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17. September 2008, 15:34 Uhr

Techniker und IKK-Direkt fusionieren

Die Techniker Krankenkasse will Anfang 2009 mit der IKK Direkt zur größten deutschen Krankenkasse verschmelzen. Das bestätigten die Vorstandschefs der beiden Unternehmen. Die neue Kasse soll den Namen "Techniker Krankenkasse" tragen und insgesamt 7,1 Millionen Versicherte vertreten.

© Fabian Bimmer/AP

Die Techniker Krankenkasse (TK) und die IKK-Direkt wollen fusionieren und die größte Krankenkasse Deutschlands bilden. "Wir planen die Fusion zum 1. Januar 2009", sagte eine TK-Sprecherin am Mittwoch in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur DPA und bestätigte damit Berichte der "Bild-Zeitung" und des "Hamburger Abendblatts". Die neue Kasse mit dem Namen TK solle rund 7,1 Millionen Menschen versichern. Die IKK-Direkt habe bereits den Weg für den Zusammenschluss freigemacht, sagte die Sprecherin. "Der TK-Verwaltungsrat wird in der kommenden Woche über die Fusion entscheiden." Danach müsse noch das Bundesversicherungsamt seine Genehmigung geben.

"Durch die Fusion gewinnen wir eine bessere Marktposition", sagte TK-Chef Norbert Klusen der "Bild-Zeitung". "Dadurch verbessern wir unsere Chancen, keinen Zusatzbeitrag erheben zu müssen." Gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" versicherte er: Keiner der 2500 Arbeitsplätze in Hamburg werde wegfallen. Für kleine Kassen sehe er in der Zukunft große Schwierigkeiten. "Dort, wo wir unternehmerische Freiheiten haben und selbst Verträge schließen können, lassen sich für die Versicherten noch Millionen einsparen, auch beispielsweise bei den Arzneimittelkosten."

Als "Antwort auf Gesundheitsfonds und Einheitsbeitrag" bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der in Kiel ansässigen IKK-Direkt, Ralf Hermes, den Zusammenschluss. "Der Einheitsbeitrag nimmt der IKK-Direkt ihren Preisvorteil. Darauf mussten wir reagieren."

DPA
 
 
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