21. März 2013, 10:40 Uhr

Stephen Hawking bekommt Millionen-Preis

Der berühmteste Astrophysiker der Welt, Stephen Hawking, ist um rund 2,3 Millionen Euro reicher: Der Brite erhielt den höchstdotierten Wissenschaftspreis der Welt in Genf.

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Stephen Hawking wurde mit dem Fundamental Physics Prize geehrt©

Der höchstdotierte Wissenschaftspreis der Welt ist an den Astrophysiker und Mathematiker Stephen Hawking verliehen worden. Der 71-jährige Brite erhielt den mit drei Millionen Dollar (etwa 2,3 Millionen Euro) dotierten Fundamental Physics Prize am Mittwochabend in Genf. Er bekam die Auszeichnung unter anderem für die Entdeckung der Strahlung von Schwarzen Löchern und für seine Beiträge zu Quantenaspekten des frühen Universums.

Der schwerbehinderte Hawking nahm im Rollstuhl die Ehrung in Begleitung seiner Tochter persönlich entgegen. "Ich fühle mich sehr geehrt", sagte Hawking über seinen Sprachcomputer. 1963 stellten die Ärzte bei ihm die unheilbare Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) fest. Sie führt zu Nervenzerstörungen und fortschreitenden Muskellähmungen. Seit einer Notoperation mit einem Luftröhrenschnitt kann Hawking nicht mehr selbst sprechen. Doch er habe sich durch seine Behinderung nie zurückhalten lassen, teilte Hawking mit.

Auszeichnung für Teilchenbeschleuniger-Team

Ebenfalls mit dem Fundamental Physics Prize ausgezeichnet wurden sieben Wissenschaftler, die am Europäischen Kernforschungszentrum Cern an der Suche nach dem mysteriösen Higgs-Teilchen beteiligt sind. Die Forscher hätten entscheidend zum Aufbau des Large Hadron Collider (LHC), dem stärksten Teilchenbeschleuniger der Welt, beigetragen. Sie teilen sich die drei Millionen Dollar.

Viele wissenschaftliche Errungenschaften der Physik kommen laut Hawking für den anerkannten Nobelpreis nicht infrage, weil die Bestätigung der Theorien sehr schwierig sei. Deshalb seien neue Wissenschaftspreise besonders wichtig, sagte er.

Die Auszeichnung wurde im Juli 2012 vom russischen Unternehmer und Milliardär Juri Milner, der selbst Physik studierte, gestiftet. Der Preis ist seitdem der am höchsten dotierte im Bereich der Wissenschaften, wobei das Preisgeld mit drei Millionen Dollar fast dreimal höher als bei den Nobelpreisen ausfällt. Durch den Galaabend führte der US-Schauspieler Morgan Freeman.

vim/DPA
 
 
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