08 Uhr

Startverbot für Ferienflieger

Das Luftfahrtbundesamt hat der deutschen Ferienfluggesellschaft Blue Wings die Flugerlaubnis entzogen. Die Airline fliegt Urlauber für Thomas Cook, Rewe Touristik und Öger Tours.

Blue Wings, Öger Tours, Türkeitourismus

Die Airbus-Flotte von Blue Wings bleibt vorerst am Boden© Boris Roessler/DPA

Die deutsche Fluggesellschaft Blue Wings darf ab sofort weder Passagiere noch Post oder Fracht befördern. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) habe die bis Ende März 2009 befristete Betriebsgenehmigung des Unternehmens mit Sitz im münsterländischen Bocholt nicht verlängert, teilte eine LBA- Sprecherin am Dienstag in Braunschweig mit.

Grund seien fehlenden Nachweise über die gesetzlich geforderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Blue Wings. Laut einer EU- Verordnung müssen europäische Fluggesellschaften unter anderem regelmäßig nachweisen, dass sie finanziell in der Lage sind, Instandhaltung und Flugsicherheit zu gewährleisten.

Durch den für viele Veranstalter überraschenden Schritt waren über Nacht etwa 20 Passagiere gestrandet. Blue Wings habe mittlerweile aber Ersatz gefunden. Die Fluggäste würden nun von anderen Fluggesellschaften transportiert, sagte ein Sprecher.

Im Vorjahr zählte das Unternehmen mit einer Flotte von zehn Airbus A320 etwa 1,1 Millionen Passagiere und kam damit auf einen Umsatz von 154 Millionen Euro. Angaben zur Ertragslage machte das Unternehmen nicht.

Blue Wings versuche, die Betriebserlaubnis so schnell wie möglich wieder zu bekommen, sagte der Sprecher. Dafür wollen die Eigentümer über eine Kapitalerhöhung einen zweistelligen Millionenbetrag in das Unternehmen pumpen. Neben dem Gründer Hellwig (26 Prozent) ist die Beteiligungsgesellschaft Alpstream des russischen Milliardärs Alexander Lebedew mit 48 Prozent an der Fluggesellschaft beteiligt.

Die Veranstalter hätten nach Angaben des Sprechers zugesagt, weiter mit der Charterairline zu fliegen. Beim Großkunden Öger Tours fiel die Stellungnahme verhaltener aus. "Wir müssen sehen, wie es mit dem Unternehmen weitergeht und haben erst mal für Ersatz gesorgt", sagte eine Sprecherin.

DPA/Reuters

 
 
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