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Zehn Meter noch, dann wäre die Entlastungsbohrung am Ziel, das Ölleck könnte direkt an der Quelle versiegelt werden. Doch der Ölkonzern BP hält dies - unter bestimmten Voraussetzungen - nicht mehr für notwendig, was den Einsatzleiter zu zynischen Kommentaren verleitet.
Als würde die Natur nicht schon genung leiden: Ausgerechnet vor der Küste Louisianas, wo vor drei Monaten die Ölplattform "Deepwater Horizon" explodierte, hat ein Schiff einen Bohrschacht gerammt. Nach dem Unfall schoss eine orangebraune Ölfontäne in die Höhe.
Während ein heraufziehender Tropensturm die Arbeiten am Ölleck im Golf von Mexiko vorerst stoppt, wollen große Ölkonzerne weiteren Katastrophen vorbeugen. Vier nahmhafte Unternehmen wollen gemeinsam ein System zum Auffangen von Öl aus lecken Bohrstellen entwickeln. Ein Milliardenprojekt.
Es sind die traurigsten Bilder, die je auf dem Meeresgrund gefilmt wurden: Live überträgt BP, wie das Öl aus dem Leck im Golf von Mexiko schießt - und wie der Multi versucht, es zu stopfen. Szenen einer Katastrophe.
Aus dem havarierten Containerschiff "Rena" vor der Küste Neuseelands tritt weiter Öl aus.
Erfolg für Shell im Kampf gegen das Ölleck an der Plattform "Gannet Alpha" in der Nordsee: Ein wichtiges Ventil an einer kaputten Leitung sei geschlossen worden, teilte der Energiekonzern mit. Das Ende der Operation ist damit aber keinesfalls erreicht.
Das Ölleck in einer Pipeline in der Nordsee ist nach Angaben der britischen Regierung das größte in der Region in den vergangenen zehn Jahren.
Das erste Leck ist unter Kontrolle, der Ölteppich schrumpft. Dennoch strömt von einer Ölplattform vor der schottischen Küste immer noch Öl in die Nordsee. Umweltschützer kritisieren Shell scharf.
Die A380-Flotte von Qantas bleibt für mindestens drei weitere Tage am Boden. Die australische Fluggesellschaft hat bei der Suche nach der Ursache für die Notlandung in Singapur Öllecks an drei Triebwerken ihrer Riesenairbusse gefunden.
Fast auf den Tag genau fünf Monate dauerte das Drama um das Ölleck im Golf von Mexiko. Jetzt ist die Quelle versiegelt. Aber nach wie vor sind 900 Kilometer Küste verseucht.
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