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Praktiker - geht nicht, gibt's doch

"Geht nicht, gibt's nicht!" Mit diesem Slogan brannte sich Praktiker in die Hirne der Konsumenten ein. Doch nun geht nichts mehr bei der Baumarktkette. Sie beantragte das Insolvenzverfahren.

  Praktiker hat 20.000 Mitarbeiter

Praktiker hat 20.000 Mitarbeiter

Die Baumarktkette #link;htthttp://www.stern.de/wirtschaft/familie/praktiker-90410077t.html;Praktiker# steht vor dem Aus. Verhandlungen über weitere Finanzierungen der Sanierung seien gescheitert, teilte Praktiker in Hamburg mit. Am Donnerstag beantragte das Unternehmten beim zuständigen Amtsgericht wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Einzelne Gläubigergruppen hatten einem neuen Finanzierungsplan nicht zugestimmt. 30 bis 35 Millionen Euro wären zum Überleben nötig gewesen. Praktiker ist eine der größten deutschen Baumarktketten.

Tochter Max Bahr nicht betroffen

Die ertragsstärkere Tochter Max Bahr sowie das Auslandsgeschäft sind von der Insolvenz nicht betroffen. Konzernweit hat Praktiker rund 18.000 Mitarbeiter, davon knapp 7000 im Ausland. Der Konzern betreibt nach Firmenangaben fast 430 Bau- und Heimwerkermärkte in neun Ländern, davon über 300 in Deutschland.

Praktiker schreibt seit Jahren rote Zahlen. Der Baumarkt-Konzern war durch eine fehlgeschlagene Rabattstrategie ("20 Prozent auf alles") in eine schwere Krise geraten und hatte erst im vergangenen Jahr seine Finanzierung für die nächsten Jahre sichern können.

Umsatzverluste durch schlechtes Wetter

Eigentlich wollte der erst im Herbst 2012 installierte Vorstandschef Armin Burger das Geschäft in diesem Jahr auf ein solides Fundament stellen. Doch Praktiker musste im ersten Quartal Umsatzverluste hinnehmen, die Verluste wuchsen an. Ursache für die schwachen Zahlen waren für die Heimwerkerbranche der lange Winter und der damit verzögerte Start in die Frühjahrssaison.

Durch die Geschäftsentwicklung seien die "positiven Effekte" der Neupositionierung überlagert worden, heißt es im Schreiben des Praktiker-Vorstands. "Der Konzern geriet dadurch in eine angespannte Liquiditätssituation". Es sei nicht gelungen, eine tragfähige Anschlussfinanzierung zu finden. So flossen Verkaufserlöse nicht, die schon im Finanzierungskonzept aus dem Jahr 2012 fest eingeplant waren. Ein Luxemburger Konzerntochter sollte verkauft werden, doch der potenzielle Käufer machte einen Rückzieher.

Unter der Holding Praktiker AG sind einzelne Firmen wie Praktiker Deutschland, eine Servicefirma und eben die Markenperle Max Bahr zusammengeführt. Ziel der Sanierung war der Umbau etlicher Praktiker-Filialen auf diese ertragsstärkere Marke. "Mit Max Bahr haben wir Jahr für Jahr Geld verdient, mit Praktiker nicht", sagte Vorstandschef Burger. Praktiker sollte daher als Discount-Schiene mit verkleinertem Angebot dienen. Doch auch dieser Plan ist nun gescheitert.

dho/anb/DPA/Reuters/DPA/Reuters
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