"Wäre ich ein Abzocker, hätte ich mit dem Wechsel gewartet"

11. Oktober 2012, 12:03 Uhr

Lukas Podolski kritisiert im neuen stern seinen ehemaligen Arbeitgeber. Kölns Club-Chef Claus Horstmann hatte dessen Engagement als nicht lohnend bezeichnet. Jetzt hat "der Prinz" geantwortet.

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Es wird nachgekartet beim FC: Lukas Podolski reagiert im stern auf Kritik von Claus Horstmann, Geschäftsführer des 1. FC Köln©

Ihre Wege haben sich im Sommer getrennt, aber ganz loslassen können Lukas Podolski und der 1. FC Köln einander offenbar noch nicht. Nachdem der Geschäftsführer des 1. FC Köln, Claus Horstmann, das dreijährige Engagement des Nationalspielers in Köln als nicht lohnend eingestuft hat, reagierte der 28-Jährige nun mit heftiger Kritik: "Ich kann nicht nachvollziehen, warum er eine solche Aussage getätigt hat und weiß auch nicht, was er damit bezwecken wollte. Anscheinend ist es so, dass er von den eigentlichen Problemen ablenken wollte", sagt Podolski im neuen stern. Der 28-Jährige war in der Sommerpause vom Absteiger aus der Bundesliga für eine Ablösesumme von 13 Millionen Euro zu Arsenal London gewechselt.

"Wenn ich ein Abzocker wäre und es darauf angelegt hätte, hätte ich bis zum letzten Spieltag mit meinem Wechsel gewartet", erklärt Podolski dem stern weiter und fügt hinzu: "Dann hätte ich für eine festgeschriebene Ablöse von sieben Millionen Euro gehen und mir ein Handgeld von mehreren Millionen einstreichen können."

Es läuft bei Arsenal

Wenig Verständnis zeigt Podolski auch für den ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts, der ihm vorgeworfen hatte, in Köln viel zu wenig aus den eigenen Möglichkeiten gemacht zu haben. "Das nehme ich überhaupt nicht ernst. Ich frage mich nur, warum diejenigen, die am weitesten weg und am wenigsten Ahnung haben, immer alles und jeden beurteilen und kommentieren müssen", sagte Podolski, der bislang 103 Länderspiele bestritt und von Bundestrainer Joachim Löw in das Aufgebot der Nationalmannschaft für die Länderspiele gegen Irland am Freitag in Dublin und nächste Woche Dienstag gegen Schweden in Berlin berufen wurde.

Bei Arsenal London kommt Podolski derweil immer besser zurecht. Vier Tore bei neun Auftritten für seinen neuen Arbeitgeber sprechen für sich. "Podol Power" titelte die "Sun" zuletzt und bescheinigte dem Nationalspieler "deutsche Effizienz". Auch seine ehemaliger Mannschaftskollege aus dem DFB-Team Michael Ballack lobte als britischer Sky-Sports-Experte Podolski für dessen Spielweise und sein bereits "wirklich gutes Englisch".

Beliebt bei den "Gunners"-Fans

Nach dem 3:1-Sieg in der Champions League gegen Olympiakos Piräus vergangene Woche attestierte die "Times" Podolski, der einmal für die "Gunners" traf, "die Abschlussfähigkeiten von Robin van Persie". Und auch die Arsenal-Fans haben den Ex-Kölner längst in ihr Herz geschlossen. Sie schmettern derzeit bei jeder Gelegenheit den für ihren neuen Liebling umgewidmeten Tor-Song, der einst Vorgänger Robin van Persie galt: "Lukas Podolski - he scores when he wants". Kein anderer Spieler bekommt im Moment so viel Applaus.

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Mathias Schneider
 
 
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