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Übersicht Welche gesetzlichen Krankenkassen 2023 teurer werden

Mehrere Karten von gesetzlichen Krankenkassen liegen auf einem Tisch
Mehrere Krankenkassen haben Beitragserhöhungen für das kommende Jahr angekündigt
© Jens Kalaene / DPA
Bei einigen gesetzlichen Krankenkassen steht bereits fest, dass sie im kommenden Jahr teurer werden. Diese Übersicht zeigt, um welche es sich handelt. Eine Krankenkasse hingegen wird ihren Zusatzbeitrag sogar senken.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de

Dass der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen 2023 steigt, ist bereits klar: Er wird nach dem Beschluss des Bundesministeriums für Gesundheit von derzeit 1,3 Prozent auf 1,6 Prozent angehoben. Dieser Wert sagt zwar noch nicht aus, wie es bei Ihrer persönlichen Kasse im neuen Jahr aussieht. Bei einigen steht jedoch bereits fest: Ja, es wird teurer! Wir zeigen, bei welchen.

Bei manchen Kassen ändert sich nichts

Alle Krankenkassen verlangen einen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens. Hinzu kommt noch ein individueller Zusatzbeitrag. Hierfür wird zwar jährlich ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz als Richtwert neu festgelegt; für 2023 beträgt er 1,6 Prozent, im Durchschnitt werden insgesamt also 16,2 Prozent fällig. Die Krankenkassen sind aber nicht verpflichtet, ihre Beiträge dementsprechend zu erhöhen – das hängt vielmehr von ihrer eigenen finanziellen Lage ab.

So haben folgende Kassen laut Finanztest bereits angekündigt, bei ihren bisherigen Sätzen bleiben zu wollen:

  • IKK Gesund Plus (15,70 Prozent)
  • TK (15,80 Prozent)
  • KKH (16,10 Prozent)
  • Knappschaft (16,20 Prozent)
  • Viactiv Krankenkasse (16,20 Prozent)
  • WMF BKK (16,20 Prozent)

Eine Krankenkasse wird ihren Zusatzbeitrag sogar senken: Statt bisher 1,29 verlangt die SKD BKK im neuen Jahr nur noch 1,15 Prozent und damit insgesamt 15,75 Prozent.

Diese Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge

Finanztest hat zwar alle 73 Krankenkassen, die für gesetzlich Versicherte offenstehen, angefragt – viele können allerdings erst demnächst Angaben zu ihren Beitragsänderungen machen, da ihre Verwaltungsräte erst im Dezember tagen. Drei planen allerdings bereits eine Erhöhung: Die Pronova BKK verlangt ab 2023 16,30 Prozent (bisher: 16,10 Prozent), BKK Freudenberg 16,10 Prozent (bisher: 15.90 Prozent) und Salus BKK 16,19 Prozent (bisher: 16,05 Prozent).

Sechs haben bereits angekündigt, zu erhöhen – in welcher Höhe, steht noch nicht fest, der Zusatzbeitrag soll aber unter 1,6 Prozent liegen:

  • Bertelsmann BKK
  • BKK Firmus
  • Bosch BKK
  • Continentale BKK
  • mhplus BKK
  • Mobil Krankenkasse

Übrigens: Vorerst müssen die Krankenkassen ihre Mitglieder nicht mehr wie bisher in Briefform über eine Erhöhung informieren – es reicht zum Beispiel, Änderungen auf der Website zu kommunizieren. Welche Beiträge 2023 letztendlich bei den einzelnen Kassen fällig werden, veröffentlicht Finanztest nach und nach auf der eigenen Website. 

key; rka/RTL.de

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